Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat die Nations-League-Kampagne mit einem diskussionslosen 3:0-Sieg gegen Nordmazedonien eröffnet. Mit Toren von Remo Freuler und einem Doppelpack von Zeki Amdouni sowie starken Auftritten von Debütanten wie Zachary Athekame feierte das Team im September 2026 einen gelungenen Auftakt.
Ohne die abwesenden Granit Xhaka und Breel Embolo präsentierte sich die Mannschaft verjüngt und spielfreudig. Trainer Murat Yakin konnte sich über eine dominante Leistung freuen, auch wenn er nach dem Schlusspfiff eine gewisse mangelnde Effizienz im Abschluss bemängelte.
Tore von Remo Freuler und Zeki Amdouni sichern den Sieg in Skopje
Nach 22 Minuten brach Remo Freuler den Bann und erzielte das wichtige 1:0, das die drückende Überlegenheit erstmals in Zahlen ausdrückte. Im weiteren Verlauf drückte vor allem Zeki Amdouni dem Spiel seinen Stempel auf. Er erbte die Position von Embolo sowie die Rückennummer 10 von Xhaka und nutzte diese Chance eindrücklich, indem er zweimal traf und zudem den ersten Treffer vorbereitete.
Trotz 17:1-Torschüssen zur Halbzeit blieb das Skorerresultat aus Sicht des Trainers ausbaufähig. «Wir haben zu wenig Tore geschossen», analysierte Murat Yakin nach dem Spiel und verwies auf eine zu starke Linkslastigkeit vor der Pause, ehe die Umstellung über die rechte Seite prompt weitere Treffer einbrachte. Yakin ergänzte zur Ausrichtung: «Wir waren zu linkslastig. Dann sind wir zwei Mal über rechts gekommen – und zwei Mal gab es ein Tor.»

Glänzende Debüts der Nati-Neulinge und starke Noten für die Hintermannschaft
Neben den etablierten Kräften wussten vor allem die Debütanten zu überzeugen. Zachary Athekame nutzte seine Bewährungschance auf der rechten Abwehrseite nach dem Rücktritt von Silvan Widmer optimal aus und bereitete zwei Tore vor. Lobend äusserte sich Übungsleiter Murat Yakin über seinen Schützling mit den Worten: «Er hat einen Offensivdrang, ist sehr lauffreudig.» Neben Athekame kamen auch Sascha Britschgi, Alvyn Sanches und Winsley Boteli zu ihren ersten Pflichtspielen im A-Nationaldress. «Es ist ein Kindheitstraum, den ich erleben durfte. Ich habe es genossen. Es war ein schöner Moment», fasste es Britschgi nach der Premiere zusammen. Der Sprung in die Auswahl gelang diesem Quartett nicht zuletzt infolge diverser Rücktritte sowie dem Fehlen von Granit Xhaka und Breel Embolo. Dass sie sogleich einschlugen, sorgte auch bei Mittelfeld-Routinier Remo Freuler für positive Vibes: «Sie haben sich sehr gut eingefügt und kommen langsam an. Das macht Freude.»
In der Defensive erlebte Torhüter Gregor Kobel einen ruhigen Abend, da die Gastgeber im gesamten Spielverlauf kaum gefordert wurden und während 90 Minuten keinen einzigen Ball halten musste. Vor ihm überzeugte Nico Elvedi mit kompromissloser Zweikampfführung und grosser Präsenz im Aufbauspiel, nachdem er sich nach dem Transfer von Mönchengladbach zu Leeds auch in der Premier League gut eingefügt hat. Auch Ardon Jashari, der sein 12. Spiel im Nationaldress absolvierte, zeigte sich von der grossen Verantwortung unbeeindruckt. Wegen seiner familiären Wurzeln in Nordmazedonien handelte es sich für den 24-Jährigen um eine ganz besondere Partie: «Hier in Skopje zu spielen, war ein Traum für meine Familie, aber auch für mich.» Dass er in Abwesenheit seines Vorbilds Xhaka zum Handkuss kommt und deswegen auf der Sechserposition mit ihm verglichen wird, ehre ihn, wobei er anmerkte: «Wir sind aber komplett verschiedene Spielertypen. Eigentlich sogar ergänzende.» Manuel Akanji führte in Abwesenheit von Granit Xhaka die Nati als Captain aufs Feld.

Tabellenführung in der Gruppe und nächste Aufgaben im Herbst 2026
Mit dem klaren Auswärtserfolg steht die Schweiz nach zwei Partien an der Spitze der Nations-League-Gruppe. Die Berichterstattung und die Spielerbenotungen spiegeln die neue Harmonie im Kader wider. Die nächsten Begegnungen der laufenden Kampagne sind für den Herbst 2026 angesetzt, in denen das Team den eingeschlagenen Kurs bestätigen will.
Auch interessant