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Gesundheit

Prostatakrebs: Studie verknüpft Ultra-Prozessierte Lebensmittel mit Risiko

Wissenschaftler haben acht genetische Fingerabdrücke identifiziert, die rund 85 Prozent aller Prostatakarzinome erklären, wie eine Studie im Fachjournal Nature zeigt. Die neuen Erkenntnisse aus der internationalen Krebsforschung sollen künftig dabei helfen, aggressive Tumorformen früher zu erkennen und Therapien individuell anzupassen.

Die Diagnose von Prostatakrebs stellt Mediziner seit jeher vor komplexe Herausforderungen, da sich die Erkrankung je nach biologischem Profil drastisch unterscheidet. Ein internationales Forschungskonsortium hat nun einen entscheidenden Schritt unternommen, um dieses biologische Rätsel zu lösen.

Acht genetische Signaturen erklären 85 Prozent der Fälle

Vier dieser integrierten Mutationsprofile standen in direktem Zusammenhang mit besonders aggressiven Tumoren, die eine starke Neigung zur Ausbreitung außerhalb der Prostata aufweisen. Experten werten diese Entdeckung als wesentlichen Meilenstein, um die Mechanismen hinter lebensbedrohlichen Verläufen besser zu verstehen.

„For many years we’ve known that prostate cancer is not a single disease,“

Ros Eeles, professor of oncogenetics at The Institute of Cancer Research (ICR), honorary consultant at The Royal Marsden NHS Foundation Trust, and co-founder of the PPCG

Ros Eeles, professor of oncogenetics at The Institute of Cancer Research (ICR), honorary consultant at The Royal Marsden NHS Foundation Trust, and co-founder of the PPCG, further noted that two men may receive the same diagnosis but have cancers that develop and behave very differently, and that the biology behind those differences has not been fully understood.

Die Wissenschaftler betonen, dass die neuen Daten den Weg für verbesserte Screening-Methoden ebnen könnten. So ließen sich künftig diejenigen Patienten identifizieren, bei denen ein rasches Handeln geboten ist, während andere von einer Übertherapie verschont bleiben könnten.

Internationale Zusammenarbeit und Risikofaktoren bei afrikanischer Abstammung

Das Pan Prostate Cancer Group Konsortium hat inzwischen molekulare Daten von mehr als 2.000 Prostatakarzinomen zusammengetragen. Neben den allgemeinen genetischen Mustern zeigte sich, dass bestimmte Fingerabdrücke eng mit dem Alter sowie der Abstammung der Patienten verknüpft sind, darunter auch spezifische Muster, die bei schwarzen Männern häufiger auftreten.

Prostatakrebs: Studie verknüpft Ultra-Prozessierte Lebensmittel mit Risiko
Photo: silive.com

In eine ähnliche Richtung weisen aktuelle Auswertungen zur Risikoeinschätzung bei Männern afrikanischer Abstammung.

Einfluss von Ultra-Processed Foods auf das Krebsrisiko

Neben genetischen Veranlagungen rücken auch Lebensstilfaktoren und Ernährungsgewohnheiten verstärkt in den Fokus der medizinischen Forschung. Eine Untersuchung aus den Vereinigten Staaten widmete sich der Frage, inwiefern der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln das Prostatakrebsrisiko beeinflusst.

Wissenschaftler der Florida Atlantic University analysierten dafür Daten von 17.024 US-amerikanischen Männern ab 18 Jahren aus der nationalen Gesundheitsstudie NHANES zwischen 2003 und 2023. Die Auswertung ergab, dass Teilnehmer mit einem höheren Anteil an ultra-verarbeiteten Lebensmitteln in ihrer Ernährung ein um rund 30 Prozent gesteigertes Risiko für die Entwicklung von Prostatakrebs aufwiesen. Die Studie über ultra-processed foods im American Journal of Medicine berücksichtigt dabei Anpassungen hinsichtlich Alter, Ethnizität, Rauchen und Armutsstatus.

Prostatakrebs: Studie verknüpft Ultra-Prozessierte Lebensmittel mit Risiko
Photo: aol.com

„Among adult men in this nationally representative U.S. population, those who consumed higher amounts of UPFs had significantly higher risks of the subsequent development of prostate cancer,“

Charles H. Hennekens, M.D., FACPM, FACC, senior author and the First Sir Richard Doll Professor of Medicine and Preventive Medicine in the Department of Medicine and the Department of Population Health at FAU’s College of Medicine

Charles H. Hennekens, M.D., FACPM, FACC, senior author and the First Sir Richard Doll Professor of Medicine and Preventive Medicine in the Department of Medicine and the Department of Population Health at FAU’s College of Medicine, added that these findings add to emerging evidence that UPFs have major adverse health effects and underscore the need for large-scale observational studies and randomized trials to adequately test the hypothesis.

Klinische Einordnung und etablierte Vorsorgeuntersuchungen

Trotz dieser neuen Risikofaktoren und genetischen Erkenntnisse bleibt die medizinische Grundversorgung auf bewährte Diagnosewege angewiesen. Laut Angaben der Mayo Clinic wird etwa einem von acht Männern im Laufe seines Lebens Prostatakrebs diagnostiziert. Das Risiko steigt vor allem ab dem 50. Lebensjahr drastisch an, wobei familiäre Vorbelastungen und genetische Faktoren wie BRCA2-Mutationen die Wahrscheinlichkeit zusätzlich erhöhen.

Prostatakrebs: Studie verknüpft Ultra-Prozessierte Lebensmittel mit Risiko
Photo: sciencedaily.com

Als zentrales Screening-Instrument dient nach wie vor der PSA-Bluttest, der bei Auffälligkeiten durch bildgebende Verfahren wie MRT-Untersuchungen oder Gewebebiopsien ergänzt werden kann. Der Expertenrat der Mayo Clinic zum Thema Vorsorge betont, dass bei einem positiven Befund keineswegs immer sofort eine aggressive Therapie erforderlich ist. Viele langsam wachsende Tumoren lassen sich stattdessen im Rahmen der aktiven Überwachung engmaschig kontrollieren, um Patienten vor den Nebenwirkungen invasiver Eingriffe zu bewahren.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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