Forscher und dem Partner Great Sky haben am 19. Oktober 2026 Super-Intelligence-Computerchips vorgestellt, die auf supraleitenden neuronalen Netzwerken basieren und Plasmadaten in Fusionsreaktoren verarbeiten können.
Ein von der US-Regierung und der Industrie getragener Verbund hat einen neuartigen Computerchip für die Künstliche Intelligenz entwickelt. Beteiligt sind das Brookhaven National Laboratory des Energieministeriums (DOE), die Fusionsanlage DIII-D sowie das Unternehmen Great Sky. Die entwickelten Prozessoren nutzen supraleitende Schaltkreise, um Netzwerke nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns nachzubilden. Den Kontrast dazu bildet eine andere Richtung der Hirnnachbildung, die auf Silizium-Mikrochips setzt: Das australische Unternehmen Cortical Labs fusioniert Computerchips mit menschlichen Gehirnzellen. Wie der von Brett Kagan geleitete Verbund berichtete, wurde im Experiment „DishBrain“ rund 800.000 lebenden Gehirnzellen beigebracht, das Videospiel Pong zu spielen. Wie Futurezone berichtet, brachte Cortical Labs im Jahr 2025 mit dem CL1 seinen ersten kommerziellen Bio-Computer auf den Markt und präsentierte auf einer Konferenz für Organoid Intelligence in Washington vorläufige Ergebnisse zu einem „HIVE-Zusammenschluss aus 15 Bio-Computern, die bei Symbolerkennung und virtueller Navigation Aufgaben aufteilten und die Genauigkeit steigerten.
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Prüfung von Plasmadaten
Das Team testete die neuartigen Mikrochips in drei praxisrelevanten Aufgaben zur Steuerung von Tokamak-Fusionsanlagen, bei denen superheißes Plasma durch Magnetfelder eingeschlossen werden muss. Bei zwei dieser Aufgaben wurden reale Daten eingespeist, die an der DIII-D-Fusionsanlage in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien aufgezeichnet wurden. Diese Anlage wird von General Atomics im Auftrag des DOE betrieben.

Die verwendete Hardware stellt dabei das bislang größte Exemplar dar, das die Firma gefertigt hat.
Die Erforschung dieser Architekturen setzt auf Vorarbeiten auf. Die technologische Entwicklung stützt sich auf umfassende Fortschritte bei supraleitenden Werkstoffen, optischen Netzwerken, der Kryotechnik und neuartigen, für die KI optimierten Bauweisen.
Dieser Chip hat Daten direkt von einem Tokamak mit Millionen von Abtastvorgängen pro Sekunde verarbeitet und Schritt gehalten. Das ist ein echter Schritt in Richtung praktischer Fusionsenergie, und ich kann es kaum erwarten zu sehen, wohin wir ihn als Nächstes bringen.
Steven Cowley, Laboratory Director of PPPL, via Bnl
Hintergrund der Technologie und Ausblick bis 2027
Hinter der Hardware steht die Firma Great Sky, die im späten Jahr 2024 von CEO Jeff Shainline, CTO Jeff Chiles, dem Vizepräsidenten für Fertigung Saeed Khan und dem Vizepräsidenten für Architektur Bryce Primavera gegründet wurde. Das Unternehmen blickt auf über zehn Jahre Grundlagenforschung in den Bereichen supraleitende Materialien, kryogene Systemtechnik und KI-native Architekturen zurück. Der in den Tests verwendete Chip gilt als das bislang größte Modell des Unternehmens.
Die beteiligten Wissenschaftler arbeiten an einer Veröffentlichung ihrer Ergebnisse. Für Anfang 2027 ist im Brookhaven-Labor die Vorstellung einer Nachfolgeversion geplant, deren neuronales Netzwerk zehnmal so groß sein soll. Noch im selben Jahr ist eine Installation direkt an der Fusionsanlage DIII-D vorgesehen.