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Technik und Wissenschaft

Nvidia investiert sechs Milliarden US-Dollar in Poolside für KI-Modell

Nvidia investiert sechs Milliarden US-Dollar in das Start-up Poolside, um eines der weltweit leistungsfähigsten offenen KI-Modelle zu entwickeln, um chinesische Schwergewichte wie DeepSeek und Kimi K3 zu konkurrieren. Parallel dazu bündelt der Chiphersteller mit sechs Wall-Street-Finanzkonzernen Kräfte, um über unabhängige Finanzplattformen bis zu 500 Milliarden US-Dollar für die globale KI-Infrastruktur einzusammeln.

Der US-Chiphersteller Nvidia treibt seine Strategie zur Dominanz im globalen Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mit massiven Finanzierungen voran. Damit reagiert der Hardwarekonkurrent direkt auf chinesische Schwergewichte wie DeepSeek und Kimi K3. Poolside-Deal fordert OpenAI und Anthropic heraus

Die Lizenzvereinbarung zwischen Nvidia und Poolside richtet sich laut dem Bericht des Wall Street Journal nicht nur nach Osten, sondern stellt auch eine unmissverständliche Konkurrenz für etablierte US-KI-Frontier-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic dar. Da offene Open-Weight-Modelle in der Regel deutlich günstiger im Betrieb sind und sich unkompliziert anpassen lassen, könnten sie den Markt für Unternehmensanwendungen grundlegend verändern. Nvidia agiert in diesem Marktumfeld als mit Abstand wichtigster Lieferant von Hardware für das Training und den Betrieb modernster KI-Technik. Während bisher primär große Technologiekonzerne wie Amazon, Google, Microsoft und Meta sowie spezialisierte KI-Labore enorme Summen in die Infrastruktur stecken – laut Reuters sollen allein im Jahr 2026 mehr als 730 Milliarden US-Dollar zusammenkommen –, eröffnet der Chiphersteller nun völlig neue Finanzierungswege. Von den neuen Fonds sollen unter anderem KI-Labore und Start-ups profitieren, erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang gegenüber CNBC. Auf dem Kurznachrichtendienst X führt der CEO aus, dass der Zugang zu Kapital bislang nicht für alle Akteure gleichermaßen einfach sei, was sich mit den neuen Finanzplattformen ändern soll. Fünfhundert Milliarden US-Dollar von Wall Street für globale Rechenzentren

Ergänzend zu den Modellinvestitionen gab Nvidia am Montag bekannt, sich mit sechs großen Finanzkonzernen der Wall Street zusammengeschlossen zu haben. Ziel dieser Kooperation ist die Etablierung unabhängiger Finanzplattformen, über die 500 Milliarden US-Dollar an Drittkapital für den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur akquiriert werden sollen. Das geht aus Mitteilungen des Unternehmens hervor. Zu den beteiligten Kapitalgebern zählen Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR. Diese Finanzkonstrukte sollen der Kundschaft ermöglichen, in großem Umfang Zugriff auf knappe Rechenressourcen zu erhalten und den Aufbau jener Rechenzentren ermöglichen, die jede Industrie und jedes Land im KI-Zeitalter antreiben werden, lässt sich Nvidia-Chef Jensen Huang zitieren.

Nvidia Is Spending $6 Billion to Build a Powerful

Larry Fink, Chef von BlackRock, erklärte, dass sie dieses Geld so schnell wie möglich aufbringen und es sinnvoll einsetzen müssten, da er es für absolut unerlässlich halte, dass die USA Vorreiter bei KI seien.

Nvidia investiert sechs Milliarden US-Dollar in Poolside für KI-Modell

Laut Berichten des US-Nachrichtenportals CNBC ging der Hardwarehersteller aktiv auf die Finanzkonzerne zu und überzeugte diese davon, dass Rechenleistung rasch zu einer finanzierbaren Anlageklasse heranwachsen würde. Die Nachfrage übersteige das Angebot weiterhin deutlich und dank der neuen Konstrukte könnten sich beispielsweise auch institutionelle Anleger an der Finanzierung beteiligen.

Jensen Huang weist Kreislauf-Deals zurück und betont echte Nachfrage

Angesichts wachsender Sorgen über sogenannte Kreislauf-Deals in der Branche, die in den vergangenen Monaten mit zunehmender Sorge betrachtet worden waren, versicherte Nvidia-Chef Jensen Huang gegenüber CNBC und auf der Plattform X, dass es sich bei den neuen Fonds nicht um solche Konstrukte handele. Er betonte, dass die Nachfrage echt sei und sich die Investitionen durch die Nützlichkeit von KI rechnen würden.

Nvidia mit BlackRock & Co

Jensen Huang, CEO von Nvidia, erklärte, dass eine KI-Fabrik aus Energie und Daten wertvolle Intelligenz mache.

Der Nvidia-Leiter führte aus, dass Unternehmen die Technik nutzen würden, um Software zu schreiben, Medizin zu entdecken, Produkte zu entwerfen, der Kundschaft zu helfen und Tätigkeiten zu automatisieren. Je mehr Rechenleistung, desto besser die KI, so der CEO weiter. Rechenleistung sei im Zug des KI-Booms zu einem Teil der Infrastruktur geworden, so wie Elektrizität und das Internet. Wie sich der Zeitplan für das Einsammeln der 500 Milliarden US-Dollar im Detail gestalten wird, geht aus der Bekanntmachung hingegen nicht hervor.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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