Getrieben von sinkenden Ölpreisen und den ersten direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Monaten steuert der DAX am Mittwoch sein Vortageshoch an. Der Broker IG taxierte den Leitindex im frühen Handel knapp ein halbes Prozent höher auf 25.700 Punkte, während an den internationalen Märkten verhaltene Zuversicht herrscht.
Die europäischen Finanzmärkte blicken am Mittwoch auf eine Gemengelage aus geopolitischer Entspannung und konjunktureller Vorsicht. Während der DAX bei fallenden Ölpreisen den Sprung an das Vortageshoch bei 25.783 Punkten anpeilt, bleibt das Handelsgeschehen von internationalen Impulsen geprägt. Am Vortag hatte sich die Erholung des deutschen Leitindex exakt an seiner 50-Tage-Linie festgelaufen und zu einem kaum veränderten Schlussstand geführt.
Geopolitische Entspannung am Ölmarkt und Gespräche zwischen USA und Iran
Für frischen Schwung an den Börsen sorgt vor allem der Umstand, dass erstmals seit Monaten wieder Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran zu Verhandlungen zusammengekommen sind. Neben den diplomatischen Hoffnungen blicken Investoren vor allem auf eine spürbare Entspannung an den Energiemärkten. Noch in der vergangenen Woche hatten Sorgen vor einer längeren Blockade von Öllieferungen durch die Straße von Hormus den Preis für Rohöl der Sorte Brent zeitweise bis an die Marke von 110 US-Dollar getrieben. Inzwischen liegt der Preis wieder klar unter der Schwelle von 100 US-Dollar, was den Dax-Handel am Morgen stützt.
Wie Marktbeobachter und Broker-Einschätzungen zeigen, wird das Bild an den internationalen Handelsplätzen jedoch durch gemischte Vorgaben komplettiert. Während technologie-schwere asiatische Indizes wie der südkoreanische Kospi und der japanische Nikkei 225 ihren Erholungskurs fortsetzen, bewegen sich die Ölpreise parallel in positiver Tendenz auf dem höchsten Niveau seit Juni.
Geldpolitische Zurückhaltung vor der EZB-Entscheidung und internationale Rekorde
Dämpfend auf die Euphorie wirkt der anstehende Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Die von der EZB erwartete Leitzinserhöhung an einem Donnerstag hält Investoren in Frankfurt weiterhin zur Vorsicht an. Der Broker IG hatte den deutschen Benchmark-Index bereits am Vortag, rund zweieinhalb Stunden vor Beginn des Xetra-Handels, mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 26,029 Punkten verzeichnet. Damit hielt sich das Börsenbarometer stabil über der runden Marke von 26.000 Punkten, wenngleich es einen respektablen Abstand zum jüngsten Rekordstand von 26,618 Punkten wahrt.

Für gute Laune sorgte parallel der Blick über den Atlantik. Der NASDAQ 100 kletterte am Dienstag erstmals seit Juni wieder auf ein neues Rekordhoch und liefert damit Rückenwind für den Technologie- und Handelsverlauf in Europa.
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