Am 12. September 2026 nutzte Terry Strada die jährliche Gedenkfeier zum 11. September in New York City für eine scharfe Kritik an Saudi-Arabien und der US-Regierung. Vor den Augen führender Politiker forderte sie Konsequenzen für die Rolle des Königreichs bei den Terroranschlägen vor 25 Jahren und warf Washington fortgesetzten Verrat vor.
Die nationale Vorsitzende der Vereinigung 9/11 Families United äußerte sich während der traditionellen Verlesung der Namen am Ground Zero zu den historischen Hintergründen der Anschläge von 2001. An der Gedenkfeier nahmen neben den früheren US-Präsidenten George W. Bush, Barack Obama und Joe Biden auch Vizepräsident JD Vance teil, der die Rede der Witwe direkt verfolgte berichtet das Medium FOX 5 New York.
Vorwürfe an Saudi-Arabien und Kritik an US-Präsidenten
Terry Strada, deren Ehemann Tom Strada als Bond-Makler bei Cantor Fitzgerald im Nordturm des World Trade Centers ums Leben kam, konfrontierte die Anwesenden mit der Frage, wie nach einem Vierteljahrhundert noch immer keine Gerechtigkeit für die Mordopfer erreicht sei laut Angaben von NBC New York. Fünfzehn der insgesamt 19 Attentäter des 11. September waren saudische Staatsbürger gewesen.
Sie warf aufeinanderfolgenden US-Regierungen vor, Beweise zurückgehalten und gemachte Versprechen gebrochen zu haben, was sie als one betrayal after another
bezeichnete.
Der direkte Appell an Vizepräsident JD Vance
Da Präsident Donald Trump die Gedenkfeier am Pentagon in Washington besuchte, wandte sich Strada direkt an den anwesenden Vizepräsidenten.

Terry Strada forderte den Vizepräsidenten auf, diese Botschaft weiterzutragen, an der Seite der Familien, der Überlebenden und der Amerikaner zu stehen, und betonte, wie ihr Ehemann Tom gesagt hätte, dass dies immer das Richtige sei.
Auch der US-Handelsminister Howard Lutnick, der am Tag der Anschläge das betroffene Unternehmen Cantor Fitzgerald geleitet hatte, zeigte sich unterstützend berichtet die New York Post.
Juristische Fortschritte und das Verfahren vor Bundesgericht
Die scharfen Worte fallen in eine Phase neuer rechtlicher Entwicklungen. Im August 2025 lehnte Richter George Daniels vom Bundesbezirkshof für den südlichen Bezirk von New York einen Antrag der saudischen Regierung auf Abweisung der Zivilklage ab meldet NBC New York. Der Richter befand, dass die Beweise ausreichen, um den Fall vor Gericht zu verhandeln.

Das Verfahren stützt sich unter anderem auf Erkenntnisse zu Kontakten zwischen den saudischen Staatsangehörigen Omar al-Bayoumi und Fahad al-Thumairy und ersten Attentätern. Laut den Gerichtsakten soll Bayoumi den Hijackern finanzielle und organisatorische Hilfe geleistet haben, als diese in Kalifornien ankamen.
Forderungen nach Freigabe von Geheimakten
Neben Terry Strada nutzten auch weitere Angehörige die Veranstaltung für politische Appelle.
Während die offizielle Untersuchungskommission im Abschlussbericht von 2004 keine institutionelle Finanzierung von Al-Qaida durch die saudische Regierung feststellen konnte, bleibt das Verhältnis zwischen den Opfern und den politischen Entscheidungsträgern durch diese ungelösten Fragen und die neuen gerichtlichen Schritte stark belastet.
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