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Sport

Serena Williams‘ Comeback endet abrupt durch Partnerin-Verletzung

Das Tennis-Comeback von Serena Williams im Londoner Queen’s Club endete am 10. Juni 2026 abrupt. Aufgrund einer Knieverletzung ihrer Doppelpartnerin Victoria Mboko kann die 44-jährige 23-fache Grand-Slam-Siegerin nicht am Viertelfinale teilnehmen. Williams hatte zuvor am Dienstag ihren ersten Sieg nach einer vierjährigen Pause gefeiert.

Der erste Sieg nach vier Jahren Pause

Nach 1.376 Tagen ohne Wettkampfspiel kehrte die US-Ikone am Dienstagabend auf den Court zurück. Gemeinsam mit der 19-jährigen Kanadierin Victoria Mboko setzte sich Williams im Erstrundenmatch des Doppel-Wettbewerbs mit 7:6 (7:2), 6:2 gegen das an Position drei gesetzte Duo Nicole Melichar-Martinez (USA) und Erin Routliffe (Neuseeland). Dass Williams gegen zwei der weltweit führenden Doppel-Spezialistinnen gewann, unterstrich die Qualität ihres Spiels trotz der langen Abwesenheit.

Der erste Sieg nach vier Jahren Pause

Wie DiePresse.com berichtet, beendete Williams die Partie mit zwei Assen und einem Aufschlagwinner. Damit bewies sie, dass ihre größte Waffe – der Aufschlag – auch nach der Pause noch konkurrenzfähig ist.

Der erste Sieg nach vier Jahren Pause
Photo: tennisnet.com

Trotz des Erfolgs zeigte sich die ehemalige Weltranglisten-Erste kritisch gegenüber ihrer eigenen Leistung. Sie bewertete ihren Auftritt im amerikanischen Notensystem mit einem „C-“, relativierte dies jedoch schnell mit dem Hinweis auf die Schwierigkeit des Rasenbelags nach einer so langen Pause. Der Rasen gilt als die schnellste Oberfläche im Tennis und erfordert eine spezifische Beinarbeit und ein tieferes Spiel, was den Wiedereinstieg für die 44-Jährige erschwerte.

Serena Williams, Tennisspielerin, via Tennisnet

Die Partnerin Mboko hingegen zeigte sich beeindruckt von der Klasse der Amerikanerin und hob insbesondere eine Rückhand im Lauf hervor, die sie als beispielhaft für Williams‘ anhaltendes Können bezeichnete.

Knieverletzung von Victoria Mboko beendet Lauf

Der geplante Weg ins Viertelfinale wurde durch einen Unfall im Einzel-Wettbewerb gestoppt. Während ihres Achtelfinalspiels gegen die Tschechin Karolina Pliskova rutschte Mboko hinter der Grundlinie aus und erlitt eine Verletzung am linken Knie. Laut faz.net musste die Kanadierin die Partie sofort aufgeben.

Die medizinische Diagnose bestätigte die Verletzung, was die Teilnahme am Doppel unmöglich machte. Damit scheidet Williams kampflos aus dem Turnier in London aus. Die Verletzung von Mboko traf das Team in einer Phase, in der sie durch den Sieg über die gesetzten Gegnerinnen an Momentum gewonnen hatten. Ihre potenziellen Gegnerinnen, die Deutsche Laura Siegemund und die Kanadierin Leylah Fernandez, zogen dadurch direkt in das Halbfinale ein, wie Kurier berichtet.

Emotionale Rückkehr vor den Kindern

Die mediale und emotionale Inszenierung der Rückkehr war massiv. Williams spielte vor ihren Töchtern Alexis Olympia (8) und Adira River (2), die gemeinsam auf der Tribüne saßen. Die Atmosphäre im West-Londoner Queen’s Club war von enormem Hype geprägt; Fans trugen T-Shirts mit der Aufschrift „größte weibliche Athletin“.

Serena Williams' WINNING Comeback! | 2026 London Round of 16 | WTA Match Highlights

Auch prominente Gäste wie der US-Ski-Star Lindsey Vonn verfolgten das Spektakel. Vonn, die selbst ein hochkarätiges Comeback nach einem schweren Olympia-Unfall hinter sich hat, feierte die Rückkehr der Tennis-Ikone öffentlich.

„Ich bin so stolz auf dich. Die Größte aller Zeiten ist zurück!“

Lindsey Vonn, ehemalige Skirennläuferin, via Tennisnet

Die Turnierveranstalter unterstrichen in den sozialen Medien, dass es Williams bei dieser Rückkehr weniger um den Sieg als vielmehr um den Beweis ging, dass sportliche Größe unabhängig von Lebensveränderungen – wie der Mutterschaft – erhalten bleibt.

Ausblick auf Berlin und Wimbledon

Trotz des abrupten Endes in London sind weitere Auftritte geplant. Williams ist für die kommende Woche beim WTA-Turnier in Berlin gemeldet, wo sie ebenfalls im Doppel antreten möchte. Eine offizielle Partnerin für das Turnier in Deutschland steht derzeit noch nicht fest, wie Tennisnet berichtet. Die Suche nach einer neuen Partnerin ist nun prioritär, da der Zeitplan bis zum wichtigsten Turnier des Sommers eng getaktet ist.

Ausblick auf Berlin und Wimbledon
Photo: DiePresse.com

Die große Frage bleibt jedoch die Teilnahme am Wimbledon-Turnier Ende Juni. Während Spekulationen über einen Start beim Grand-Slam-Klassiker laut sind, hielt die 44-Jährige diese Option bislang offen. Besonders die Frage nach einem Comeback im Einzel wird intensiv diskutiert. Eurosport-Experte Boris Becker äußerte sich gespannt über mögliche Einzelspiele in Wimbledon oder bei den US Open.

„Im Moment ist es ein Nein. Ich habe das Gefühl, dass ich wahrscheinlich noch etwas mehr trainieren muss, wenn ich im Einzel spielen will. Wir werden sehen, ob ich es schaffe.“

Serena Williams, Tennisspielerin, via Tennisnet

Die Entscheidung über einen Einzelstart hängt somit primär von ihrer körperlichen Verfassung und dem Trainingsfortschritt ab. Da sie bereits im Februar wieder in den internationalen Dopingkontrollpool aufgenommen worden war, ist die infrastrukturelle Voraussetzung für eine Rückkehr auf die Tour gegeben. Die Aufnahme in den Testing-Pool ist für Profisportler zwingend erforderlich, um nach einer langen Pause wieder an offiziellen WTA-Turnieren teilnehmen zu dürfen, da die Anti-Doping-Agenturen eine entsprechende Überwachungsfrist vorschreiben.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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