Nach mehr als zweistündigen Verhandlungen im Hillsborough Castle ohne Einigung zu Ende gegangen sind am Donnerstag Gespräche über den umstrittenen Drumcree-Marsch in Nordirland. Nach Angaben von Sir Chris Bryant, ist damit das Ende dieser Gesprächsrunde erreicht, obwohl seine Tür offen bleibt.
Nach Angaben von Sir Chris Bryant wurde bei dem Treffen in Hillsborough Castle kein fester Kompromiss erzielt. Sir Chris Bryant sagte, dass man zu keiner geregelten Einigung gelangt sei und dies schade, seine Tür jedoch offen bleibe.
Gescheiterte Verhandlungen im Schloss
An den Gesprächen nahmen Vertreter des Oranier-Ordens sowie die Garvaghy Road Residents Coalition teil. Breandán Mac Cionnaith, der Vorsitzende der Anwohnerinitiative, erklärte nach dem mehr als zweistündigen Austausch, es habe kein aufeinander Zugehen gegeben, und bezeichnete den bisherigen Prozess als beendet. Die Delegation des Oranier-Ordens, zu der auch der Portadown District Master Nigel Dawson und der als rechtlicher Berater tätige loyalistische Aktivist Jamie Bryson gehörten, äußerte sich vor den Toren des Schlosses nicht gegenüber Journalisten.
Sir Chris Bryant erklärte, dass man zu keiner geregelten Einigung gelangt sei und dies schade, seine Tür jedoch offen bleibe.
Streit um den traditionellen Marsch
Der Streit betrifft den traditionellen Marsch des Oranier-Ordens. Am vergangenen Sonntag hatte eine Demonstration von der Drumcree-Kirche wegen eines großen Protests auf der überwiegend nationalistischen Garvaghy Road nicht stattfinden können. Protestierende hielten sich laut den Berichten weiterhin dort auf, wenn auch in deutlich geringerer Zahl, während der Oranier-Orden eine Präsenz an der rund eine Meile entfernten Drumcree-Kirche aufrechterhielt.
Sowohl der Oranier-Orden als auch die Anwohnerkoalition hatten am Mittwoch in getrennten Treffen mit dem Minister ein Diskussionspapier erhalten. Nigel Dawson betonte, dass es sich bei dem Papier um kein konkretes Vorschlagswerk gehandelt habe. Breandán Mac Cionnaith erklärte hingegen, seine Gruppe wäre bereit gewesen, dem Dokument zuzustimmen, falls der Oranier-Orden dies ebenfalls getan hätte, während die Vertreter des Oranier-Ordens erklärten, ihre Position zu dem Marsch habe sich nicht verändert.
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