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Unterhaltung

Paramount erzielt Einigung mit US-Staaten und ebnet Weg für Warner-Bros-Fusion

Paramount hat eine Einigung mit einer von Kalifornien angeführten Koalition aus zwölf US-Bundesstaaten erzielt und damit den Weg für die milliardenschwere Fusion mit Warner Bros. Discovery freigemacht. Der Vergleich umfasst Zusagen zur US-Filmproduktion, zur Verteilung von Kinofilmen sowie zum redaktionellen Schutz von CBS und CNN.

Nach monatelangen kartellrechtlichen Auseinandersetzungen steht der geplanten Großfusion von Medienriesen nichts mehr im Wege. Paramount hat einen langwierigen Rechtsstreit mit einer von Kalifornien angeführten Koalition aus zwölf US-Bundesstaaten beigelegt. Die Kläger hatten argumentiert, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb im Verleih von Kinofilmen und bei der Lizenzierung von Fernsehnetzen stark einschränken würde. Die von Kalifornien angeführte Koalition von zwölf Bundesstaaten hatte im Juli Klage eingereicht, um die Fusion zu blockieren. Vier Holdout-Staaten – Massachusetts, New York, Connecticut und Minnesota – hielten laut Bloomberg bis zum Wochenende an einer Einigung fest.

Die Bedingungen der Einigung zwischen Paramount und den US-Bundesstaaten

Im Zentrum der Verhandlungen standen strenge Zugeständnisse, die das Unternehmen vertraglich fixieren musste. Kaliforniens Justizminister Rob Bonta erklärte auf einer Pressekonferenz, Paramount habe eine enforceable commitment to significantly increase – also eine durchsetzbare Verpflichtung zur deutlichen Steigerung – der heimischen Filmproduktion in den USA und speziell in Los Angeles abgegeben.

Paramount erzielt Einigung mit US-Staaten und ebnet Weg für Warner-Bros-Fusion
Photo: cash.ch
  • Eine Investition von mindestens 300 Millionen US-Dollar in die heimische Produktion sowie geplante zusätzliche 1,5 Milliarden US-Dollar über die nächsten fünf Jahre.
  • Die verbindliche Zusage, in den ersten zwei Jahren nach Abschluss des Deals mindestens 30 Filme zu distribuieren bzw. in die Kinos zu bringen, gefolgt von 32 Filmen in den drei darauffolgenden Jahren, bei deren Nichterfüllung eine finanzielle Strafe droht.
  • Die Einrichtung unabhängiger Redaktionsausschüsse, um die redaktionelle Unabhängigkeit der Nachrichtensender CBS und CNN zu wahren.

Trotz der Einigung betonte Generalstaatsanwalt Bonta, dass der Vergleich keine generelle Befürwortung des Zusammenschlusses darstelle. Bonta wurde mit den Worten zitiert: This settlement is not a vote of support for this merger; it’s not a blessing of the broader merger. Er fügte hinzu, dass weitere Konsolidierungen in für die US-Wirtschaft essenziellen Märkten weder dem amerikanischen Markt noch den Verbrauchern oder dem Wettbewerb dienlich seien. Bonta fügte zudem hinzu, dass die Parteien gemeinsam einen Treuhänder auswählen würden, der die Einhaltung der Vergleichsbedingungen durch Paramount überwachen soll, und dass man bereit sei, vor Gericht zu ziehen, sollte das Unternehmen jemals die Einhaltung verweigern.

Hintergrund der Übernahme und Verhandlungen mit David Ellison

Der nun beigelegte Rechtsstreit war der letzte große juristische Stolperstein für das Unternehmen. Die juristische Auseinandersetzung war für Paramount-Führungskräfte eine Belastung, da ein Abschlussdatum nach dem 30. September den Kaufpreis dem Vernehmen nach um Millionen von Dollar erhöht hätte. Ursprünglich hatte Warner Bros. Discovery (WBD) einen 82,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Netflix für das Unternehmen unterzeichnet, zu dem damals Netzwerke wie HBO und CNN, die Warner Bros. Pictures Library, DC Comics und zahlreiche weitere Objekte gehörten.

Paramount erzielt Einigung mit US-Staaten und ebnet Weg für Warner-Bros-Fusion
Photo: screencrush.com

Doch Paramount, kontrolliert von der wohlhabenden Familie Ellison, begehrte WBD ebenfalls und gab das Verfolgen des Ziels nicht auf. Nachdem das Angebot erhöht wurde, lenkte WBD ein, trat von dem Netflix-Vertrag zurück und einigte sich mit Paramount auf Konditionen. Das verbesserte Angebot von Paramount und der Familie Ellison in Höhe von 31 US-Dollar je WBD-Aktie in bar beinhaltete auch eine Zahlung von 2,8 Milliarden US-Dollar an Netflix zur Aufhebung des früheren Abkommens der Unternehmen.

Paramount logo on a blue background
Photo: theverge.com

Our goal has always been to build a stronger Hollywood — one with more stories told, greater choice for consumers and stronger competition.

David Ellison, CEO und Eigentümer von Paramount

David Ellison, CEO und Eigentümer von Paramount sowie Sohn des Milliardärs und Tech-Moguls Larry Ellison, bedankte sich bei Justizminister Bonta, den beteiligten Generalstaatsanwälten sowie dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom für die konstruktiven Gespräche und bekräftigte, dass die Fusion pro-wettbewerblich, pro-verbraucherfreundlich und pro-arbeitnehmerfreundlich sein werde. Wettbewerbsbehörden in fast 70 Jurisdiktionen weltweit, darunter auch die Europäische Union und Großbritannien, hatten dem Vorhaben bereits zuvor einstimmig grünes Licht erteilt.

Auswirkungen auf das Medienimperium und kommende Schritte

Mit dem vollzogenen Vergleich entgeht Paramount der Notwendigkeit, seine Kabelsender, zu denen CBS, MTV, Nickelodeon und Showtime gehören, zu veräußern, worüber in Verhandlungen zuvor noch diskutiert worden war, wie das Wall Street Journal berichtete. Nach Abschluss der Fusion wird das neu zusammengeschlossene Unternehmen alle genannten Liegenschaften kontrollieren, einschließlich der Rechte an geistigem Eigentum wie Batman, Superman, die Looney Tunes, Harry Potter und Game of Thrones. Zudem ist geplant, den Streaming-Dienst Paramount+ mit WBDs HBO Max zusammenzuführen.

Bundesstaaten einigen sich im Rechtsstreit mit Paramount und Warner Bros. – Weg für Fusion frei

Die vollständigen Auswirkungen der Vereinbarung werden nach Angaben der Beteiligten erst in den kommenden Jahren gänzlich sichtbar werden.

Paramount einigt sich im Rechtsstreit und macht Weg für Warner Bros.-Fusion frei
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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