Ein Amoklauf an einer weiterführenden Schule im südphilippinischen South Cotabato hat am Freitag, den 18. September 2026, mindestens drei Menschenleben gefordert, darunter das des 16-jährigen mutmaßlichen Schützen. Acht weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, als der Jugendliche in einem Klassenzimmer das Feuer eröffnete, bevor er sich selbst tötete.
Bluttat an der Banga National High School in South Cotabato
Die Tragödie ereignete sich am Freitagmittag an der Banga National High School in der Stadt Banga in der südphilippinischen Provinz South Cotabato. Nach Angaben von Ort bürgermeister Albert Palencia hatte der mutmaßliche Täter zuvor unauffällig gewirkt und im Beisein von Mitschülern eine erschreckende Ankündigung gemacht.
Albert Palencia, Bürgermeister von Banga, erklärte gegenüber Reuters, der Verdächtige habe sich angeblich neben seine Freunde gesetzt und ihnen gesagt, sie sollten nach Hause gehen, da er nach dem Mittagessen seinen Plan ausführen werde, wobei seine Freunde gelacht hätten, weil der Schütze als Scherzkeks bekannt gewesen sei.
Doch nach der Mittagspause verwandelte sich die Drohung in blutige Realität. Der 16-Jährige verließ sein eigenes Klassenzimmer der 9. Jahrgangsstufe, drang in einen Nebenraum ein und feuerte wahllos auf die anwesenden Jugendlichen nach Angaben von Bürgermeister Palencia gegenüber dem Sender DZBB. Der Schütze traf zahlreiche Schüler, bevor er sich das Leben nahm.
Widersprüchliche Opferzahlen und der Zustand der Verletzten
Wie in den ersten Stunden nach solchen Großeinsätzen üblich, wuchsen und schwankten die Angaben zu den Opferzahlen erheblich, bis offizielle Stellen genaue Überprüfungen vornahmen. Während Nachrichtenagenturen und regionale Beobachter zunächst unterschiedliche Gesamtzahlen nannten, bestätigten das Department of Social Welfare and Development sowie die Kommunalbehörden das Ausmaß der Gewalt. So erklärte Rolly Doane Aquino, ein provinzieller Katastrophenschutzbeamter in der Provinz South Cotabato, dass drei Menschen getötet und sechs weitere nach der Schießerei ins Krankenhaus eingeliefert worden seien, während andere Stellen von bis zu acht Verletzten sprachen.
Insgesamt wurden neben den Toten zahlreiche Schüler medizinisch versorgt. Mindestens acht Personen erlitten Verletzungen, wobei vier der Opfer in kritischem Zustand in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Alle betroffenen Jugendlichen waren zwischen 14 und 17 Jahre alt wie Bürgermeister Albert Palencia bestätigte. Ein Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde gab zudem an, dass zwei der Getöteten Schüler waren.
Waffenherkunft und die Debatte um die Sicherheit an Schulen
Ermittlungen zur Tatwaffe brachten besorgniserregende Details ans Licht. Der Jugendliche hatte offenbar einen Tresor aufgebrochen, in dem die Schusswaffe aufbewahrt wurde, und sie mit auf das Schulgelände genommen berichtet der Sender CBC unter Berufung auf Polizeikreise und lokale Behörden.
Gouverneur Reynaldo Tamayo betonte angesichts des Verbrechens die dringende Verantwortung von Waffenbesitzern und warnte vor der Illusion lückenloser Bewachung.
Reynaldo Tamayo, Gouverneur von South Cotabato, betonte gegenüber Reuters, dass wir bei der Aufbewahrung von Schusswaffen verantwortlich sein müssten und insbesondere Waffenbesitzer sicherstellen müssten, dass Minderjährige keinen Zugang zu ihnen haben.
Tamayo fügte hinzu, dass Schulen angesichts tausender Lernender kaum durch wenige Sicherheitskräfte geschützt werden könnten und forderte ein geschlossenes Vorgehen von Eltern und Staat, während er erklärte, man könne nicht erwarten, dass eine Handvoll Sicherheitspersonal Tausende von Schülern überwache, und man zusammenarbeiten müsse, da dies sonst sehr schwer zu bewältigen sei. Bezüglich der Sicherheitslage im Ort erklärte er zudem, er und seine Mitbürger versuchten derzeit sicherzustellen, dass die Lage stabil und der Vorfall unter Kontrolle sei.
Eine besorgniserregende Serie von Gewalttaten an philippinischen Schulen
Schulshootings waren in den Philippinen über lange Zeit hinweg äußerst selten, doch das aktuelle Verbrechen reiht sich in eine unheilvolle Serie ein, die das Land seit Juni erschüttert wie unter anderem Al Jazeera und die Daily Mail berichten.

- Juni 2026: Bei einem Angriff an einer öffentlichen Oberschule in Tacloban in Zentral-Philippinen, bei dem zwei Mitschüler das Feuer eröffneten, wurden mindestens drei Schüler getötet und rund 20 weitere verletzt.
- August 2026: Ein Schüler in Zamboanga im Süden des Landes tötete einen anderen Mitschüler in einem Klassenzimmer und livestreamte die Tat, bevor er sich selbst das Leben nahm.
- September 2026: Die Bluttat an der Banga National High School in South Cotabato markiert nun das dritte blutige Schulattentat innerhalb weniger Monate.
Zwar verfügt der Inselstaat über relativ strenge gesetzliche Regulierungen für den legalen Waffenbesitz, die Hintergrundüberprüfungen und psychologische Evaluierungen vorschreiben wie offizielle Vorgaben belegen, doch nach wie vor befindet sich eine erhebliche Anzahl illegaler Schusswaffen im Umlauf.
Ermittlungen zu Online-Netzwerken und staatliche Reaktionen
Die Hintergründe der Tat geben den Ermittlern weiter Rätsel auf. Gouverneur Tamayo erklärte, dass Gespräche mit dem besten Freund des Schützen den Verdacht genährt hätten, dass der 16-Jährige Mitglied einer Internet-Community mit Bezug zu Gewalt und Kriminalität gewesen sein könnte — konkret sprach Tamayo von einer Mitgliedschaft in einer „true crime community“, deren Aussagen nun von den Behörden untersucht werden berichtete die Daily Mail über die Aussagen der regionalen Behörden.

Das Bildungsministerium kündigte an, eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Spezialisierte Sozialarbeiter wurden in die Region entsandt, um betroffenen Schülern, Lehrkräften und Familien psychologische Betreuung anzubieten, während der Unterricht an der betroffenen Schule vorerst ausgesetzt bleibt.