US-Präsident Donald Trump hat am 30. Oktober 2026 kurz vor den Kongresswahlen überraschend zwei Wahlkampfauftritte in Kansas und Iowa abgesagt. Stattdessen setzt das RNC auf virtuelle Telerallyes in fast 20 Bundesstaaten, während die Republikaner in den landesweiten Umfragen unter Druck geraten.
Absage der Wahlkampfauftritte in Kansas und Iowa
US-Präsident Donald Trump hat seine Reisepläne für die letzten Tage vor den anstehenden Zwischenwahlen zum Kongress am 3. November 2026 kurzfristig umgeworfen. Das Organisationsgremium der Republikanischen Partei, das Republican National Committee (RNC), teilte am Donnerstag mit, dass die für das Wochenende geplanten Auftritte in Kansas und Iowa gestrichen wurden.
Offiziell begründete das RNC die Streichungen damit, dass sich die Republikaner in diesen beiden Bundesstaaten in einer starken Position befinden und ein persönlicher Besuch des Präsidenten dort nicht mehr erforderlich sei. Beobachter und Medienberichte ordnen den Schritt jedoch in einen breiteren Kontext ein: Umfragen sehen die Republikaner kurz vor den Midterms in einem Umfragetief, und eine mögliche Einbuße der Mehrheiten im Repräsentantenhaus und Senat steht im Raum.
Umstellung auf virtuelle Telerallyes durch das RNC
Anstelle der physischen Kundgebungen vor Ort verlegt der US-Präsident seinen Wahlkampfendspurt in den digitalen Raum. Das RNC kündigte an, dass Trump eine große Anzahl virtueller Telerallyes in zahlreichen Bundesstaaten abhalten wird.

Statt der sonst üblichen rund 90-minütigen Auftritte vor Publikum absolviert Trump nun einen intensiven Telefon-Sprint.
Wähler im ganzen Land wollen vor dem Wahltag von Präsident Trump hören, und dieser 72-Stunden-Endspurt wird in den letzten Tagen ein enormer Auftrieb sein.
Diese virtuellen Veranstaltungen sollen Anhänger in fast 20 Bundesstaaten erreichen, darunter auch umkämpfte Regionen mit hart umkämpften Senatsrennen wie Michigan, Texas und Alaska. Trumps allerletzte Wahlkampfveranstaltung vor dem Wahltag am Dienstag ist stattdessen für den Freitag in Florida angesetzt.
Kritik aus der Landwirtschaft und Streit um den Wahlkampfverlauf
Die Bundesstaaten Kansas und Iowa sind stark von der Landwirtschaft geprägt, wo der Druck infolge politischer Entscheidungen und internationaler Handelsfragen hoch ist. Ashley Hinson, eine republikanische Senatskandidatin in Iowa, kritisierte zuletzt unter anderem die hohen Spritkosten und den Umgang der Regierung mit Rindfleischzöllen.
Die angespannte Stimmung im Lager der Republikaner zeigte sich auch bei Trumps Rückkehr nach Washington aus South Carolina.
Trump legte nach und fügte hinzu: Ich fühle mich großartig. Du bist widerlich. Bring dich mal in Form, du siehst furchtbar aus
. Unabhängig von den Wortwechseln richtet sich der Fokus nun vollständig auf den Ausgang der Kongresswahlen am 3. November, bei denen die Wähler über die künftige Machtverteilung in Washington entscheiden.

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