Zum Inhalt springen
Unternehmen

Umfrage zeigt: Hälfte der Blick-Community offen für China-Autos

Eine Leserumfrage mit über 13’200 Teilnehmenden zeigt, dass 50 Prozent der befragten Blick-Community chinesischen Autos offen gegenüberstehen. Während BYD, Leapmotor und MG mit günstigen Preisen und moderner Technik locken, sorgen sich Kritiker um europäische Arbeitsplätze und die heimische Industrie.

Chinesische Automobilkonzerne verstärken ihren Druck auf den europäischen Markt massiv. Marken wie BYD, Leapmotor und MG bringen fortlaufend neue Modelle in den Handel und überzeugen Kunden durch attraktive Preise, moderne Technologie und eine wachsende Modellauswahl, wie Blick berichtet. Das erklärte Ziel der Hersteller ist es, sich dauerhaft in Europa zu etablieren und etablierten Marken wie Volkswagen, BMW und Mercedes Marktanteile abzunehmen.

Leserumfrage zeigt geteilte Haltung zu BYD und Co.

Die Konkurrenzsituation macht sich für europäische Autobauer zunehmend bemerkbar. Während chinesische Unternehmen bei den Produktionskosten und bestimmten Technologien im Vorteil sind, kämpfen Traditionsunternehmen wie Volkswagen mit hohen Ausgaben und den Herausforderungen der Transformation zur Elektromobilität.

Umfrage zeigt: Hälfte der Blick-Community offen für China-Autos

Welche Dynamik diese Entwicklung entfaltet, zeigt eine Umfrage der Blick-Community mit über 13’200 Teilnehmern. Demnach wollen sich 22 Prozent der Befragten als Nächstes definitiv einen Wagen aus China zulegen, während weitere 28 Prozent Interesse zeigen und sich die Fahrzeuge genauer ansehen möchten. Insgesamt stehen somit 50 Prozent der Befragten chinesischen Fabrikaten offen gegenüber. Demgegenüber planen 36 Prozent, ausschliesslich bei europäischen Herstellern zu bleiben, und 14 Prozent geben an, sich derzeit generell kein neues Auto leisten zu können.

Lob für Komfort, Technik und Komplettpreise

In der Kommentarspalte der Umfrage äußern sich zahlreiche Teilnehmer positiv über die Qualität und Ausstattung der Fahrzeuge. Stefan Thun schildert eigene Eindrücke nach einer Testfahrt: Ich habe kürzlich ein BYD-Ausleihfahrzeug gefahren. Komfortabel, kompakt, der Innenraum edel verarbeitet, rundum einfach ein super Auto. Sein nächstes Fahrzeug stehe daher fest, so Thun: Mein nächstes Auto wird ein BYD-Vollhybrid sein.

Umfrage zeigt: Hälfte der Blick-Community offen für China-Autos

Qualitativ haben Chinesen zugelegt, was bei den Deutschen verloren gegangen ist.

Hans Künzle, Community-Teilnehmer

Hans Künzle hebt zudem hervor, dass bei den asiatischen Anbietern alles komplett im Preis mit drinnen sei, während europäische Hersteller viele Extras als teure Sonderausstattung berechnen. User Philipp Schreier ergänzt, dass die Konkurrenzfahrzeuge längst innovativ und qualitativ auf europäischem Niveau seien: Das Problem für Europas Autoindustrie ist nicht einfach, dass chinesische Autos günstiger sind. Sie boten mehr und modernere Technik für das investierte Geld.

Sorgen um Arbeitsplätze und staatliche Subventionen

Den positiven Stimmen stehen spürbare Bedenken gegenüber. Teilnehmer wie Remo Zehnder lehnen den Kauf aus Verbundenheit zum heimischen Arbeitsmarkt ab: Ich unterstütze nicht den Abbau unserer Jobs. Urs Bruggisser warnt vor steigenden Handelsdefiziten mit dem Osten und der Frage, ob die Industrie wegen günstigerer Anschaffungspreise geopfert werden darf.

Kritik übt Hendric Wyss an den Rahmenbedingungen des Wettbewerbs. Er verweist auf massive staatliche Subventionen in China sowie auf deutlich niedrigere Löhne und Arbeitsbedingungen vor Ort. Zudem kritisiert Wyss die europäische Regulierung: Hier werden Betriebe zu Tode reguliert, mit extremen Steuern belegt und deren Auflagen ersticken alle Versuche, Gegensteuer zu geben. Auch das Verhalten von Käufern nimmt er in die Pflicht, die günstige Importe in Massen nachfragen.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.