Das Parlament auf Urlaub, die Politik auf Sparflamme, weite Teile des Landes noch in den Sommerferien – am Donnerstag blieb deshalb die am Vorabend verkündete Rückkehr des abtrünnigen Prinzen Harry und seiner Familie Thema Nummer Eins auf allen Kanälen.
Begleitet von einem neuen Essay über sein Geburtsland und Vorbereitungen auf den Remembrance Day betonte er seine Verbundenheit, während Herzogin Meghan sich der Eingewöhnung der Kinder widmet.
Öffentlicher Auftritt in London und erste Worte auf britischem Boden
Bei den erstmals veranstalteten Invictus Spirit Gala Awards in London absolvierte Prinz Harry seinen ersten öffentlichen Auftritt seit der Rückkehr in sein Heimatland. Gegenüber dem US-Magazin „People“ zeigte er sich bestens gelaunt und beantwortete die Frage nach seinem Befinden mit klaren Worten. Am Donnerstagabend absolvierte Prinz Harry (42) seinen ersten öffentlichen Auftritt seit der Rückkehr nach Großbritannien. Der Herzog von Sussex war Gast bei den erstmals verliehenen Invictus Spirit Gala Awards in London. Gegenüber dem US-Magazin „People“ zeigte er sich bestens aufgelegt. Auf die Frage nach seinem Befinden erwiderte er:
„Gut. Es ist schön, wieder auf britischem Boden zu sein.“
Prinz Harry, via mail.freenet.de
Mit einem Lächeln begrüßte der Prinz Freunde und Förderer der Invictus-Bewegung. Zu den prominenten Gästen der Abendveranstaltung zählte unter anderem auch DJ Sonique, die gegenüber dem US-Magazin erklärte, wie erfreut sie über die Anwesenheit des Prinzen war. Es ist schön, ihn wieder hier zu haben
, erklärte sie gegenüber „People. Harry habe früher ihre Auftritte beim Cartier Queen's Cup besucht, einem jährlichen Poloturnier.
Er hat von damals erzählt, als wir jünger waren und Party gemacht haben. Wir hatten viel Spaß.“ Das Treffen bot Raum für Erinnerungen an gemeinsame Zeiten in jüngeren Jahren, in denen Harry unter anderem Auftritte beim Cartier Queen’s Cup besucht hatte.
Familiensituation und schulischer Neuanfang in England
Die Familie war am 26. August in England eingetroffen, exakt eine Woche nachdem die längerfristige Rückkehr der Sussexes bekannt geworden war. Seither hatte sich das Paar aus der Öffentlichkeit zurückgehalten. Während Prinz Harry öffentliche Termine wahrnimmt, bleibt Herzogin Meghan vorerst an der Seite der Kinder. Laut Insidern widme sie sich derzeit der Eingewöhnung der gemeinsamen Kinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5). Beide besuchen seit diesem Monat erstmals eine Schule in Großbritannien. Herzogin Meghan (45) war nicht an der Seite ihres Mannes.
Trotz des Umzugs bleibt der offizielle Status der Familie unverändert. Mit dem Umzug ist jedoch keine Rückkehr in royale Pflichten verbunden. König Charles hatte am 7. September über den Lord Chamberlain, Lord Benyon, ein Schreiben versenden lassen, das den Status des Paares klarstellt. Harry und Meghan seien demnach keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie mehr
. Ihre Position werde weiterhin respektiert, einschließlich der persönlichen Freiheiten in Bezug auf finanzielle Unabhängigkeit und den Schutz ihrer Privatsphäre. Das Fazit des Briefes: Die Stellung der beiden entspreche der von Privatpersonen mit kommerziellen und wohltätigen Interessen.
Reflexionen zum Remembrance Day und die Zukunft der Invictus Games
Zeitgleich mit seiner Ankunft veröffentlichte Prinz Harry einen bewegenden Essay im Vorfeld des Remembrance Day, in dem er seine tiefe Verbundenheit mit England zum Ausdruck bringt. Seit 2020 lebt Prinz Harry (41) bekanntermaßen mit Herzogin Meghan (44) und den Kindern Archie (6) und Lilibet (4) in Kalifornien. Vor dem Remembrance Day am 11. November, dem britischen Gedenktag für Veteranen, hat der Royal jetzt emotionale Worte für sein Geburtsland gefunden. In den aus dem Magazin zitierten Passagen betont er, dass Großbritannien das Land ist, für das er stolz gedient und gekämpft habe:

„Auch wenn ich derzeit in den Vereinigten Staaten lebe, ist und bleibt Großbritannien das Land, für das ich stolz gedient und gekämpft habe“
Prinz Harry, via gmx.at
Der Herzog von Sussex beschreibt in seinen Zeilen die typischen Facetin des britischen Lebens, die er schätzt – von den Scherzen in der Kantine und im Pub bis hin zu den Tribünen. Weiter beschreibt der Sohn von König Charles III. (76), was er an England schätzt: Die Scherze in der Kantine, im Clubhaus, im Pub, auf den Tribünen – so lächerlich das auch klingen mag, das sind die Dinge, die uns zu Briten machen. Ich entschuldige mich nicht dafür. Ich liebe es.
Mit Blick auf den Gedenktag für Veteranen am 11. November hebt er hervor, dass es bei dem Feiertag nicht um die Verherrlichung von Krieg geht, sondern um die Anerkennung des Preises, den Menschen gezahlt haben. Auch mit Blick auf den Remembrance Day findet Harry ergreifende Worte: Jedes Jahr im November wird die Welt für einen Moment stiller. Wir halten inne, gemeinsam, um zu gedenken
, schreibt er. Bei dem Feiertag ginge es nicht um die Verherrlichung von Krieg, sondern um die Anerkennung des Preises, den Menschen dafür gezahlt haben:

„Leben, die sich für immer verändert haben, und die Lektionen, die durch unvorstellbare Opfer bezahlt wurden.“
Prinz Harry, via gmx.at
Diese militärische Verbundenheit prägt auch sein Engagement für die Invictus Games, die nach paralympischem Vorbild verwundete und erkrankte Soldatinnen und Soldaten unterstützen. Harrys Verbundenheit mit dem Militär kommt nicht von ungefähr: Von 2005 bis 2015 diente er selbst in der britischen Armee, war zweimal in Afghanistan im Einsatz. Später rief er die Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen ins Leben. Die neuen Awards würdigen Organisationen, die die internationale Gemeinschaft rund um die Invictus Games gefördert haben. Bei dem Sportwettbewerb nach paralympischem Vorbild messen sich verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen und Soldaten. Für Harry bedeutete der Abend auch ein Wiedersehen mit Freunden und Weggefährten, die seit der Gründung vor zwölf Jahren dabei sind. Das Turnier wurde von den Warrior Games in den USA inspiriert. Die Invictus Games finden alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt, die nächste Austragung ist 2027 im englischen Birmingham geplant.
Daneben hat das britische Königshaus bekannt gegeben, dass Prinzessin Kate (43) in der kommenden Woche die königliche Familie beim Gedenkgottesdienst zum Waffenstillstandstag im National Memorial Arboretum in Alrewas vertreten wird. Dort gibt es am 11. November um 11:00 Uhr eine Schweigeminute. Kate wird außerdem einen Kranz niederlegen, um der Angehörigen der Streitkräfte zu gedenken, die in Konflikten ihr Leben verloren haben, wie die „Daily Mail“ berichtet.