Der jährliche Sternschnuppenstrom der Orioniden erreicht in diesem Oktober seinen Höhepunkt. Beobachter können in den späten Nachtstunden bis zu zwanzig Meteore pro Stunde am Nachthimmel sehen. Die Leuchtspuren gehen auf Staub zurück, den der berühmte Halleysche Komet auf seiner Umlaufbahn hinterlassen hat.
Der Ursprung des Meteorschauers: Staubspuren des Halleyschen Kometen
Wenn winzige Bruchstücke in die Erdatmosphäre eintreten, erhitzen sie sich rasend schnell. Dieser Prozess erzeugt jene hellen Leuchtspuren, die wir als Sternschnuppen wahrnehmen. Die Orioniden gehören dabei zu den besonders schnellen Vertretern und rasen mit einer Geschwindigkeit von rund 41 Meilen pro Sekunde auf die Erde zu. Oft hinterlassen sie dabei glühende Spuren, die noch mehrere Sekunden am Firmament sichtbar bleiben.
Hinter diesem Himmelsphänomen steht der Halleysche Komet, einer der bekanntesten Himmelskörper unseres Sonnensystems. Er benötigt etwa 76 Jahre für einen Umlauf um die Sonne und war im Jahr 1986 von der Erde aus zu beobachten. Die Kometenbesuche sind zwar selten, doch die Erde kreuzt die verlassene Staubspur jedes Jahr gleich zweimal: im Mai entsteht so der Eta-Aquariiden-Strom, während im Oktober die Orioniden folgen. Der Komet selbst wird erst im Jahr 2061 wieder von unserem Planeten aus zu sehen sein.

Zeitplan und Beobachtungsbedingungen im Oktober 2026
Die aktive Phase des Sternschnuppenstroms erstreckt sich vom 2. Oktober bis zum 7. November. Der absolute Höhepunkt wird über die Nacht vom 21. auf den 22. Oktober erwartet. Unter optimalen Bedingungen lassen sich in dieser Nacht etwa zehn bis zwanzig Meteore pro Stunde zählen.
Den besten Blick auf das kosmische Schauspiel haben Beobachter traditionell zwischen Mitternacht und den Morgenstunden, wenn der Himmel seine maximale Dunkelheit erreicht. Die Meteore scheinen dabei zwar aus der namensgebenden Region des Sternbilds Orion zu kommen, lassen sich jedoch theoretisch überall am Nachthimmel entdecken.

Die Konstellation ist nicht die Quelle der Meteore.
NASA, zur tatsächlichen Herkunft der Sternschnuppen, sagte.
Wetterprognosen und Sichtbarkeit in Europa und Nordamerika
Meteorologen und Raumfahrtbehörden weisen darauf hin, dass die Sichtverhältnisse stark vom lokalen Wetter abhängen. Während in manchen Regionen freie Sicht herrscht, könnten dichte Wolkenfelder den Blick auf das Firmament erschweren. Zusätzlichen Einfluss auf die Beobachtung hat der Mond, der sich zum Höhepunkt in seiner zunehmenden Halbmondphase befindet. Durch das helle Mondlicht könnten schwächere Sternschnuppen schwieriger zu erkennen sein, während besonders helle Exemplare weiterhin deutlich aufleuchten.
Wer die Orioniden in vollem Umfang genießen möchte, sollte einige klassische Ratschläge beherzigen. Experten empfehlen, einen möglichst dunklen Ort fernab künstlicher Lichtquellen aufzusuchen. Teleskope oder Ferngläser sind nicht erforderlich, da das menschliche Auge für diesen Meteorschow am besten geeignet ist. Es empfiehlt sich, rund fünfzehn bis dreißig Minuten einzuplanen, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen können.
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