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Sarah Lindsey Santiago wegen Beihilfe zu Amoklauf in San Diego angeklagt

Eine 17-jährige Jugendliche aus North Carolina ist wegen ihrer Verwicklung in das Amoklauf-Attentat auf das Islamic Center of San Diego vom Mai 2026 von einer Grand Jury wegen dreifachen Mordes und Verschwörung angeklagt worden. Die Verdächtige soll den Live-Stream der Tat im Internet übertragen, das Manifest der Attentäter verbreitet und einen Aufnäher mit rassistischen Symbolen besorgt haben.

Die Anklage gegen die Jugendliche aus North Carolina

Eine in Forsyth County im US-Bundesstaat North Carolina beschuldigte 17-Jährige steht im Zentrum neuer Ermittlungen zu dem verheerenden Bluttat-Attentat vom Mai. Wie der dortige Bezirksstaatsanwalt Jim O’Neill bei einer Pressekonferenz bekannt gab, wurde Sarah Lindsey Santiago im Bundesstaat North Carolina festgenommen und am Montag von einer Grand Jury angeklagt. Die Anklage lautet auf drei Fälle von Mord durch Beihilfe sowie auf Verschwörung.

Nach Angaben der Ermittler war die Jugendliche selbst nicht vor Ort in Kalifornien, unterstützte die beiden Haupttäter jedoch maßgeblich aus der Ferne. Die Anklagebehörde macht geltend, dass Santiago im Vorfeld der Tat zugesagt hatte, die Aufnahmen des Live-Streams zu sichern, zu verbreiten und ein von den Schützen verfasstes Dokument zu veröffentlichen. Zudem soll sie einen mit rechtsextremen Symbolen versehenen Aufnäher gekauft und einem der Schützen zugeschickt haben, damit dieser ihn während des Angriffs trägt.

Sarah Lindsey Santiago wegen Beihilfe zu Amoklauf in San Diego angeklagt
Photo: sandiegouniontribune.com

Der Verteidiger der Jugendlichen, Alan Doorasamy Sr., erklärte in einer Mitteilung an die Medien, dass sich seine Mandantin zu diesem Zeitpunkt in allen Anklagepunkten für unschuldig halte. Da die Tat einen terroristischen Hintergrund aufweist und das geltende Recht in North Carolina dies bei schwerem Fehlverhalten in diesem Alter vorsieht, wird die Jugendliche als Erwachsene vor Gericht gestellt. Der zuständige Staatsanwalt O’Neill betonte, dass man angesichts des bevorstehenden Schuljahres und der Unklarheit über die Handlungen der Verdächtigen frühzeitig eingreifen musste, da man nicht gewusst habe, wozu sie fähig gewesen sei.

Der Amoklauf im Islamic Center of San Diego

Der eigentliche Angriff ereignete sich am 18. Mai 2026. Zwei bewaffnete Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren, identifiziert als Cain Clark aus San Diego und Caleb Vazquez aus Chula Vista, stürmten damals das Islamic Center of San Diego im Stadtteil Clairemont. Die Angreifer trugen Helme mit Kameras, um die Bluttat direkt zu übertragen.

Sarah Lindsey Santiago wegen Beihilfe zu Amoklauf in San Diego angeklagt
Photo: NBC News
  • Amin Abdullah, 51, Sicherheitsmann am islamischen Zentrum
  • Mansour Kaziha, 78, Mitbegründer und Hausmeister der Einrichtung
  • Nadir Awad, 57, ein Nachbar und Ehemann einer dortigen Lehrerin

Das entschlossene Eingreifen des Sicherheitspersonals verhinderte nach Angaben der Behörden eine noch größere Katastrophe. Der Sicherheitsdienstler Amin Abdullah, der im Schusswechsel einen der Täter verletzte, initiierte einen Lockdown. Dadurch konnten 140 Kinder, die sich in der angrenzenden islamischen Schule befanden, in Sicherheit gebracht werden. Die beiden Haupttäter flüchteten kurz darauf mit einem Auto und töteten sich selbst, als sie von der Polizei gestellt beziehungsweise gestellt worden wären.

Hintergründe der Radikalisierung und geplante Folgetaten

Die Ermittler wiesen darauf hin, dass die beiden männlichen Täter online radikalisiert worden waren und in einem weltweiten Netz extremistischer Ideologien agierten. Laut Staatsanwalt O’Neill hatten Clark und Vazquez weitaus größere Pläne gefasst. Ihr Plan an jenem Tag sah demnach vor, nach dem Massenmord in der Moschee eine nahegelegene jüdische Synagoge sowie eine überwiegend von Schwarzen Schülerinnen und Schülern besuchte Highschool anzugreifen.

San Diego mosque shooting: Five dead, including teen suspects

Die Familie von Caleb Vazquez erklärte in einer Stellungnahme, dass der Jugendliche im Autismus-Spektrum war und unter psychischen Problemen sowie Selbstzweifeln litt, was ihn anfällig für extremistische Hetze im Internet gemacht habe. Die Hinterlassenschaften der Schützen enthielten Hassparolen gegen Muslime, Juden, die LGBTQ+-Gemeinschaft, Schwarze Menschen sowie Personen des politischen Spektrums und zeugten von dem Wahn, den Zusammenbruch der Gesellschaft beschleunigen zu wollen.

September anberaumt.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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