Präsident Donald Trump hat die Bildung einer neuen Taskforce namens Super Intelligence Force
angekündigt, die unter Leitung von Geheimdienstdirektor Jay Clayton die föderalen Bemühungen im Bereich der künstlichen Intelligenz koordinieren soll. Die am Sonntag bekannt gegebene Initiative folgt auf ein Treffen mit Tech-Chefs im Weißen Haus.
Die neugeschaffene Super Intelligence Force soll nach Angaben des Weißen Hauses die Anstrengungen der US-Regierung bündeln, um die weltweite Führungsposition des Landes bei künstlicher Intelligenz zu sichern. Das Gremium wird von Geheimdienstdirektor Jay Clayton angeführt, der kürzlich zum neuen KI-Zar ernannt wurde. Neben Clayton gehören dem Führungskreis der Federal-Trade-Commission-Vorsitzende Andrew Ferguson, der Staatssekretär im Verteidigungsministerium für Forschung und Entwicklung, Emil Michael, sowie OPM-Direktor Scott Kupor an. Die Gruppe berichtet unmittelbar an den Präsidenten und den Stabschef des Weißen Hauses, Susie Wiles.
In einer Bekanntmachung auf Truth Social erklärte der Präsident, dass diese Einheit dazu dienen soll, die Interessen des Landes zu wahren und das Leben aller Amerikaner zu verbessern. Dabei wurde betont, dass die Technologie größer als die industrielle Revolution und das Internet sei.
Die Aufgaben der neuen Taskforce unter Jay Clayton
Das Mandat der Taskforce sieht vor, den Kontakt zwischen der Bundesregierung und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu organisieren. Dazu gehören Verbraucher, gemeinnützige und religiöse Organisationen, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Unternehmen der Branche. Zugleich erhält Clayton ein klares zeitliches Limit: Er hat 120 Tage Zeit, um einen Bericht über die Chancen und Risiken der Technologie sowie über die Verantwortlichkeiten des Staates vorzulegen.
Clayton äußerte sich bei Anhörungen und in Interviews zu der Thematik und bezeichnete die Technologie als einen entscheidenden Wendepunkt. Er betonte, dass man sich dieser Thematik annehmen müsse, da sie gleichermaßen eine Chance und eine Bedrohung darstelle. Nach Angaben aus dem Umfeld der Regierung soll durch das Gremium sichergestellt werden, dass die Vereinigten Staaten im weltweiten Wettbewerb, insbesondere im Ringen mit China, an der Spitze bleiben. Unter anderem betonte Scott Kupor, dass die USA ihre Führungsposition ausbauen werden, während Emil Michael hervorhob, dass durch den Wegfall bürokratischer Hürden modernste Kapazitäten schnell und in großem Maßstab bereitgestellt werden können.
Clayton selbst bringt eine juristische und regulatorische Laufbahn mit, zu der unter anderem eine Tätigkeit als Vorsitzender der Börsenaufsicht SEC sowie als Bundesstaatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York gehört. Zudem war er in der Privatwirtschaft unter anderem bei Apollo Global Management tätig, bevor er im Jahr 2026 die Leitung der US-Geheimdienste übernahm.
Clayton selbst betonte in Interviews die sicherheitspolitische Dimension der US-Vormachtstellung.

Umbenennung und freiwillige Selbstverpflichtung der Tech-Konzerne
Die Ankündigung der Taskforce steht im direkten Zusammenhang mit einem Treffen, das Trump in der vergangenen Woche im Weißen Haus mit führenden Vertretern der Technologiebranche abhielt. Anwesend waren unter anderem Branchengrößen wie Meta-Chef Mark Zuckerberg, Nvidia-Chef Jensen Huang, Google-CEO Sundar Pichai, Anthropic-Chef Dario Amodei sowie Greg Brockman von OpenAI. Bei dieser Gelegenheit unterzeichneten die Firmenchefs ein Dokument, das als White House Accord on Super Intelligence bekannt wurde. Die Vereinbarung sieht interne Kontrollen, Risikoprüfungen und Berichte an die jeweiligen Aufsichtsräte vor. Mark Zuckerberg bezeichnete das Treffen und die Verpflichtung zu internen Kontrollen und Audits als einen positiven Schritt.
Zugleich verfügte die Regierung per Dekret eine offizielle Umbenennung des Begriffs künstliche Intelligenz in der Exekutive in Super Intelligence
, um dem rasanten technologischen Fortschritt Rechnung zu tragen. Während Befürworter aus der Wirtschaft und der Regierung den Abbau von Vorschriften als entscheidend für den technologischen Vorsprung gegenüber China ansehen, gibt es auch erhebliche Bedenken. Umfragen zeigen eine breite Skepsis in der Bevölkerung gegenüber den unkontrollierten Risiken der Technologie, während die US-Regierung strenge staatliche Eingriffe ablehnt und stattdessen auf die freiwillige Selbstkontrolle der Unternehmen setzt.
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