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Gesundheit

Michigan nursing home cited 18 times for health violations in past year

Das Gesundheitsamt von Oakland County hat einen Fall von Legionellen an der Woodward Hills Rehabilitation in Bloomfield Hills, Michigan, bestätigt. Infolgedessen wurden die Bewohner vorerst von der Nutzung von Duschen und Leitungswasser ausgeschlossen. Die Behörden untersuchen derzeit die Quelle der Kontamination, während die Einrichtung vorsorglich Filter installiert.

Duschverbot und die Situation der Bewohner

Die Bestätigung des Legionellen-Falls hat an der Woodward Hills Rehabilitation zu sofortigen und drastischen Einschränkungen geführt. Bewohner dürfen derzeit weder duschen noch Leitungswasser verwenden, während das Gesundheitsamt von Oakland County die genaue Quelle der Kontamination ermittelt. Laut WXYZ-TV wurde die erste Patientenprobe am 3. Juni entnommen; am darauffolgenden Tag leitete die Einrichtung proaktiv eigene Wasserproben ein, bevor das staatliche Gesundheitsamt am 5. Juni den Fall offiziell bestätigte. Für die betroffenen Senioren bedeutet dies einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Tavia Hill, deren 81-jährige Mutter seit fast zwei Wochen in der Einrichtung lebt, berichtete, dass ihre Mutter seit Tagen kein richtiges Bad mehr nehmen konnte. „Meine Mutter benutzt Feuchttücher, Sie wissen schon, diese Körperwischtücher. Jemand mit einer Vorerkrankung braucht ein Bad.“Tavia Hill, Tochter einer Bewohnerin Hill kritisierte zudem die Kommunikation der Einrichtung. Sie gab an, erst nach einer Anfrage bei den Medien Informationen über die Wasserverunreinigung erhalten zu haben. Die Einrichtung lehnte eine direkte Stellungnahme gegenüber den Reportern ab, gab jedoch in einer kurzen Erklärung an, dass eine teilweise Wasserbeschränkung bestehe.

Übertragungswege und medizinische Risikobewertung

Übertragungswege und medizinische Risikobewertung
Photo: Yahoo
Das Verbot von Duschen ist keine willkürliche Maßnahme, sondern basiert auf der spezifischen Biologie der Legionellen. Dr. Michael Swain, Epidemiologe beim Gesundheitsamt von Oakland County, erklärte, dass die Bakterien in die Lungen gelangen müssen, um die Legionärskrankheit auszulösen. „Wir haben die Einrichtung gebeten, die Einrichtung verpflichtet, Schwammbäder anstelle von Duschen zu verwenden, da Legionellen, um die Legionärskrankheit zu verursachen, aerosolisiert werden müssen, und Duschen ein wichtiges Risiko in Gebäuden wie diesem darstellen. Daher möchten wir nicht, dass die Duschen verwendet werden, bis Filter installiert sind.“Dr. Michael Swain, Epidemiologe beim Gesundheitsamt von Oakland County Ein wesentlicher Punkt für Besucher und Personal ist die Art der Übertragung. Die Krankheit ist nicht von Mensch zu Mensch ansteckend. Dr. Teena Chopra, Professorin für Infektionskrankheiten an der Wayne State University, betont, dass die Gefahr primär von kontaminierten Wassersystemen oder Klimaanlagen ausgeht. In einem Interview mit Yahoo erläuterte sie die Bedeutung des Fundortes: „Es ist nicht von Mensch zu Mensch ansteckend. Die Übertragung erfolgt über kontaminierte Wassersysteme, Klimaanlagen. Es kommt ganz darauf an, wo der Fall erworben wurde. Wenn er aus der Einrichtung stammt, ist das signifikant. Wenn das Problem im Wassersystem der Einrichtung liegt, dann sind andere Bewohner gefährdet.“Dr. Teena Chopra, Professorin für Infektionskrankheiten an der Wayne State University Kate Guzman, eine registrierte Krankenschwester und Gesundheitsbeauftragte des Amtes, stellte klar, dass alltägliche Aktivitäten wie das Trinken von Wasser oder das Essen keine riskanten Handlungen in Bezug auf die Legionellen-Übertragung seien.

Filterinstallation und das sechsmonatige Testprotokoll

Michigan health chief: Nursing home death toll is accurate
Um die Sicherheit wiederherzustellen, setzt das Gesundheitsamt auf eine Kombination aus technischer Filterung und langfristiger Überwachung. Die Installation von Filtern wird bis zur nächsten Woche erwartet. Danach beginnt ein intensiver Prüfzyklus: Die Einrichtung muss neun Testrunden durchlaufen, ein Prozess, der insgesamt sechs Monate in Anspruch nehmen wird. Die Strategie folgt einem Muster, das der Bezirk bereits bei anderen Gebäuden anwendet. Dabei werden spezifische 0,2-Mikron-Filter an den Armaturen installiert, um die Bakterien physisch aus dem Wasserstrom zu entfernen.

Systemische Probleme im Bezirk Oakland

Systemische Probleme im Bezirk Oakland
Photo: WXYZ Channel 7
Der Fall an der Woodward Hills Rehabilitation ist kein isoliertes Ereignis im Bezirk Oakland. Die Behörden hatten bereits im November Routineuntersuchungen in allen öffentlichen Gebäuden eingeleitet, nachdem ein Hausmeister des Sheriff-Büros an der Legionärskrankheit erkrankt war. Die anschließenden Untersuchungen offenbarten eine weitreichendere Kontamination:
  • Legionellen wurden im Sheriff-Büro nachgewiesen.
  • Weitere Proben waren im Bezirksgericht und anderen Gebäuden auf dem Campus in Pontiac positiv.
  • Im Gebäude 51111 Woodward Ave in Pontiac, das Büros des Michigan Department of Human Services beherbergt, wurden an sieben von 34 Stellen Legionellen gefunden. Hier handelte es sich jedoch um einen Typ, der die Legionärskrankheit nicht verursacht.
  • Die Reaktion des Bezirks umfasst nun regelmäßiges Spülen der Wassersysteme und die flächendeckende Installation der 0,2-Mikron-Filter, die erst entfernt werden, wenn Folgetests eine vollständige Reinigung bestätigen.

    Betreiber Optalis Healthcare und regulatorischer Druck

    Die Woodward Hills Rehabilitation, die über eine zertifizierte Kapazität von 190 Betten verfügt, wird von Optalis Healthcare betrieben, einem Unternehmen mit Standorten in Novi, Michigan, und Dublin, Ohio. Optalis Healthcare reagierte bislang nicht auf Anfragen zur aktuellen Situation. Das Timing des Ausbruchs ist für die Einrichtung besonders kritisch: Laut staatlichen Unterlagen steht die Lizenz der Pflegeeinrichtung im Juli zur Erneuerung an. Die behördliche Untersuchung wird daher maßgeblichen Einfluss darauf haben, ob und unter welchen Auflagen die Betriebserlaubnis verlängert wird. Während die Behörden noch nicht abschließend sagen können, ob der Patient die Infektion definitiv innerhalb der Einrichtung erworben hat, bleibt das Risiko für die Bewohner hoch. Wie Tavia Hill anmerkte, befinden sich in der Einrichtung viele Menschen in ihren 80ern, 90ern oder sogar über 100 Jahren, die aufgrund ihres Alters und möglicher Vorerkrankungen besonders anfällig für diese Form der Lungenentzündung sind. Hinweis: Bei Verdacht auf Symptome einer Lungenentzündung oder nach Aufenthalt in betroffenen Einrichtungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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    Dr. Lena Hartmann

    Über den Autor

    Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

    Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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