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Unternehmen

Streit um Warner-Brothers-Deal: Filmstudio Paramount zieht offenbar aus Hollywood weg – n-tv.de

Paramount plant die Verlagerung seines Sitzes aus Kalifornien, um Wettbewerbsklagen gegen die geplante Übernahme von Warner Brothers zu umgehen. Der Deal mit einem Volumen von 111 Milliarden Dollar könnte bis Juni 2027 abgeschlossen werden, droht aber mit Strafen bei Verzögerungen.

Der Unterhaltungskonzern Paramount plant laut Medienberichten die Verlagerung seines Hauptstandorts aus Kalifornien, um Wettbewerbsklagen gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers zu umgehen. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem das Online-Portal Puck und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Der Konzern erwägt, Jobs im Film- und TV-Bereich in Bundesstaaten wie Tennessee, Georgia und Texas zu verlagern, die von der Republikanischen Partei dominiert werden.

Paramounts Pläne zur Verlagerung aus Hollywood

Der Paramount-Chef David Ellison erwähnte einen fünf Jahre lang geplanten Standortwechsel, bei dem der Großteil der Arbeitsplätze in Kalifornien verlegt werden könnte. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könnte auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden. Die potenziellen neuen Standorte liegen in Bundesstaaten, die traditionell eine niedrigere Steuerlast und weniger regulatorische Einschränkungen versprechen. Dies entspricht einem Trend, den auch Unternehmen wie Tesla in den letzten Jahren verfolgten.

Wettbewerbsklagen und rechtliche Konsequenzen

Paramount hat zusätzliche Zahlungen von 650 Millionen Dollar pro Quartal an Warner-Aktionäre zugesagt, falls die Übernahme bis Ende September 2026 nicht abgeschlossen ist. Dies könnte zu insgesamt 1,3 Milliarden Dollar mehr Kosten führen. Die Unternehmen haben eine Frist bis zum 4. Juni 2027 festgelegt, um die Übernahme abzuschließen. Verstreicht sie, kann Warner Brothers den Deal aufkündigen und eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar kassieren.

Finanzielle und strategische Risiken

Die geplante Übernahme von Warner Brothers hat einen Wert von 111 Milliarden Dollar (rund 96 Milliarden Euro). Paramount hat den Deal vorerst ausgesetzt, nachdem die Wettbewerbsklagen eingereicht wurden.

Die geplante Umstellung spiegelt einen Trend wider, bei dem Unternehmen in Regionen mit günstigeren Rahmenbedingungen ansiedeln.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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