Die TX Group hat im ersten Halbjahr 2026 zwar von einer vermeintlich positiven Entwicklung gesprochen, stürzt operativ jedoch tief ab. Wie aus Medienmitteilungen hervorgeht, brachen die Gesamteinnahmen um 5,7 Prozent auf 402 Millionen Franken ein, während das Betriebsergebnis (EBIT) auf minus 9,9 Millionen Franken abstürzte.
Während die publizierten Zahlen der TX Group auf den ersten Blick eine Erfolgsmeldung suggerieren wollten, offenbart ein genauer Blick in den Halbjahresbericht des Zürcher Medienkonzerns eine handfeste Krise. Das Online-Medium 20 Minuten, das ebenso wie der Tages-Anzeiger, die Basler Zeitung, die Berner Zeitung und führende Blätter in der Romandie zur TX-Gruppe gehört, titelte noch im Wirtschaftsteil optimistisch: TX Group erzielt deutlich mehr Gewinn im ersten Halbjahr
. Die kotierte Muttergesellschaft selbst sprach in ihrer Medienmitteilung von einer Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2026
.
Doch diese Fassade bröckelt beim Herunterscrollen des Berichts gewaltig. Anstelle von Wachstum und schwarzen Zahlen steht dort ein massives operatives Minus. Konzerneigene Medien wie der Tages-Anzeiger geraten damit in den Fokus eines wirtschaftlichen Abwärtstrends, der das gesamte Verlagshaus erfasst hat.
Einbrechender EBIT und Millionenverluste im operativen Geschäft
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Der Kern des wirtschaftlichen Problems zeigt sich beim Blick auf das Betriebsergebnis. Laut dem Halbjahresbericht rutschte das EBIT auf minus 9,9 Millionen Franken ab. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum wies der Konzern an gleicher Stelle noch einen Gewinn von 7 Millionen Franken aus. Innerhalb eines einzigen Jahres verschlechterte sich das operative Ergebnis damit um 17 Millionen Franken.
Verantwortlich für diesen roten Absturz sind laut den Finanzunterlagen gewaltige Sondereffekte und bereinigte Belastungen.
- 53 Millionen Franken an Abschreibungen,
- 46 Millionen Franken an Wertminderungen sowie
- 24 Millionen Franken aus Unternehmenszusammenschlüssen
nieder. Während Abschreibungen und Verluste aus Zusammenschlüssen auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vergleichsperiode des ersten Halbjahres 2025 verharren, drücken vor allem die neu hinzugekommenen Wertminderungen das operative Ergebnis tief in die roten Zahlen. Das EBIT, welches als operative Schlüsselzahl Auskunft über die tägliche Arbeit im Verlagshaus gibt, zeichnet damit ein klares Bild: Die TX Group verliert fortlaufend an Boden.
Das Platzen des Goldbach-Goodwills und sinkende Einnahmen
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Ein zentraler Treiber dieser Talfahrt ist die konzerninterne Werbevermarkterin Goldbach. Wie die TX Group im Halbjahresbericht festhält, betrifft die vorgenommene Adjustierung 2026 die Wertminderung des Goodwills der Zahlungsmittel generierenden Einheit Goldbach (exkl. Goldbach Neo OOH)
. Damit ist der in den Büchern geführte Firmenwert der Werbetochter massiv zusammengeschrumpft; finanzielle Luft hat sich in Luft aufgelöst.
Auf Nachfragen zum genauen Hintergrund dieses Wertverlusts reagierte der zuständige Investor Relations-Manager des Zürcher Medien-Unternehmens zunächst nicht. Fest steht jedoch, dass dieser Einbruch kein Einzelfall im Konzerngefüge ist, sondern sich in einen generellen Abwärtstrend einreiht. Die gesamten Einnahmen der TX Group brachen im Berichtszeitraum um eindrückliche 5,7 Prozent auf nur noch 402 Millionen Franken ein.
Mit sinkenden Umsätzen und einem leuchtend roten Betriebsergebnis zeigt sich, dass Flaggschiffe wie der Tages-Anzeiger und die dahinterstehende Verlagsgruppe vor spürbaren wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Der Rückgang zieht sich durch die wichtigsten Inland-Blätter und verdeutlicht den anhaltenden Druck auf das klassische Verlagsgeschäft.