Zum Inhalt springen
Welt

Huthi-Angriffe beeinflussen Ölpreise nach Saudi-Arabien-Angriffen

Ölpreise schwanken zum Wochenstart nach neuen Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien, während der US-Dollar in der Nähe eines 18-Monats-Hochs tendiert. Händler blicken weltweit auf bevorstehende US-Inflationsdaten und politische Entwicklungen im Nahen Osten sowie in der Ukraine.

An den globalen Finanzmärkten zeigt sich zu Beginn der Woche ein gemischtes Bild, während sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärfen und Investoren auf wichtige Konjunkturdaten vorbereiten. Der US-Dollar behauptet sich in der Nähe seines stärksten Standes seit anderthalb Jahren. Gleichzeitig reagieren die Energiemärkte auf eine Welle von Angriffen im Nahen Osten und Berichte über diplomatische Initiativen bezüglich des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine.

Angriffe in Riad und im Persischen Golf bewegen die Ölpreise

Die Ölmärkte gerieten über das Wochenende erneut in Bewegung, nachdem jemenitische Huthi-Rebellen ihre Angriffe auf saudi-arabische Ziele verstärkt hatten. Berichten zufolge zielten die Drohnenangriffe auf den Hauptflughafen in Riad ab, nachdem ein früherer Schlag auf dieselbe Anlage bereits Todesopfer gefordert hatte. Zudem wurden im Laufe des Wochenendes zwei Tanker im strategisch wichtigen Persischen Golf beziehungsweise der Straße von Hormus angegriffen.

Huthi-Angriffe beeinflussen Ölpreise nach Saudi-Arabien-Angriffen
Foto: economictimes.indiatimes.com

Brent-Rohöl verzeichnete im asiatischen Handel dennoch leichte Abschläge und notierte rund ein Prozent tiefer bei 103,55 US-Dollar je Barrel beziehungsweise um 104 US-Dollar, während WTI-Öl auf etwa 91 US-Dollar nachgab.

Wir erwarten, dass die Huthi weiterhin Angriffe auf die saudi-arabische Energieinfrastruktur verüben, was die Kurssteigerungen bei Ölpreis und US-Dollar unterstützt. Analysten der Commonwealth Bank of Australia, wie Indiatimes berichtet.

Analysten weisen darauf hin, dass die anhaltende Bedrohung der saudi-arabischen Energieinfrastruktur dem US-Dollar und den Ölnotierungen Unterstützung verleiht. Hinzu kommen die Marktreaktionen auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über einen sofortigen energy ceasefire beziehungsweise energy truce zwischen Russland und der Ukraine. Während der Kreml parallel die Lieferung von 500.000 Tonnen Diesel nach einer teilweisen Aufhebung des Exportverbots in Aussicht stellte, verhalten sich die ukrainischen Behörden abwartend und fordern konkrete Details.

Huthi-Angriffe beeinflussen Ölpreise nach Saudi-Arabien-Angriffen
Foto: xtb.com

US-Inflationsdaten und Notenbankfokus bestimmen die Devisenmärkte

Über den geopolitischen Faktoren steht die bevorstehende Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) für September im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Daten gelten als einer der letzten großen Konjunkturindikatoren vor der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve Ende Oktober. Nach einer Zinsanhebung im Vormonat preisen Händler laut dem CME FedWatch Tool mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 81 Prozent ein, dass die Notenbank die Zinsen in diesem Monat unverändert lässt.

Der US-Dollar-Index, der die US-Währung gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, notierte bei 102,14 und hielt sich damit dicht unter seinem erst kürzlich erreichten 18-Monats-Hoch. An den Anleihmärkten haben deutliche Abverkäufe in den vergangenen Wochen zu weltweit steigenden Kreditkosten geführt, was die finanziellen Bedingungen verschärft hat.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.