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Rund 300.000 Besucher bei der 26. ORF-Langen Nacht der Museen

Rund 300.000 Menschen besuchten am 3. Oktober 2026 die 26. ORF-Lange Nacht der Museen in Österreich und den Nachbarländern. Rund 670 Kulturorte öffneten von 18 bis 24 Uhr ihre Türen für das Publikum, wie der ORF und regionale Veranstalter bekannt gaben.

Wie viele Besucher kamen zur 26. Langen Nacht der Museen?

Zirka 300.000 Personen nutzten das Kulturangebot am Samstagabend, um die heimische Museumslandschaft bei Nacht zu erkunden. Die Veranstaltungsreihe lockte damit ähnlich viele Kulturinteressierte an wie im Jahr 2024 mit rund 308.000 Gästen, während im Vorjahr schlechtes Wetter rund 282.672 Besucher angelockt hatte.

Die vielfältige Kulturlandschaft erstreckte sich über ganz Österreich sowie über Teile von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland. Insgesamt beteiligten sich rund 670 Museen, Galerien und Kulturorte an dem Abend.

Rund 300.000 Besucher bei der 26. ORF-Langen Nacht der Museen
Foto: oesterreich.ORF.at

Dass die Menschen die „ORF-Lange Nacht der Museen“ Jahr für Jahr mit so viel Begeisterung zu einem großen Publikumserfolg machen, freut mich sehr. Auch heuer hat diese besondere Nacht die Vielfalt der österreichischen Museen sichtbar gemacht und gezeigt, wie bereichernd es ist, Kultur gemeinsam zu erleben. Der ORF ist stolz, seit 26 Jahren dabei zu sein.”

Ingrid Thurnher, ORF-Generaldirektorin

Welche neuen Museen und Standorte waren 2026 dabei?

In der Bundeshauptstadt Wien öffneten 124 Museen ihre Pforten, darunter nach Angaben des Vereins das Rapideum als Vereinsmuseum des SK Rapid in der Stadionaula. Dort begrüßte Rapideum-Leiter Julian Schneps die Gäste zu einer Museumsführung über die Anfangsjahre in Rudolfsheim und den Aufstieg, während Rapideum-Kurator Thorsten Leitgeb durch die Geschichte des Wiener Derbys führte und eine weitere Führung Einblicke in den Europapokal bot. Als besonderes Highlight erhielten die Besucher die Gelegenheit, im Anschluss an die Führungen einen Blick in das abgedunkelte Stadion zu werfen.

Das Haus verbindet die Geschichte des alten Salzabbauortes von der älteren Eisenzeit bis zur Gegenwart.

In Hohenems konzentrierte sich ein besonders dichtes Angebot mit Stationen wie dem Jüdischen Museum Hohenems, dem Schubertiade-Museum, dem Franz-Schubert-Museum, dem Elisabeth-Schwarzkopf-Museum, der Stoffels Säge-Mühle und dem Nibelungen-Museum. In Graz nahmen zahlreiche Einrichtungen wie das Graz Museum, das Graz Museum Schlossberg, das Kunsthaus Graz, die Neue Galerie, das Naturkundemuseum, das Landeszeughaus, Schloss Eggenberg und das Museum der Wahrnehmung MUWA sowie mehrere Universitätsinstitute teil.

Welches Programm boten die Regionalmuseen und Städte?

Das Kulturprogramm reichte von bildender Kunst, Literatur und Architektur bis zu Fotografie, Musik, Stadtgeschichte und Naturwissenschaften. In Eisenstadt fungierte die Landesgalerie Burgenland als „Treffpunkt Museum“, von wo aus die Shuttlebus-Linie 1 startete und elf Museen und Galerien in der Stadt sowie 28 regionale Museen ihre Pforten öffneten. Die Landesgalerie zeigte dabei eine umfassende Personale zum Landschaftsmaler Harro Pirch anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Landesmuseums, begleitet von Audioguides und Hits der 1950er- und 60er-Jahre.”

Rund 300.000 Besucher bei der 26. ORF-Langen Nacht der Museen
Foto: AD HOC NEWS

In Langenlois im Heimatmuseum lockte das Abendprogramm unter der Leitung von Museumsleiterin Dorli Demal und ihrem Team 107 Gäste an. Die Besucher konnten zwei virtuelle Stadtrundgänge über die Topothek Langenlois verfolgen, an einer Führung zum Wandel des Frauenbildes teilnehmen und später eine Taschenlampen-Führung erleben.

In Klagenfurt beteiligten sich Institutionen wie die Stadtgalerie, die Alpen-Adria-Galerie, die theatergalerie und das Robert-Musil-Literatur-Museum an der Museumsnacht. Neben Sonderführungen bot sich den Gästen die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit ausstellenden Künstlern.

In der Steiermark erstreckte sich das Programm über zahlreiche Regionen mit Standorten wie dem Steirischen Glaskunstzentrum und Glasmuseum in Bärnbach, dem Bergbaumuseum Ratten, dem Museum Pfeilburg in Fürstenfeld, der Feistritztalbahn, dem Puch Museum Judenburg, dem Schaubergwerk Museum Oberzeiring, der Zotter Schoko Erlebniswelt, Schloss Trautenfels, dem Heeresgeschichtlichen Museum beziehungsweise Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg und dem Museum Sensenwerk Deutschfeistritz. In Kirchberg an der Pielach zählte eine Schmalspurbahn-Modelllandschaft im Maßstab 1:87 auf über 100 Quadratmetern im Modellbahnmuseum Mariazellerbahn zu den Höhepunkten.

Wie funktionierten Tickets und Kinderprogramme?

Das reguläre Ticket für die Lange Nacht kostete 19 Euro, der ermäßigte Preis lag bei 16 Euro. Für Besucher außerhalb von Graz und Wien gab es regionale Tickets um sieben Euro, während Kinder bis einschließlich zwölf Jahre freien Eintritt hatten. Die Eintrittskarten dienten in Wien und Graz zugleich als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel und die eingerichteten Shuttlebus-Linien, die in Intervallen von zehn bis 25 Minuten verkehrten.

Rund 300.000 Besucher bei der 26. ORF-Langen Nacht der Museen
Foto: MeinBezirk.at

Mehr als 250 Kulturstätten boten spezielle Programme für junge Gäste an. Auf Burg Forchtenstein schlüpften Kinder unter dem Motto „Mitmachen, Verkleiden und kreativ werden“ in Kostüme und gestalteten Ausmalbilder an einer Zeichenstation, während im HOCHECK_2 in Ollersdorf Naturfarben für Wandbemalungen hergestellt wurden. In den teilnehmenden Häusern lag ein Kinderpass auf, in dem jeder Museumsbesuch mit einem Stempel bestätigt wurde und ab dem dritten Besuch ein Überraschungsgeschenk wartete.”

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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