Präsident Donald Trump hat vorgeschlagen, einen Teil seines Trump International Golf Club West Palm Beach in eine dauerhafte Präsidentenanlage nach dem Vorbild von Camp David zu verwandeln. Das Projekt, das für künftige Staatschefs und ausländische Staatsgäste gedacht ist, würde von der Trump-Organisation vollständig finanziert werden als Geschenk an zukünftige Nachfolger.
US-Präsident Donald Trump strebt an, einen Teil seines Golfclubs in West Palm Beach, Florida, in eine dauerhafte Präsidentenanlage nach dem Vorbild von Camp David zu verwandeln.
Der Vorschlag sieht vor, dass ein bestimmter Bereich des Privatgeländes künftig als offizieller Rückzugsort für amtierende und künftige US-Präsidenten sowie für den Empfang ausländischer Staatsgäste dient. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Anwalt des Golfclubs, Harvey Oyer, im September an den Palm Beach County Board of County Commissioners übermittelt hat.
Ein privates Geschenk an kommende Präsidentengenerationen
Das Anwesen liegt auf Land, das dem Landkreis gehört und an die Organisation des Präsidenten verpachtet ist. Nach den Vorlagen des juristischen Vertreters soll die Regierung einen entsprechenden Teil dieser Fläche erhalten. Im Gegenzug würde Trump die vollen Kosten für die Errichtung der Residenz und der dazugehörigen Einrichtungen übernehmen.

„Dies ist ein Geschenk, das der Präsident gerne mit seinen Nachfolgern, den Menschen in Amerika und seinen Mitbewohnern in Palm Beach County teilen möchte.“
Harvey Oyer, Anwalt des Trump International Golf Club, via The Hill
Da die Fertigstellung des Projekts voraussichtlich erst nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit erfolgen wird, betrachtet der Präsident das Vorhaben laut seinen Vertretern als bleibenden Beitrag zum Amt.
In dem Schreiben an die Bezirkskommissare verglich Oyer das geplante Projekt mit weltweit bekannten Residenzen wie Windsor Castle und dem Élysée-Palast. Die Trump-Familie würde den Spielbetrieb auf dem 1999 eröffneten Golfplatz weiterführen und die dazugehörigen Pachtzahlungen leisten. Laut den Finanzoffenlegungen des Präsidenten hatte der Club in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr ins Amt Einnahmen in Höhe von 36,9 Millionen Dollar verzeichnet.
Verhandlungen mit den Behörden und Sicherheitsvorteile
Die Kommunalbehörden in Florida prüfen das Angebot derzeit intensiv. Der Administrator des Landkreises, Joseph Abruzzo, bestätigte, dass man bereits in engem Austausch mit der Bundesbehörde General Services Administration (GSA) stehe, um ein geeignetes Teilstück für die Anlage auszuwählen.
Ein anonymer Weißes-Haus-Sprecher betonte gegenüber Medien die logistischen und sicherheitstechnischen Vorzüge des Standorts. Demnach biete der Platz ideale Voraussetzungen für offizielle Staatsbesuche und Erholungsaufenthalte.

„Das Anwesen ist nur wenige Minuten vom Donald J. Trump International Airport entfernt, hat keine hochragenden Gebäude, keine Wohnhäuser direkt am Kurs, verfügt über hervorragende Sicherheitsvorkehrungen, befindet sich in der Nähe von Strafverfolgungsbehörden und ist obendrein ein hochkarätig bewerteter Golfplatz.“
Weißes-Haus-Offizieller, via The Washington Post und The Hill
Unter den vorgesehenen Bedingungen würde das Unternehmen der Familie Trump den regulären Spielbetrieb auf dem angrenzenden Kurs fortführen, die Pachtzahlungen an den Bezirk weiter entrichten und die neue Anlage mit einem separaten Eingang versehen.
Historische Parallelen in Palm Beach
Die Überlegung, Florida als offiziellen Regierungssitz für Auszeiten zu nutzen, hat im Landkreis eine Vorgeschichte. Bereits die Erbin Marjorie Merriweather Post hatte testamentarisch verfügt, dass ihr in der Nähe gelegenes Anwesen Mar-a-Lago nach ihrem Tod als Winter-Weißes-Haus für die Bundesregierung dienen sollte.
Damals gab die Bundesregierung die Liegenschaft wegen zu hoher Unterhalts- und Sicherheitskosten jedoch an die Stiftung zurück. Donald Trump kaufte das Anwesen im Jahr 1985. Der aktuelle Plan für den Golfclub unterscheidet sich davon durch die direkte Einbindung des Bundes und den Neubau spezieller Unterkünfte, während ein endgültiger Name für den neuen Amtssitz noch nicht feststeht.
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