US-Rapper Macklemore verteidigt seine politischen Free Palestine-Rufe und Aussagen während seiner Auftritte im Vorprogramm von Ed Sheeran in New Jersey. Die umstrittenen Konzerte im September riefen scharfe Kritik von pro-israelischen Organisationen sowie Musikerkollegen hervor, während der Musiker betonte, seine Botschaft richte sich gegen Unterdrückung, nicht gegen jüdische Menschen.
Der US-Rapper Macklemore verteidigt seine umstrittenen politischen Aussagen im Vorprogramm der aktuellen Tour von Ed Sheeran. Bei zwei Konzerten im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey hatte der Musiker die Bühne genutzt, um sich deutlich zum Krieg im Gazastreifen zu äußern.
Auftritte im MetLife Stadium und Reaktionen von Organisationen
September trat Macklemore mit einer Kufiya um die Schultern auf. Vor zehntausenden Zuschauerinnen und Zuschauern rief er wiederholt Free Palestine und präsentierte seinen im Jahr 2024 veröffentlichten Protestsong „Hind’s Hall, während auf den Bildschirmen Bilder aus Gaza und dem Westjordanland gezeigt wurden. Der Künstler erklärte dem Publikum, dass dies einer der Hauptgründe für seine Teilnahme an der Tour sei.
„Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine. Ich sagte, Free Palestine.“
Macklemore, Rapper
Die Darbietungen blieben nicht ohne Folgen. Der Israeli-American Council startete eine Petition, die Ed Sheeran und sein Team dazu auffordert, Macklemore von den verbleibenden Tourterminen zu streichen. Auch die Sängerin Pink schaltete sich in die Diskussion ein und Teilte einen Beitrag in ihrer Instagram-Story, die Macklemores Auftritt kritisierte. Macklemore hat sich am Montag (Ortszeit) bei Instagram geäußert und dazu ein Video von zwei Reden geteilt, die er laut Medienberichten am Freitag und am Samstag bei zwei Konzerten im MetLife Stadium in New Jersey gehalten haben soll.
Differenzierung zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus
Angesichts von Vorwürfen, die Auftritte trügen antisemitische Züge, reagierte der Musiker mit einer Klarstellung über die sozialen Medien. In einem am Montag veröffentlichten Instagram-Clip betonte er, dass „Dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten, darf niemals kontrovers sein“ geschrieben habe. Macklemore sagte: „An alle meine jüdischen Brüder und Schwestern: Kritik an Israel, Kritik an der Apartheid, die Ablehnung von Völkermord – das ist in keiner Weise eine Kritik an euch. Meine Botschaft gilt dem Frieden; der Liebe dafür, dass alle Menschen mit Würde, Respekt und Gleichberechtigung behandelt werden.”

Columbia-University-Studierenden
Macklemore broadenete seine Nachricht dann auf andere Länder und Gemeinschaften aus und sagte: „So I say Free Palestine, I say Free Lebanon, I say Free Cuba, I say Free Congo, Free Sudan, I say Free all people in America living in fear of this terrorist organization, ICE. None of us will be free until we are all free.“ Der Song „Hind’s Hall“ wurde von ihm außerdem als inspiriert durch die Tapferkeit von Columbia-University-Studierenden beschrieben, die eine Lagerbewegung anführten, die die ganze Welt mobilisierte. Er dankte den Studierenden, die ihre Diplome, Studiengebühren und Stipendien riskierten, und nannte dabei CUAD-Studierende, Students for Justice in Palestine sowie Jewish Voice for Peace.””
Gegenwind von Prominenten und Haltung von Ed Sheeran
Die Kontroverse zog auch Kreise unter anderen Musikerinnen und Musikern, wobei Macklemore von den Musikerkollegen P!NK und Boy George kritisiert wurde. Ed Sheeran hat sich bislang nicht öffentlich zu der Forderung geäußert. Macklemore tourte ferner im Vorprogramm von Ed Sheerans Loop Tour und trat im August 2026 beim Goldencoast Rap Festival im Osten Frankreichs auf.

Weiterlesen