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Unternehmen

Coop eröffnet 1000. Filiale mit neuem Megastore im Emmen Center

Coop hat mit der Eröffnung eines neuen Megastores im Emmen Center in Emmenbrücke am 1. Oktober 2026 seine 1000. Schweizer Filiale in Betrieb genommen.

Tausendste Verkaufsstelle im Emmen Center

Der Schweizer Detailhändler Coop hat die Marke von tausend Supermärkten geknackt. Am Abend vor dem offiziellen Verkaufsstart eröffnete das Unternehmen im luzernischen Emmenbrücke einen neuen Grossmarkt im Emmen Center in Emmenbrücke LU.

Das Angebot im Jubiläumsladen beinhaltet eine Hausbäckerei, ein Chäs-Hüsli mit 300 Käsesorten sowie bediente Fleisch- und Fischtheken nebst eigener Fischräucherei. Der neue Megastore war früher ein Food-Supermarkt von Manor, wobei Coop insgesamt drei Standorte von Manor übernahm und umbaute; die Eröffnung des Standorts in Rapperswil erfolgt Mitte Oktober, derjenige an der Rheinbrücke in Basel ist für den Herbst 2027 geplant. An der Spitze der Geschäftsleitung dieses neuen Grossmarkts stehen Björn de Munk als Geschäftsführer und Nicole Michel als Leiterin der Hausbäckerei.

Investitionen und Netzdichte im landesweiten Vergleich

Hinter der runden Zahl steht ein massiver Kapitaleinsatz. In den vergangenen zehn Jahren hat Coop 124 neue Verkaufsstellen eröffnet und rund 3,5 Milliarden Franken in Neueröffnungen sowie die Modernisierung älterer Standorte gesteckt. Rund die Hälfte aller Läden zeigt sich mittlerweile im neuen Look.

Coop eröffnet 1000. Filiale mit neuem Megastore im Emmen Center
Foto: ImTicker

Die Verkaufsflächen aller tausend Supermärkte summieren sich auf rund 1,1 Millionen Quadratmeter (womit sie mehr als doppelt so gross sind wie der Vatikanstaat). Nach Unternehmensangaben wohnt rund 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung höchstens 15 Autominuten von einer Coop-Filiale entfernt. Die durchschnittliche Fahrtzeit zur nächsten Verkaufsstelle beträgt demnach knapp fünf Minuten – konkret 4 Minuten und 53 Sekunden. An einem durchschnittlichen Wochentag werden rund 2250 Einkäufe pro Minute in den Verkaufsstellen getätigt. Das Netz reicht von urbanen Zentren in Genf bis hinauf auf die Bettmeralp im Wallis auf knapp 2000 Meter über Meer.

Um die Logistik in anspruchsvollen Regionen zu bewältigen, werden rund 150 Standorte grösstenteils mit der hauseigenen Eisenbahn Railcare beliefert. Auch im Bereich der Ausbildung nimmt das Netz eine wichtige Rolle ein: Sieben Verkaufsstellen werden ausschliesslich von Lernenden geführt, und 43 Prozent der aktuellen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer absolvierten bereits ihre Lehre bei dem Detailhändler.

Coop eröffnet 1000. Filiale mit neuem Megastore im Emmen Center
Foto: foodaktuell.ch

Wettbewerb und Migros im Fokus von Experten

Die starke Expansion lässt den Konkurrenten Migros nicht unberührt. Detailhandelsexperte Jörg Staudacher sieht die Migros als Hauptverliererin der Coop-Expansion, da Coop bei Lebensmitteln die Benchmark in der Schweiz setze. Gleichzeitig kritisierte der Experte, dass die grossen Detailhändler mit ihrer Expansion den eigenen E-Commerce-Bereich schwächen würden, der seit Jahren stagniere.

Die Migros hält dagegen an einer eigenen Verkaufsstellen-Offensive fest. Bis zum Jahr 2030 will die Migros 140 neue Läden eröffnen und 350 Filialen modernisieren. Ende 2025 betrieb die Migros 659 eigene Supermärkte sowie 384 Migrolino-Standorte. Mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,06 Millionen Quadratmetern liegt die Migros-Supermarktfläche knapp hinter Coop, wobei die einzelnen Migros-Filialen im Durchschnitt grösser ausfallen.

Zukunft des stationären Handels und Omnichannel-Strategie

Trotz des wachsenden Online-Handels setzt die Unternehmensführung von Coop voll auf den stationären Ausbau. Konzernchef Philipp Wyss kündigte an, dass jährlich zehn bis 15 neue Filialen dazukommen sollen, wobei der Fokus auf kleinen bis mittleren Ladenflächen von 500 bis 1500 Quadratmetern liegt. Auch für grössere Formate bleibt Raum: Für 2029 ist in Cham ein XXL-Laden mit 3000 Quadratmetern geplant. Das Unternehmen betont zudem, strikt auf bediente Läden zu setzen und keine Verkaufsstellen ohne Personal zu betreiben.

Ergänzend dazu verknüpft das Unternehmen die physischen Standorte eng mit dem Online-Supermarkt Coop.ch. Diese Strategie soll es Kundinnen und Kunden beispielsweise ermöglichen, Einkäufe digital zu bestellen und sie direkt in eine Coop-Filiale am Ferienort in den Bergen liefern zu lassen, um auch Regionen ohne eigenen Supermarkt zu versorgen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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