Zum Inhalt springen
Technik und Wissenschaft

Nepal und Tibet: Mehr als 1.300 Vermisste nach Sturzfluten

Mehr als 1.300 Menschen werden nach schweren Sturzfluten im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet vermisst, während Familien verzweifelt auf Nachricht von ihren Angehörigen warten. Unter den Vermissten befinden sich auch Dutzende Staatsbürger aus den USA und Kanada, wie Behörden bestätigen.

Die verheerenden Sturzfluten haben Familien weltweit in Angst und Ungewissheit gestürzt.

Das Schicksal der Familie Ahuja und letzte Kontakte an der Grenze

Zu den Vermissten gehört ein Ehepaar, dessen Angehörige nun öffentlich nach Antworten suchen. Aashna Ahuja schilderte gegenüber NDTV den letzten bekannten Aufenthaltsort ihrer Eltern, Deepak und Madhu Ahuja. Nach absolvierter Kailash Yatra befanden sich die beiden demnach in Saga und reisten anschließend weiter in Richtung der tibetisch-nepalesischen Grenze.

Um ca. 7:30 Uhr morgens Ortszeit sprach Aashna Ahuja noch telefonisch mit ihren Eltern. Letzten Erkenntnissen zufolge trafen diese gegen 9:00 Uhr morgens an der Grenzabfertigung ein – nur zehn bis fünfzehn Minuten vor dem Einsetzen der Fluten. Auch die BBC berichtete über den kritischen Zeitrahmen, wonach sich die Eltern etwa eine Stunde vor dem Hochwasser an der Grenze befanden. Seit rund zehn Stunden sind die iPhones des Paares über die Funktion Find My nicht mehr auffindbar, wie Aashna Ahuja berichtete.

Ausmaß der Vermisstenfälle und internationale Betroffenheit

Die offiziellen Angaben zeichnen ein dramatisches Bild der Lage. Nach Angaben von Behörden, auf die BBC News verweist, werden derzeit mehr als 1.300 Personen vermisst. Darunter befinden sich auch zahlreiche US-Amerikaner und Kanadier. Rettungskräfte und Angehörige warten händeringend auf Informationen darüber, ob Vermisste sich noch rechtzeitig auf die tibetische Seite retten konnten oder von den Wassermassen überrascht wurden.

Nepal und Tibet: Mehr als 1.300 Vermisste nach Sturzfluten

Angehörige einer vermissten Person erklärten, sie würden darauf hoffen, dass diese es noch auf die tibetische Seite geschafft hätten.

Die Behörden und Familienangehörige vor Ort setzen ihre Bemühungen fort, um das genaue Ausmaß der Katastrophe zu erfassen und verlässliche Informationen über den Verbleib der Betroffenen zu erhalten.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.