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Technik und Wissenschaft

US-Regierung kürzt Wasser aus Colorado River für Kalifornien, Nevada und Arizona

Die US-Regierung hat einen Zweijahresplan zur Senkung der Wasserentnahme aus dem Colorado River für Kalifornien, Nevada und Arizona finalisiert. Weitere Kürzungen nach 2028 bleiben als Option bestehen.

Details des zweijährigen Kürzungsplans für 2027 und 2028

Die US-Bundesregierung hat den Weg für drastische Einschnitte bei der Wasserversorgung der drei sogenannten „Lower Basin-Staaten geebnet.

Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf das Scheitern der Verhandlungen zwischen den sieben Bundesstaaten, die auf das Wasser des Colorado River angewiesen sind. Während die unteren Bundesstaaten nun verpflichtende Einsparungen hinnehmen müssen, sind die vier „Upper Basin“-Staaten – Colorado, Utah, New Mexico und Wyoming – von diesen kurzfristigen Kürzungen ausgenommen. Die Reservoirs Lake Mead und Lake Powell, die für die Wasserversorgung von Millionen Menschen und die landwirtschaftliche Produktion im Westen der USA essenziell sind, erreichten diesen Monat historische Tiefststände.”

Reaktionen aus Arizona und die Sorge vor künftigen Rechtsstreitigkeiten

Die Gouverneurin von Arizona, Katie Hobbs, begrüßte zwar die Annahme des Vorschlags der unteren Bundesstaaten für den Zeitraum 2027 bis 2028, kritisierte jedoch die Haltung der oberen Bundesstaaten scharf. Hobbs bezeichnete die Weigerung dieser Staaten, ebenfalls über Einsparungen zu verhandeln, als reckless (rücksichtslos). Sie betonte, dass Arizona bereit sei, seine Wasserrechte mit allen rechtlichen Mitteln zu verteidigen.

Tom Buschatzke, der Verhandlungsführer für Arizona, erklärte in einem Gespräch mit Reportern, dass der laufende Konsultationsprozess mit dem Innenministerium entscheidend sei, um die rechtliche Position des Staates zu wahren. Durch diesen Prozess konnte Arizona nach eigenen Angaben vorerst auf eine formelle Klage gegen den aktuellen Plan verzichten. Dennoch bleibt das Risiko für die Zeit nach 2028 hoch: Sollten die Wasserstände in den Stauseen weiter sinken, könnten die Kürzungen auf bis zu 3,0 Millionen Acre-Feet pro Jahr fast verdoppelt werden.

Die Rolle der Landwirtschaft und der Druck auf die Reservoirs

Der Colorado River ist seit dem Jahr 2000 durch eine lang anhaltende Megadürre geschwächt, die laut Wissenschaftlern durch den Klimawandel verschärft wird. Kalifornien, das mehr Wasser aus dem Fluss bezieht als jeder andere Bundesstaat, steht unter besonderem Druck, da fast ein Viertel des Leitungswassers in Südkalifornien aus diesem System stammt. Zudem ist der Fluss die einzige Wasserquelle für landwirtschaftliche Gebiete wie das Imperial Valley, berichtet die Los Angeles Times.

Da etwa drei Viertel des aus dem Fluss entnommenen Wassers in die Landwirtschaft fließen, suchen Behörden und Farmer verstärkt nach Wegen zur Effizienzsteigerung. Einige Landwirte haben bereits Felder stillgelegt, teilweise im Austausch für staatliche Ausgleichszahlungen. Sarah Porter, Direktorin des Kyl Center for Water Policy an der Arizona State University, warnte jedoch, dass die rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Bureau of Reclamation noch lange nicht ausgestanden seien, insbesondere wenn es um die Befugnisse der Bundesbehörde geht, Lieferungen aus dem Lake Mead einseitig zu begrenzen.

Ausblick auf die Zeit nach 2028

An aerial view shows the Colorado river, in Mesa Verde, California, U.S., September 19, 2022. REUTERS/Aude Guerrucci
Photo: reuters.com
California, Arizona, Nevada face Colorado River water cuts under federal proposal
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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