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Technik und Wissenschaft

Queen’s University: Studierende reisen zu NASA-Robotics-Wettbewerb

Zehn Studierende der Queen’s University Belfast reisen im Oktober nach Florida, um mit einem selbstgebauten Roboter bei der ersten internationalen Lunabotics-Wettbewerb der NASA und von Caterpillar anzutreten. Das Team qualifizierte sich zuvor durch einen Sieg beim britischen Wettbewerb und vertritt als einziger europäischer Vertreter die Region.

Könnte ein Roboter, den Studierende aus Nordirland in einem Universitätslabor zusammengeschraubt haben, bald auf dem Mond landen? Zehn Mitglieder des Queen’s Propulsion Lab (QPL) machen sich in diesem Monat auf den Weg an die University of Central Florida, um sich mit Universitätsmannschaften aus den Vereinigten Staaten, Australien und Indien zu messen.

Vorbereitung für die Mondmission am Standort Florida

Die internationale Lunabotics-Konkurrenz fordert von den Hochschulteams, die NASA-Systemtechnikprinzipien anzuwenden, um einen Prototypen für die Mondkonstruktion zu entwerfen, zu bauen und zu bedienen. Die Maschinen müssen unter realitätsnahen Bedingungen Mondmaterial ausheben, Hindernisse überwinden und das Material zu einer Schutzwand aufschichten. Jack Fitzpatrick, der an der Hochschule im Fachbereich Maschinenbau promoviert, beschrieb die Nominierung als ein tolles Gefühl und als eine konkrete Gelegenheit, das im Studium Erlernte auf globaler Bühne unter Beweis zu stellen. Neben Fitzpatrick gehören nach Angaben von Engineers Ireland auch Sandro O’Hara, Eoin Conway, Jamie Smith und Alex Dunne zu den nach Florida reisenden Studierenden.

Queen's University: Studierende reisen zu NASA-Robotics-Wettbewerb
Foto: engineersireland.ie

Hinter der Reise stehen hunderte Arbeitsstunden in den Werkstätten und Labors. Die Zehnergruppe teilte sich in drei spezialisierte Bereiche für Software, Elektronik und Mechanik auf. Vor der Abreise testete das Team die autonome Steuerung und die Geländegängigkeit ausgiebig in Simulationen sowie bei einem erfolgreichen Wettbewerb in Milton Keynes, den die Studierenden für sich entscheiden konnten.

Aluminium-Rover und autonome Software im Härtetest

Das Herzstück des Projekts ist ein 52 Kilogramm schweres Fahrzeug mit einem Aluminiumrahmen. Jamie Smith, der als Software-Teamleiter an dem Projekt mitwirkte, erläuterte die Funktionsweise des Rovers. Demnach soll das Gefährt in der Lage sein, sich völlig selbstständig in einem Raum mit simulierten Mondbedingungen zu orientieren, zu einem festgelegten Aushubpunkt zu fahren, dort künstlichen Mondsand aufzunehmen und diesen an einer anderen Stelle wieder abzuladen.

Jack Fitzpatrick sagte laut Yahoo, dass es darum gehe, auf dem Mond autonom zu operieren und Lebensräume für Menschen zu errichten.

Mechanik-Mitstreiter Jack Fitzpatrick betonte, dass der Rover physisch stabil genug gebaut sein muss, um in einer derartigen Umgebung zu überstehen und die nötige Traktion aufzubringen. Die Konstrukteure betonen jedoch, dass es bei dem Wettbewerb nicht nur um den sofortigen Sieg geht. Vielmehr will man eine solide Basis aufbauen, auf der in den kommenden Jahren weiter aufgebaut werden kann, um sich langfristig an der Weltspitze zu etablieren.

Unterstützung durch universitäre Alumni und Sponsoren

Die Finanzierung und organisatorische Absicherung des transatlantischen Projekts stützt sich unter anderem auf den Queen’s Annual Fund, der Spenden von Absolventen der Universität bündelt, um studentische Initiativen und Fachprojekte zu fördern. Eddie Friel, Leiter für Alumni-Engagement und Philanthropie an der Hochschule, hob hervor, dass dieser Fonds es ermögliche, Dutzende studentisch geleitete Vorhaben im Jahr zu unterstützen und das Team als Botschafter für Queen’s zu entsenden.

Caolán Boyle, Leiter der Robotiksparte des Queen’s Propulsion Lab, zeigte sich stolz über die Auswahl durch die Raumfahrtbehörde und das Unternehmen Caterpillar. Auch Dr. Charlie McCartan, akademischer Leiter an der School of Mechanical and Aerospace Engineering, betonte, dass dieser Auftritt der jungen Generation eine echte ingenieurtechnische Praxiserfahrung auf internationalem Parkett biete und die Universität als bedeutendes Zentrum für Raumfahrtsystemtechnik präsentiere.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.