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Unterhaltung

Prinzessin Diana: Charles Spencer kritisiert Charles III. in Memoiren

Prinzessin Dianas Bruder, Charles Spencer, sorgt mit seinen am 22. September 2026 erscheinenden Memoiren für heftige Turbulenzen im britischen Königshaus. In Swan Song: Diana, My Sister erhebt der 62-Jährige schwere Vorwürfe gegen König Charles III. und schildert ein kaltherziges Telefonat kurz nach dem Unfalltod seiner Schwester im August 1997.

Ein neues Buch des 9. Earl Spencer wühlt die britische Königsfamilie kurz vor dem anstehenden 30. Jahrestag des tragischen Todes von Prinzessin Diana im kommenden Jahr massiv auf. In den Memoiren mit dem Titel Swan Song: Diana, My Sister, die am 22. September 2026 weltweit in zwölf Sprachen veröffentlicht werden, beschreibt Charles Spencer eine Reihe brisanter Details aus dem Leben und dem Sterben seiner Schwester nach Berichten der britischen Presse, die vorab Einblick in das Werk erhalten konnte.

Heftiger Telefonstreit um die Trauerprozession in London

Im Zentrum der Enthüllungen steht ein hochemotionaler Konflikt, der sich in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September abspielte. Streitpunkt war die geplante Teilnahme von Dianas beiden Söhnen, Prinz William und Prinz Harry, die damals 15 und 12 Jahre alt waren. Die Jugendlichen sollten in der öffentlichen Prozession direkt hinter dem Sarg ihrer Mutter durch die Straßen Londons laufen.

Charles Spencer vertritt in seinem Buch die Ansicht, dass seine Schwester eine derart belastende öffentliche Prüfung niemals gewollt hätte. Nachdem er seine Bedenken gegenüber einem Palastmitarbeiter geäußert hatte, kam es zu einem direkten, eskalierenden Telefonat mit dem damaligen Prinzen Charles. Spencer hielt dem entgegen, dass Charles damals bereits 30 Jahre alt gewesen sei.

Der umstrittene Satz und die Reaktion des Buckingham-Palastes

In der hitzigen Aushandlung soll das Gespräch schließlich eine scharfe Wendung genommen haben. Spencer beschreibt, wie der damalige Thronfolger nach einer Gesprächspause seiner aufgestauten Verachtung für Diana und seinem Schrecken darüber, dass die Welt so von ihrem Tod ergriffen war, freien Lauf ließ.

Prinzessin Diana: Charles Spencer kritisiert Charles III. in Memoiren
Photo: mail.freenet.de

„Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.“

König Charles III., via Charles Spencer / Daily Mail

Spencer schildert, dass er von diesen Worten derart überrumpelt und schockiert war, dass er zunächst einige Sekunden lang sprachlos blieb. Schließlich entgegnete er gemäß den Auszügen aus den Memoiren: Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast, woraufhin er das Gespräch abrupt beendete.

Prinzessin Diana: Charles Spencer kritisiert Charles III. in Memoiren
Photo: GALA.de

Der Buckingham-Palast reagierte prompt auf die Vorwürfe. In einer Stellungnahme, die unter anderem gegenüber The Sun geäußert wurde, betonte ein Sprecher zwar, dass man Bücher grundsätzlich nicht kommentiere, gab jedoch zu bedenken: König Charles sei sich bewusst, dass der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und Erinnerungen auch viele Jahre nach einem solchen Verlust verzerren könne. Beobachter sehen in dieser Formulierung eine bewusste Parallele zu den Worten der verstorbenen Königin Elizabeth II., die einst nach Rassismusvorwürfen betonte, dass Erinnerungen unterschiedlich sein können.

Hintergrund der Memoiren und frühere Erinnerungen

Trotz der heftigen Kontroverse um die Teilnahme der jungen Prinzen liefen William und Harry am Tag der Beerdigung schließlich gemeinsam mit ihrem Vater, ihrem Großvater Prinz Philip und Charles Spencer zur Westminster Abbey wie historische Aufnahmen und spätere Dokumentationen belegen. Prinz William erklärte dazu im Jahr 2017 in einer BBC-Dokumentation, es habe sich um eine gemeinsame Familienentscheidung gehandelt.

König Charles war nach Dianas Tod nie mehr derselbe – das ist der Grund

Charles Spencer selbst sieht sich durch anhaltende Interviewanfragen und Berichte, die seiner Ansicht nach auf Unwahrheiten beruhen, im Vorfeld des nahenden 30. Todestages seiner Schwester in der Pflicht, seine eigene Sicht der Dinge niederzuschreiben. Sein Ziel sei es, die Wahrheit aus der Perspektive eines Bruders zu erzählen und das Andenken an Diana in positiver Weise wachzuhalten wie die Redaktion von Brisant berichtet. Ob das Buch zu einem erneuten Erdbeben im britischen Königshaus führen wird, zeigt sich nach der weltweiten Veröffentlichung am 22. September.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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