Am Samstag, dem 3. Mal in ganz Österreich ihre Tore. Kulturinteressierte Nachtschwärmer können von 18 bis 24 Uhr mit einem einzigen Ticket zahlreiche Museen, Galerien und Sonderveranstaltungen besuchen.
Im Vorjahr zählte man 282.672 Teilnehmende bei der 25. Ausgabe der Langen Nacht der Museen.
Museen öffnen für Nachtschwärmer
In Niederösterreich sind mit 125 Institutionen die meisten Museen zu sehen. Neben den großen und renommierten Kulturinstitutionen wie dem Karikaturmuseum in Krems und dem Haus der Geschichte in St. Pölten sind in Niederösterreich auch zahlreiche kleinere Museen mit dabei. Die Bandbreite reicht dabei von historischen Sammlungen bis hin zu ungewöhnlichen Ausstellungsorten in den Regionen.
Im Pindigiland in Ruprechtshofen (Bezirk Melk) gibt es etwa eine der wertvollsten Flippersammlungen Europas zu sehen. In Großengersdorf (Bezirk Mistelbach) lädt das Museum für Dorfkultur zu einer nächtlichen Führung im Schein des Fackellichts. Im privaten Druckereimuseum Berger in Horn werden Druckmaschinen in Betrieb genommen, während es im Kameramuseum in Ober-Grafendorf (Bezirk St. Pölten) die Möglichkeit gibt, in einer Dunkelkammer den Werdegang vom belichteten Film bis hin zum fertigen Bild mitzuerleben.
Weitere Stationen bieten spezialisierte Sammlungen: Im nusseum in Krummnußbaum (Bezirk Melk) sind 1.700 Nussknacker ausgestellt: aus Deutschland, der Türkei und sogar aus Neuseeland. Im Glasmuseum in Weigelsdorf (Bezirk Baden) entstehen kunstvolle Glasperlen aus glühendem Glas.
Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an Familien
Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an Familien. 44 Museen bieten allein in Niederösterreich ein eigenes Kinderprogramm. Im Urzeitmuseum Nußdorf-Traisental (Bezirk St. Pölten) können sich Kinder bei Schönwetter als Grabräuber betätigen, während das Museum der Freiwilligen Feuerwehr Leobersdorf (Bezirk Baden) zeigt, wie Menschen aus einem verunfallten Fahrzeug gerettet werden.
Besondere Akzente setzt das VISTA Science Experience Center in Klosterneuburg (Bezirk Tulln), wo Kinder bis 21 Uhr Geheimbotschaften schreiben und sich am Mikroskop ausprobieren können.
Das reguläre Ticket kostet 19 Euro
Das reguläre Ticket kostet 19 Euro und gilt am 3. Oktober von 18 bis 24 Uhr als Eintrittskarte für alle beteiligten Institutionen. Zusätzlich existieren ermäßigte Tickets für 16 Euro (für Schülerinnen/Schüler, Studierende, Seniorinnen/Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener, Ö1-Club-Mitglieder). Für Kinder bis 12 Jahren ist der Eintritt frei.
Außerdem stehen regionale Tickets zur Verfügung. Sie berechtigen zum Besuch regionaler Museen, die in der Regel nicht von den Shuttlebussen angefahren werden. Sie sind für 7 Euro erhältlich. Bis 27. Am Veranstaltungstag sind Tickets sowohl in den teilnehmenden Institutionen als auch am „Treffpunkt Museum“ erhältlich.”
Am St. Pöltner Rathausplatz gibt es mit dem Treffpunkt Museum einen zentralen Sammelplatz
Am St. Pöltner Rathausplatz gibt es mit dem „Treffpunkt Museum“ einen zentralen Sammelplatz für alle Besucherinnen und Besucher. Auch bei der Landesgalerie Niederösterreich in Krems wird es einen „Treffpunkt Museum“ geben. Neben Tickets sind an diesen Plätzen auch Informationsbroschüren zu den Programmangeboten und zu den Bus- und Fußrouten erhältlich. In Wien befindet sich der „Treffpunkt Museum“ am Maria-Theresien-Platz. Die meisten Bus- und Fußrouten nehmen am „Treffpunkt Museum“ ihren Ausgang. In Intervallen von ca. 60 Minuten werden von 18 bis 24 Uhr jene Veranstaltungsorte angefahren, die nicht auf der Fußroute liegen. Fallweise sind auch regionale Shuttlebusse eingerichtet. In St. Pölten, Krems, Nußdorf (Bezirk St. Pölten) und beim Stift Göttweig (Bezirk Krems) gilt das Ticket auch als Fahrschein für die Shuttlebusse. In Wien ist das Ticket auch als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel gültig.””””
„Die Museen Österreichs sind Orte des Gedächtnisses. In dieser Funktion sind sie für eine offene, demokratische Gesellschaft unverzichtbar
Ingrid Thurnher, ORF-Generaldirektorin