Sir Ian Wood, einer der einflussreichsten Wirtschaftsführer und reichsten Persönlichkeiten Schottlands, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Wie seine Familie bekannt gab, starb der in Aberdeen geborene Unternehmer friedlich zu Hause im Kreise seiner Angehörigen. Wood war maßgeblich am Aufstieg der Nordsee-Ölindustrie beteiligt und hinterlässt ein Erbe aus unternehmerischem Erfolg und umfangreichem philanthropischem Engagement.
Vom Familienbetrieb zum globalen Energiedienstleister
Die berufliche Laufbahn von Sir Ian Wood begann 1967, als er die Leitung des Familienunternehmens übernahm, das ursprünglich als Bootswerft für die Reparatur von Fischereifahrzeugen gestartet war. In den folgenden Jahrzehnten gründete er ein separates Engineering-Unternehmen, um den Bedarf der schnell wachsenden Ölindustrie in der Nordsee zu decken. Unter seiner Führung entwickelte sich die bbc.com zu einem globalen Akteur für Engineering und Beratung in der Energiebranche.
Das Unternehmen erreichte eine Bewertung von über 5 Milliarden Pfund und ist heute weltweit tätig mit rund 35.000 Mitarbeitern. Wood fungierte fast 40 Jahre lang als Chief Executive und ging 2006 in dieser Rolle in den Ruhestand. Später trat er 2012 von seinem Posten als Chairman der Gruppe zurück. Das Unternehmen ging im Jahr 2002 an die Börse und wurde im vergangenen Jahr an ein Unternehmen aus Dubai verkauft.
Philanthropie und gesellschaftliches Engagement
Nach seinem Rückzug aus der operativen Geschäftsführung konzentrierte sich Sir Ian Wood ab 2007 auf seine wohltätige Arbeit. Er gründete die uk.news.yahoo.com, die sich insbesondere der Bekämpfung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit widmet. Die Stiftung ist in Projekten in Schottland sowie in Ostafrika aktiv, wobei der Schwerpunkt dort auf Landwirtschaft, Naturschutz und der Förderung von Unternehmertum und Selbstversorgung liegt.
Neben seiner Stiftung investierte Wood massiv in seine Heimatstadt Aberdeen. So steckte er im Jahr 2010 bis zu 85 Millionen Pfund in die Neugestaltung der Union Terrace Gardens des Stadtrats von Aberdeen. Sein Einfluss erstreckte sich zudem auf verschiedene Institutionen und Initiativen, darunter:
- Kanzler der Robert Gordon University ab 2004.
- Einbindung in den Wood Review und die North Sea Transition Authority.
- Unterstützung des STEM-Lehrprogramms in Aberdeenshire.
- Förderung des Oil and Gas Institute in Aberdeen sowie von Opportunity North East.
- Unterstützung eines Parkhauses am Aberdeen Royal Infirmary.
Auszeichnungen und persönliches Erbe
Für seine Verdienste um die Öl- und Gasindustrie wurde Sir Ian Wood 1994 geadelt. Später wurde er in den Order of the Thistle aufgenommen, den höchsten Ritterorden Schottlands. Sein persönliches Vermögen wurde im Jahr 2020 auf etwa 1,7 Milliarden Pfund geschätzt, während andere Angaben einen Wert von 1,8 Milliarden Pfund nennen.
First Minister John Swinney würdigte ihn als eine Figur, deren Vision und Großzügigkeit eine bleibende Spur im Land und darüber hinaus hinterlassen habe. Auch der Abgeordnete Douglas Lumsden bezeichnete ihn als „führendes Lichtder Geschäftswelt Schottlands.
Sir Ian Wood war 55 Jahre lang mit Helen verheiratet. Er hinterlässt drei Söhne – Nic, Graham und Garreth – sowie sieben Enkelkinder. In einer Erklärung der Familie hieß es, dass er trotz seiner vielen Ehrungen am stolzesten auf seine Familie war und als hingebungsvoller Ehemann, Vater und Großvater in Erinnerung bleiben werde.
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