Zum Inhalt springen
Unternehmen

Ölpreise & Anleiherenditen geben nach: DAX vor dem Wochenende auf grünem Terrain

Gestützt auf fallende Ölpreise schloss der DAX am Freitag vor dem Wochenende mit einem Plus von 0,95 Prozent bei 25.622,61 Punkten. Rückläufige Anleiherenditen und eine Erholung im globalen Techsektor trugen den Index. Verantwortlich für die positive Marktstimmung waren zudem Signale der US-Notenbank, während der Ausblick ungewiss bleibt.

Der deutsche Aktienmarkt profitierte am Freitag von einer spürbaren Erholung im globalen Techsektor nach einem zuvor verzeichneten Ausverkauf. Laut den verfügbaren Berichten kletterte der DAX am Freitag um 0,95 Prozent und beendete den Handelstag bei 25.622,61 Punkten.

Getragen wurde diese Entwicklung von einer freundlichen Stimmung an den US-Börsen.

Nachgebende Ölpreise gaben den Händlern nach einer zuvor von hoher US-Inflation belasteten Wochenmitte etwas Luft zum Atmen.

Auch rückläufige Anleiherenditen stützten den Markt.

US-Geldpolitik und Tech-Erholung stützen den DAX

An den Börsen in den Vereinigten Staaten hatte sich die Verfassung im Handelsverlauf des Donnerstags bereits aufgehellt. Vor dem Wochenende nutzten Investoren in Asien die jüngste Schwäche im Technologiesektor gezielt zum Einstieg. Zusätzlichen Rückenwind lieferte ein Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh, der in seiner Rede keinerlei Signale für eine anstehende Zinserhöhung im Oktober lieferte. Diese Klarheit unterstützte die Marktstimmung, insbesondere durch Investitionen in den Bereichen der künstlichen Intelligenz.

Die Marktteilnehmer hatten das jüngste Zins- und KI-Gewitter aus den USA damit offenbar mit einem blauen Auge überstanden.

Am deutschen Aktienmarkt ist das Glas wieder halb voll statt halb leer, kommentierte Marktanalyst Timo Emden vom Handelshaus Captrader das Handelsgeschehen. Dennoch bleibe fraglich, ob aus diesen Aufwinden ein tragfähiges Grundgerüst für eine Jahresendrallye entstehen könne, da die gesamte Gemengelage nach wie vor undurchsichtig sei.

Unklarer Ausblick und historische Höchststände in Reichweite

Trotz der starken Handelswoche bleibt der Ausblick für den DAX vorerst von Richtungssuche geprägt. Die Marktbeobachter registrieren weiterhin verschiedene Sorgenthemen und US-Entwicklungen, die das Geschehen beeinflussen.

Gleichzeitig verbleiben die bisherigen Rekordmarken des deutschen Leitindex in physischer Reichweite der Anleger. Der bisherige historische Höchststand wurde am 28. August markiert, als der DAX im Tagesverlauf ein Intraday-Allzeithoch von 26.618,74 Zählern erreichte und der höchste Schlusskurs der Geschichte bei 26.569,99 Punkten fixiert wurde.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.