US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag während der UN-Vollversammlung in New York erklärt, dass seine Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ein dreistündiges Treffen mit iranischen Vertretern abgehalten haben. Die Gespräche fanden parallel zu scharfen Drohungen Washingtons statt, während der Iran-Krieg im siebten Monat andauert.
Steve Witkoff und Jared Kushner in New York
Am Rande der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag überraschend Details zu direkten Kontakten mit Teheran bekannt gegeben.
Drei Stunden Diplomatie im Schatten scharfer Drohungen
Das streng vertraulich arrangierte Treffen begann am Dienstagvormittag gegen 10:00 Uhr Ortszeit. Es lief exakt in jenem Zeitfenster, in dem Trump vor den versammelten Staats- und Regierungschefs das Podium betrat. In seiner Rede stellte der US-Präsident Teheran vor die Wahl zwischen einem umfassenden Abkommen und der Zerstörung.
US-Präsident Donald Trump erklärte (zitiert über The New York Post), sie hätten ein sehr gutes und sehr produktives Treffen gehabt, und ein weiteres sei für die sehr nahe Zukunft angesetzt.
Masoud Pezeshkian und Abbas Araghchi in New York
Trump selbst betonte kurz nach dem Treffen im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dass ein Abkommen im ureigenen Interesse Teherans liege.

Globale Lasten und Stagnation im siebten Kriegsmonat
Die diplomatischen Kontakte finden vor dem Hintergrund einer militärischen und wirtschaftlichen Belastungsprobe statt. Der Konflikt, den die USA Ende Februar gestartet hatten, dauert inzwischen rund sieben Monate an und hat die globale Wirtschaft sowie die Energiemärkte nachhaltig erschüttert. Reuters hob in einer Analyse hervor, dass der von Washington angestrebte Stopp des iranischen Atomprogramms trotz früherer Angriffe nicht wie verkündet erreicht wurde. Während Teheran militärisch und wirtschaftlich unter Druck steht, setzt das Land weiterhin auf Blockaden in der Straße von Hormus. Zusätzlichen Rückhalt erhielt Teheran jüngst durch die jemenitischen Huthi-Milizen, die im Roten Meer Schlüsselpositionen eingenommen und den globalen Schiffsverkehr weiter verknappt haben (U.S. News & World Report).
Aaron David Miller zum Nahostkonflikt
Europäische und asiatische Partner haben weitgehend abgelehnt, sich an dem von den USA ohne Konsultationen begonnenen Militäreinsatz zu beteiligen. Aaron David Miller, ein ehemaliger Berater für Nahostpolitik, brachte die Lage in der Berichterstattung von U.S. News & World Report mit den Worten auf den Punkt: „We are seeing what happens when a president launches a war of choice without anticipating the unintended consequences.“ Auch US-Präsident Donald Trump sah sich mit steigenden Benzinpreisen im Inland sowie niedrigen Zustimmungswerten konfrontiert, während im November anstehende Midterm-Wahlen die Kontrolle der Republikanischen Partei über den Kongress gefährden. Neben den Gesprächen in New York kündigte Trump im Weißen Haus an, dass verschiedene Staaten darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. Die Gespräche drehten sich dabei zunächst um die Öffnung der Straße von Hormus, während eine spätere Phase die Denukleizerung des Irans umfassen solle.”

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