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Saudia-Airbus A320 bei Raketenangriff in Riad zerstört

Ein Passagierflugzeug der Saudia Airlines vom Typ Airbus A320 ist am Donnerstagmorgen, dem 8. Oktober 2026, bei einem ballistischen Raketenangriff der Huthi-Miliz auf dem King Khalid International Airport im saudi-arabischen Riad zerstört worden. Der Vorfall ereignete sich im Zuge einer Eskalation von Angriffen auf die zivile Luftfahrt in Saudi-Arabien.

Raketenangriff zerstört Airbus A320 in Riad

Dicke, schwarze Rauchwolken stiegen am Donnerstagmorgen über dem King Khalid International Airport auf, nachdem eine ballistische Rakete das Flughafenareal getroffen hatte (PYOK). Bei dem Angriff wurde ein fest am Terminaltor geparktes Flugzeug der Saudia komplett ausgebrannt (CNBC Indonesia / Jawawa). Bilder und Videos, die sich rasant in den sozialen Medien verbreiteten, zeigten die zerstörte Rumpfstruktur sowie das unverkennbare Logo der Fluggesellschaft auf dem Leitwerk des Airbus A320.

Zu dem Zeitpunkt befanden sich keine Passagiere an Bord des Flugzeugs, wie die Fluggesellschaft am Freitag mitteilte (Blick). Neben dem materiellen Schaden an der Passagiermaschine bestätigte Saudia, dass bei den Angriffen auch einer ihrer Angestellten ums Leben gekommen ist (Blick).

Ob die Maschine direkt von einem Projektil oder von herabregnenden Trümmern einer Luftabwehr abgefangen wurde, blieb zunächst unklar (PYOK). Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, dass an der Maschine eines nationalen Carriers deutliche Risse und Löcher im Rumpf zu sehen waren, während eine andere Quelle von insgesamt drei beschädigten Flugzeugen sprach (Jawawa).

Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf zivile Flughäfen

Die aus dem Jemen stammenden Huthi-Rebellen bekannten sich zu der Salvo von Raketen, die am Donnerstagmorgen auf die saudi-arabische Hauptstadt abgefeuert wurden. Ein Militärsprecher der Gruppe erklärte auf der Plattform X, dass eine ballistische Rakete ihr Ziel präzise erreicht habe, und forderte internationale Fluggesellschaften zeitgleich auf, den saudi-arabischen Luftraum strikt zu meiden (Blick).

Dieses Foto soll die beschädigte Maschine zeigen
Foto: Blick

Bereits in den Tagen vor dem Einschlag in Riad hatten ballistische Raketen den Abha International Airport sowie den Flughafen in Riad getroffen. Nach Angaben der saudi-arabischen Luftfahrtbehörde forderten diese Angriffe außerhalb des zerstörten Flugzeugs insgesamt drei Menschenleben unter saudi-arabischen Staatsbürgern, während Dutzende weitere Personen verletzt wurden (Blick).

Auswirkungen auf den Flugbetrieb und internationale Reaktionen

Infolge des Angriffs herrschte am King Khalid International Airport Ausnahmezustand. Die zuständigen Behörden verfügten eine mehrstündige vollständige Schließung des Flughafens (Aerotelegraph). Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 wurde der Betrieb gegen 7 Uhr morgens unterbrochen, was zu massiven Verspätungen und zahlreichen Flugausfällen führte (Aerotelegraph).

CONFIRMED: Yemen destroyed a Saudia Airlines Airbus A320-200 at Riyadh Airport

Betroffen waren unter anderem Verbindungen von Saudia nach Dubai sowie Flüge von Turkish Airlines nach Istanbul (Aerotelegraph). Obwohl der Flugbetrieb am Donnerstagabend im Laufe des Tages schrittweise wieder aufgenommen wurde und einige Dienste planmäßig starteten, blieben viele Verbindungen gestrichen (PYOK).

Internationale Fluggesellschaften reagierten umgehend auf die neue Bedrohungslage. Die Lufthansa Group, zu der neben der Kernmarke auch Fluggesellschaften wie Swiss und Edelweiss gehören, setzte sämtliche Flüge nach Riad bis einschließlich 16. Oktober aus (Blick).

„the military conflict has the potential to escalate.“

US-Botschaft in Riad, über den State Department Warnhinweis

Die US-Botschaft in Riad veröffentlichte eine offizielle Sicherheitswarnung. US-Regierungsangestellte müssen demnach für Reisen zum King Khalid International Airport ab sofort spezielle Genehmigungen einholen (PYOK). US-Bürger wurden aufgefordert, erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen, sich auf kurzfristige Flugstreichungen einzustellen und die nationalen Warnmeldungen des saudi-arabischen Zivilschutzes zu verfolgen (PYOK).

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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