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USA: Überparteilicher Widerstand gegen Ausbau von KI-Rechenzentren wächst

Konservative und progressive Wähler in den USA verbünden sich zunehmend gegen den massiven Ausbau von Rechenzentren. Laut aktuellen Umfragen aus Virginia wächst der Widerstand rasant, während die Energie- und Wasserkosten in den betroffenen Regionen steigen und überparteiliche Allianzen entstehen.

In den Vereinigten Staaten formiert sich ein ungewöhnlicher politischer Schulterschluss. Während politische Lager in vielen Fragen tief gespalten sind, sorgt die sprunghafte Ausbreitung von Rechenzentren für eine seltene Einigkeit zwischen linker und rechter Wählerschaft. In Bundesstaaten wie Virginia und Texas wächst der Widerstand gegen die gigantischen Infrastrukturprojekte, die für den Betrieb von Künstlicher Intelligenz benötigt werden.

Überparteilicher Widerstand und drastische Meinungsumschwünge in Virginia

Wie das Commonwealth-Meinungsforschungsinstitut der Virginia Commonwealth University feststellte, ist die einstige Zustimmung zu steuerlichen Vergünstigungen für entsprechende Unternehmen massiv eingebrochen.

Während die Skepsis traditionell von progressiven Gruppen und Demokraten wegen der enormen Umwelt- und Ressourcenbelastung getragen wurde, schwenken nun auch in wachsender Zahl konservative Wähler um. Das Phänomen führt zu ungewöhnlichen Allianzen vor Ort. Aubrey Jewett, Politikwissenschaftler an der University of Central Florida, verwies darauf, dass landesweite Umfragen wie die von Gallup zeigen, dass mehr als 70 Prozent der Bürger den Bau von KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft ablehnen – darunter rund 75 Prozent der befragten Republikaner und 81 Prozent der Demokraten.

Sorgen um Stromrechnungen und regionale Infrastruktur

Hinter dem Widerstand stehen handfeste wirtschaftliche und ökologische Sorgen. Rechenzentren verschlingen enorme Mengen an elektrischem Strom und Kühlwasser. Kritiker weisen darauf hin, dass die Modernisierungen des Stromnetzes und die steigenden Energiekosten häufig über höhere Tarife direkt an die Verbraucher weitergegeben werden.

USA: Überparteilicher Widerstand gegen Ausbau von KI-Rechenzentren wächst
Photo: Techpolicy

Es gab erstaunlich wenig Unterschiede für unseren normalerweise extrem polarisierten Staat. Das ist das bipartisaneste Thema seit Bier. Charles Franklin, Direktor des Marquette University Law School Poll, via Futurism

Dieser Befund spiegelt sich auch in Wisconsin wider. Selbst prominente Politiker bekommen die Stimmungsschwankungen zu spüren. So geriet der texanische Generalstaatsanwalt und republikanische US-Senatskandidat Ken Paxton laut Berichten von Notus in die Kritik, weil er sich in der Frage von Notstandsverordnungen für betroffene Landkreise zurückhielt, während seine politische Kampagne Spenden in Höhe von mindestens 448,000 Dollar aus dem Umfeld der Rechenzentrumsbranche erhielt.

Reaktionen auf Bundesebene und veränderte politische Taktiken

Angesichts der wachsenden Wfhlerunzufriedenheit reagieren auch Spitzenpolitiker. Dabei räumte Trump ein, dass die Tech-Unternehmen dringend Unterstützung in der öffentlichen Außendarstellung benötigen.

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Photo: Notus

Gleichzeitig instrumentalisieren Politiker das Thema zunehmend für bevorstehende Wahlen. In Virginia machte die Politikerin Abigail Spanberger im Wahlkampf geltend, dass Betreiber von Rechenzentren ihren fairen Anteil für die nötige Infrastruktur selbst bezahlen müssen. Auf Bundesebene haben Politiker wie der progressive Senator Bernie Sanders und der konservative Senator Josh Hawley in der Vergangenheit jeweils unabhängig voneinander Maßnahmen gefordert, um den unkontrollierten Bau einzuschränken. Ob die überparteilichen Allianzen an der Basis dauerhaft den politischen Druck auf Gesetzgeber und Technologiekonzerne aufrechterhalten können, hängt vor allem davon ab, ob die anfallenden Kosten für Energie und Wasser für Antwochter und Haushalte in den kommenden Monaten spürbar gedeckelt werden.

Republicans Turn Against Data Centers – Virginia Next?
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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