US-Präsident Donald Trump hat auf der Plattform Truth Social eine Umbenennung der strategisch wichtigen Straße von Hormus nach sich selbst ins Spiel gebracht, wie unter anderem Web.de und Bild übereinstimmend berichten. Jetzt, da wir sie unter US-amerikanischer Kontrolle haben, sollten wir den Namen Hormus-Straße in TRUMP-STRASSE ändern???
, fragte Trump in seinem Beitrag und fügte hinzu, die Wasserstraße wäre dann wie Amerika selbst heißer denn je zuvor
.
Donald Trump schlägt Umbenennung der Straße von Hormus vor
Der Vorschlag reiht sich in eine Reihe von Vorstößen des US-Präsidenten ein, geografische Orte umzubenennen oder zu beanspruchen. So ordnete er kürzlich an, den Ontariosee in Amerikasee
umzubenennen, und hatte zuvor bereits den Golf von Mexiko zum Golf von Amerika
erklärt. Kanada und Mexiko lehnen diese Umbenennungen ab. Im Fall der Straße von Hormus veröffentlichte Trump zudem eine Karte, auf der die Meerenge als New U.S. Territory
(neues US-Gebiet) gekennzeichnet ist. Bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat New York bekräftigte er seine Absicht, die Meerenge nach einem Sieg über den Iran zum US-Territorium zu erklären.
Geografische Gegebenheiten und völkerrechtliche Realitäten
Wie die Nachrichtenportale Welt.de und taz.de hervorheben, blieben nähere Angaben zur Umsetzung von Trumps Plänen unklar. Die Machtverhältnisse und geografischen Gegebenheiten vor Ort stellen sich anders dar: Der Iran hat Hoheitsgewässer an der Nordseite und der Oman an der Südseite der Meerenge. An ihrer schmalsten Stelle misst die Straße von Hormus lediglich etwa 39 Kilometer. Da sowohl der Iran als auch der Oman eine Zwölf-Seemeilen-Zone beanspruchen, überschneiden sich die Hoheitsgewässer beider Anrainer, sodass in diesem Bereich keine internationalen Gewässer existieren.

Die Regierung in Teheran wies die US-Pläne entschieden zurück. Die Straße von Hormus gehörte Iran, gehört Iran und wird Iran gehören
, erklärte der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X, wie die taz.de berichtet. Der Iran betonte zudem, dass die Meerenge nur auf Befehl aus Teheran geöffnet oder geschlossen werde.
Bedeutung für den Welthandel und den Iran-Krieg
Die Straße von Hormus ist eine der weltweit zentralsten Handelsrouten für den globalen Handel mit Öl, Gas und Düngemitteln. Seit Beginn des am 28. Februar gestarteten Iran-Krieges hat Teheran die Meerenge durch Drohungen und Angriffe auf zivile Schiffe weitestgehend blockiert. Die Vereinigten Staaten verhängten im Gegenzug eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Infolge dieser Blockaden schossen die Ölpreise weltweit massiv in die Höhe.
Die durch den Krieg gestiegenen Spritpreise setzen US-Präsident Trump und die Republikaner im eigenen Land vor den anstehenden Kongresswahlen Anfang November unter Druck. Während die US-Regierung ungeachtet der iranischen Einschränkungen wiederholt behauptet, die Straße von Hormus stehe unter US-Kontrolle, verhandeln der Iran und der Oman parallel über technische Schifffahrtsregeln in der Region. Ein Abkommen stand zuletzt jedoch noch aus.
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