Am Montag, den 12. Oktober 2026, stiegen die Ölpreise aufgrund von Angriffen auf Saudi-Arabien, während der US-Dollar infolge von Erwartungen an höhere Zinsen zulegte. An den globalen Aktienmärkten herrschte bei gemischter Stimmung Zurückhaltung, da Investoren auf US-Inflationsdaten und den Beginn der Berichtssaison der großen Banken am Dienstag warteten.
Ölpreisanstieg und der Druck auf die Märkte
Die Energiepreise dominierten am Montag das Marktgeschehen. US-Rohöl verteuerte sich um 1,9 % auf 93,55 Dollar pro Barrel, während der Preis für Brent um 1,7 % auf 106,52 Dollar stieg. Dieser Anstieg, befeuert durch die jüngsten Angriffe auf Saudi-Arabien, überschattete die Hoffnungen auf eine Verbesserung der weltweiten Versorgungslage.
Laut Robert Pavlik, Portfoliomanager bei Dakota Wealth Management, spüren Anleger derzeit eine ausgeprägte Vorsicht. Er beschrieb die aktuelle Stimmung am Markt mit einem Vergleich: Du gehst eine Zugstrecke entlang und weißt im Dunkeln nicht, ob ein Zug kommt, also bist du heute wirklich sehr vorsichtig, so Pavlik gegenüber Reuters. Er merkte zudem an, dass Aktien derzeit durch die hohen Ölpreise in Schach gehalten werden
.

US-Dollar-Stärke und Zinsperspektiven
Der US-Dollar profitierte von der Erwartung, dass die Federal Reserve angesichts der hartnäckigen Inflation gezwungen sein könnte, die Zinsen weiter anzuheben. Der Dollar-Index, der den Wert der US-Währung gegenüber einem Korb aus anderen Währungen wie dem Euro und dem Yen misst, legte um 0,4 % auf 102,59 Punkte zu. Der Euro notierte im Gegenzug 0,23 % niedriger bei 1,1175 Dollar.
Die Renditen für US-Staatsanleihen erreichten in diesem Monat ein 24-Jahres-Hoch, was den Druck auf die Aktienbewertungen erhöhte. Obwohl der US-Anleihemarkt am Montag aufgrund des Columbus Day geschlossen blieb, richten sich alle Blicke auf die kommenden Wirtschaftsdaten. Marktbeobachter kalkulieren laut CME Group FedWatch derzeit mit einer 71-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember.
Aktienmärkte im Spannungsfeld der Berichtssaison
Die globale Aktienentwicklung präsentierte sich am Montag uneinheitlich. Während der Dow Jones Industrial Average um 0,3 % zulegte, gaben der S&P 500 um 0,2 % und der Nasdaq Composite um 0,5 % nach. Der pan-europäische STOXX 600 Index konnte hingegen um 0,61 % zulegen, gestützt durch Gewinne im europäischen Bankensektor.
- JPMorgan und Goldman Sachs werden ihre Ergebnisse am Dienstag veröffentlichen.
- Bank of America folgt am Mittwoch mit der Bekanntgabe ihrer Quartalszahlen.
- Die Gewinne des S&P 500 sollen laut LSEG IBES um mehr als 30 % steigen, wobei ein Großteil des Wachstums aus dem Technologiesektor erwartet wird.
Trotz der Erwartungen auf ein starkes Gewinnwachstum bleibt die Unsicherheit bestehen. Neben den Unternehmensergebnissen steht der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Fokus, der aufgrund gestiegener Energiekosten voraussichtlich um 0,6 % auf eine Jahresrate von 3,7 % klettern dürfte. Während Investoren auf diese Zahlen warten, ist der Goldpreis leicht um 0,62 % auf 4.167,98 Dollar pro Unze gefallen.