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Unterhaltung

Casey Bloys übernimmt voraussichtlich Streaming-Führung bei Paramount-Skydance und WBD

HBO-Chef Casey Bloys übernimmt voraussichtlich die Streaming-Führung des geplanten Giganten aus Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery.

Die Neugestaltung an der Unternehmensspitze markiert den Beginn einer neuen Ära für eines der größten Medienimperien Hollywoods. Cindy Holland gab ihren Rücktritt in einer internen Mitteilung an die Belegschaft bekannt und bezeichnete den 29. September als ihren letzten Arbeitstag bei Paramount. Sie erklärte darin, dass Paramount-CEO David Ellison auf Stabilität bei HBO setze, während das Unternehmen in die nächste Phase übergehe.

Paramount und eine Gruppe von US-Bundesstaaten hatten im September einen Vergleich erzielt, der ein wesentliches rechtliches Hindernis für die Transaktion aus dem Weg räumte. Die Vereinbarung umfasst Zusagen zu US-Filmproduktionen, Kinostarts sowie zur redaktionellen Unabhängigkeit bei CBS und CNN.

Cindy Hollands Bilanz und die Neuausrichtung unter David Ellison

Holland war 2025 zu David Ellisons Team gestoßen und verantwortete als Chair of Direct-to-Consumer die Bereiche Paramount+ und Pluto TV. In ihrer Abschiedsnotiz zog sie eine erfolgreiche Bilanz ihrer Amtszeit und verwies auf Rekordzahlen bei den Abonnenten von Paramount+, verbesserte Kundenbindung sowie Rekordstarts für Serienprojekte wie Landman und Dutton Ranch. Zudem half sie dabei, die Duffer-Brothers für einen Film- und Fernsehvertrag zu gewinnen.

Casey Bloys übernimmt voraussichtlich Streaming-Führung bei Paramount-Skydance und WBD
Foto: Variety

Ellison würdigte Holland als treibende Kraft. Dennoch fiel die Entscheidung zugunsten von Casey Bloys, um Kontinuität und Stabilität im Prestigefernsehen zu gewährleisten. Holland selbst betonte, dass sie die strategische Ausrichtung des Chefs voll unterstütze.

Casey Bloys über die geplante Streaming-Zukunft und mögliche Plattform-Bündel

Auf der Bloomberg Screentime Konferenz äußerte sich Casey Bloys zu seiner beruflichen Zukunft im fusionierten Konzern. Er wies darauf hin, dass die Übernahme noch nicht vollständig abgeschlossen sei und er deshalb keine offiziellen Führungspositionen bestätigen könne. Zu Spekulationen über eine Zusammenlegung von HBO Max und Paramount+ oder ein mögliches Kombinationsangebot äußerte er sich zurückhaltend, verwies jedoch auf erfolgreiche Präzedenzfälle.

Ich würde sagen, dass ich mich nicht dazu äußern möchte, was passieren wird oder so etwas, aber ich würde auf das HBO Max-Disney-Bundle verweisen, das sehr erfolgreich war. Könnte man also sehen, dass so etwas passiert? Das würde sehr viel Sinn machen.

Casey Bloys, Chairman und CEO von HBO und HBO Max Content, via Variety

Bloys betonte zudem, dass er zahlreiche Gespräche mit David Ellison geführt habe und dieser den historischen Erfolg von HBO sehr respektiere. Ellison wolle das bewahren, was das Team über Jahrzehnte aufgebaut habe.

David Ellison fungiert gegenwärtig als Chief Executive Officer von Paramount Skydance. Zudem wurde Ynon Kreiz von Mattel zum Co-CEO ernannt.

Casey Bloys
Foto: Deadline

Bevor sie zu Paramount kam, war Holland als Global CEO für Sister tätig, ein Unternehmen, das von Elisabeth Murdoch und Jane Featherstone gegründet wurde. Diese Position hatte sie für die Dauer von 15 Monaten inne, bevor Ellison sie zunächst als Beraterin an Bord holte und ihr anschließend die Leitung von Paramount+ und Pluto TV übertrug.

Die Krise der Serienproduktion nach dem Ende des TV-Booms

Neben den personellen Verschiebungen ging Bloys auf die tiefgreifenden Veränderungen der gesamten Fernsehbranche ein. Der Übergang vom Peak-TV-Zeitalter mit rund 600 produzierten Skript-Serien hin zu einem deutlich reduzierten Markt sei von harten Einschnitten begleitet worden.

Wir befinden uns in einer Branche im Umbruch, wir konkurrierten früher mit Leuten, die Kabelabonnements oder Werbung verkauften, deren Hauptprodukt Unterhaltungvideos waren. Wir sind jetzt auf der Keimseite einer geplatzten Blase, wir gingen von 600 Shows auf 400 herunter, was auch immer es ist. Wenn man nur an diese Zahlen denkt, 200 Shows und die durchschnittliche Show, je nachdem wie groß sie ist, sind ein paar Hundert gut bezahlte Arbeitsplätze. Das ist eine Katastrophe.

Casey Bloys, Chairman und CEO von HBO und HBO Max Content, via Deadline

Trotz des schmerzhaften Rückgangs der Produktionszahlen und des harten Wettbewerbs sieht Bloys die Branche langfristig vor einer Phase neuer Stabilität. Er äußerte die Hoffnung, dass durch Zusammenschlüsse und neue Akteure wieder mehr Planungssicherheit einkehren werde.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.