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Nvidia verdoppelt Umsatz durch KI-Boom

Der Chiphersteller Nvidia hat im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar verzeichnet und damit den Wert aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Nettogewinn stieg um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar, getrieben durch die ungebrochene Nachfrage nach KI-Infrastruktur und Rechenzentren.

Die weltweite Nachfrage nach Hochleistungschips für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz treibt den Konzern weiter an. Wie der Chiphersteller in seinen Quartalszahlen mitteilte, endete das zweite Geschäftsquartal am 26. Juli 2026. Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum 96,2 Milliarden US-Dollar (77,2 Milliarden Franken), während der Nettogewinn auf 59,7 Milliarden Dollar (48 Milliarden Franken) kletterte. Weil KI noch immer mehr Rechenpower verlangt hat, hat der amerikanische Chiphersteller Nvidia kräftig vorwärts gemacht.

Milliardeninvestitionen der Cloud-Schwergewichte und Ausblick

KI: Nvidia veröffentlicht Quartalszahlen

Hinter diesem Wachstum stehen vor allem massive Ausgaben der grossen Cloud-Anbieter. Konzerne wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Diese Entwicklung macht das Unternehmen zum zentralen Motor des weltweiten Booms, wobei Nvidia mit seinen Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms ist. Das zuvor vor allem in der Gamer-Szene für seine Grafikkarten bekannte Unternehmen stellt mit seinen Chips und Chipsystemen die Schlüsseltechnologien zum Training grosser KI-Sprachmodelle sowie zu deren Betrieb her.

Für das laufende dritte Quartal soll der Umsatz auf 108 Milliarden Dollar wachsen, plus oder minus 2 Prozent. Selbst das untere Ende der Spanne liegt damit leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung. Vom Erlös sollen 74 Prozent, plus/minus 0,50 Prozentpunkte als um Sondereffekte bereinigter operativer Bruttogewinn übrig bleiben, nach 75 Prozent im zweiten Quartal.

Neue Prozessoren und physische KI als nächster Schritt

Firmengründer und Konzernchef Jensen Huang hob die Dynamik der Infrastruktur hervor. Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft mit Volldampf, sagte Firmengründer und Konzernchef Jensen Huang laut Mitteilung. Die Produktion der neuen Prozessor-Architektur Vera Rubin laufe mittlerweile auf Hochtouren.

Nvidia verdoppelt Umsatz und Gewinn

Rückenwind dürfte sich die Unternehmensführung künftig auch von der Vera-Rubin-Plattform versprechen. Sie ist die leistungsfähigere Nachfolgerin der Blackwell-Architektur und wurde speziell auch für agentische KI konzipiert, also Software, die aktiv agiert, plant und Aufgaben bewältigen kann. Diese Rechenprozesse haben höhere und andere Leistungsanforderungen als das reine Training von KI-Modellen. Zudem betonte Huang die wachsende Bedeutung der physischen KI: Die KI hat ihren Schlüsselmoment erreicht. Sie leistet nützliche Arbeit, sagte Huang. Die Nachfrage nehme rasant zu, hinzu komme ausserdem die Einführung physischer KI – mit starker Dynamik in den USA und weltweit. Physische KI verbindet klassische KI mit Robotik.

Börsenwert und Reaktionen an den Märkten

Nvidia verdoppelt Umsatz durch KI-Boom
Photo: 20 Minuten

An den Börsen spiegelt sich diese Marktstellung in Rekordwerten wider. Per Schlusskurs vom Mittwoch liegt der Börsenwert des Unternehmens bei 5,07 Billionen Dollar, was es zum wertvollsten Konzern der Welt macht. Wer Ende 2019 1000 Euro in Nvidia-Aktien gesteckt hätte, hätte heute ein Investment im Wert von fast 36’000 Euro.

Trotz dieser Bilanz und Rekordzahlen sank der Aktienkurs nachbörslich zunächst um knapp ein Prozent. Da Anleger allerdings rasantes Umsatzwachstum und hohe Margen gewohnt und daher nur noch schwer zufriedenzustellen sind, standen die Aktien zuletzt unter Druck. Im nachbörslichen US-Handel geriet der Nvidia-Aktienkurs in den ersten Minuten unter Druck, drehte dann aber ins Plus. Zuletzt stieg er um fast vier Prozent auf 218,00 Dollar. Mitte Mai war der Kurs noch auf ein Rekordhoch über 236 Dollar geklettert – anschliessend machten Anleger im gesamten KI-Sektor allerdings erst einmal Kasse.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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