Am vierten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga hat der SC Austria Lustenau dem SK Sturm Graz in der Merkur-Arena ein 1:1-Unentschieden abgetrotzt. Dominik Weixelbraun brachte die Gäste am Samstag früh in Führung, ehe Seedy Jatta per Elfmeter den Ausgleich für den amtierenden Vizemeister erzielte.
Der SK Sturm Graz hat am Samstagabend den Sprung an die Tabellenspitze der ADMIRAL Bundesliga verpasst. Der Titelmitfavorit kam gegen den Aufsteiger SC Austria Lustenau nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Für Sturm Graz ging es in der vierten Runde der ADMIRAL Bundesliga um wichtige Zähler, und mit einem Heimsieg gegen die Vorarlberger hätten die Steirer zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen können. Die Mannschaft von Cheftrainer Fabio Ingolitsch ging mit viel Selbstvertrauen in die Partie; Sturm war vor der Begegnung seit 16 Bundesliga-Spielen ungeschlagen und wollte diese Serie auch gegen den Aufsteiger prolongieren.
Gegen Austria Lustenau sprach die Statistik vor dem Anpfiff klar für die Grazer: Acht Mal waren die Vorarlberger bislang in Graz zu Gast – acht Mal ging Sturm als Sieger vom Platz. Insgesamt trafen die beiden Teams bisher 21 Mal aufeinander, dabei holte Sturm 20 Siege und ein Unentschieden. Nach einer Woche ohne internationales Pflichtspiel konnte sich die Mannschaft erstmals seit längerer Zeit voll auf die Bundesliga konzentrieren. Rund um die Partie in Liebenau wartete ein umfangreiches Programm auf die Besucher, darunter eine Fan Zone am Stadionvorplatz mit Verpflegung und Unterhaltung sowie eine Autogrammstunde.
Daniil Khudyakov und Ammar Helac
Bereits vor Anpfiff gab es jedoch eine kalte Dusche für die Grazer: Der in den vergangenen Wochen so starke Schlussmann Daniil Khudyakov musste angeschlagen passen, für ihn rückte Ammar Helac zwischen die Pfosten. Die zweite kalte Dusche folgte in der zehnten Minute. Die Gäste aus Vorarlberg präsentierten sich zu Beginn griffig und spielten gleich mutig nach vorne. Der Aufsteiger holte zunächst mehrere Eckbälle heraus, ehe Soares eine perfekte Flanke von links in den Strafraum schlug. Dominik Weixelbraun stieg im Zentrum hoch und köpfte den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck zum 0:1 (10.).
Szymon Wlodarczyk und Seedy Jatta
Sturm hatte danach zwar deutlich mehr Ballbesitz, tat sich gegen die kompakte Defensive des Aufsteigers aber schwer, gefährlich ins letzte Drittel zu kommen. Lustenau verteidigte konsequent und blieb über Umschaltsituationen gefährlich. Die Grazer steigerten sich mit zunehmender Spieldauer und kamen ab der 20. Minute häufiger in aussichtsreiche Positionen. Wlodarczyk konnte eine Hereingabe nicht kontrollieren, Jatta setzte einen Abschluss deutlich über das Tor und Hödl traf nach einem starken Haken nur das Außennetz.

Die beste Möglichkeit hatte Sturm in der 37. Minute: Hödl leitete den Angriff ein, Soglo brachte den Ball gefährlich zur Mitte und nach einer weiteren Kombination kam Seidl zum Flachschuss. Gmeiner war jedoch hellwach und kratzte den Ball von der Linie. Trotz der zunehmenden Sturm-Dominanz blieb Lustenau bis zur Pause gefährlich. Der Aufsteiger kam immer wieder zu Gegenstößen und zwang Sturm damit, bei Ballverlusten aufmerksam zu bleiben, während der Vizemeister offensiv zu harmlos blieb.
Nelson Weiper und Dion Kacuri
Sturm bestritt die zweite Hälfte mit Nelson Weiper anstelle des blassen Szymon Wlodarczyk. Der Aufsteiger aus Vorarlberg blieb auch nach dem Seitenwechsel gefährlich und kam dem zweiten Treffer nahe. Zunächst scheiterte Kacuri mit einem Distanzschuss, ehe Weixelbraun nach Afrifa-Zuspiel mit einem zu zentralen Schuss in Helac seinen Meister fand. Nach einer weiteren Topchance durch Dion Kacuri, der alleine vor Helac verstolperte, wurden die Grazer dann doch ins Spiel zurückgeholt.
Julian Weinberger und Domenik Schierl
Der VAR holte Julian Weinberger nach einem Handspiel von Gmeiner raus an den Monitor. Die Entscheidung lautete Elfmeter für Sturm Graz. Seedy Jatta übernahm die Verantwortung und verwandelte cool zum 1:1-Ausgleich (65.). Doch der Treffer beflügelte die Grazer nicht so richtig, und Chancen blieben Mangelware. Mitten in dieser schwachen Phase der Grazer blieben die Gäste weiter aktiv. Am Ende stand deshalb das gerechte 1:1, wobei Lustenau-Tormann Domenik Schierl in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit Rot sah.
Auch interessant