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Unterhaltung

Macklemore nach Palästina-Äußerungen von Ed-Sheeran-Tour gestrichen

Rapper Macklemore wurde von den verbleibenden US-Konzerten der Loop-Tour von Ed Sheeran gestrichen, nachdem pro-palästinensische Äußerungen bei Auftritten in New Jersey im September 2026 zu Auskünften von Spielstätten führten, die den Rapper nicht auftreten lassen würden. Die Entscheidung löste eine Kette von Absagen anderer Support-Acts aus.

Die geplante US-Stadiontournee von Ed Sheeran steht im Zentrum einer heftigen Kontroverse um politische Äußerungen auf der Bühne. Der US-amerikanische Rapper Macklemore, mit bürgerlichem Namen Benjamin Haggerty, wurde von den verbleibenden Daten des US-Abschnitts ausgeschlossen, nachdem seine Auftritte Anfang September 2026 im MetLife Stadium vor den Toren New York Citys schwere politische Reaktionen nach sich gezogen hatten.

Bühnen-Statements im MetLife Stadium und die Reaktionen

September 2026 nutzte Macklemore seine Auftritte als Vorband, um sich öffentlich zu positionieren. Vor zehntausenden Zuschauern rief er Free Palestine und erklärte, dass ein wesentlicher Grund für seine Teilnahme an der Tour sei, diese Plattform zu nutzen, um auf das Schicksal der Menschen in Gaza und im besetzten Westjordanland aufmerksam zu machen.

Macklemore nach Palästina-Äußerungen von Ed-Sheeran-Tour gestrichen
Photo: aol.com

Er spielte zudem seinen Protestsong Hind’s Hall, den er 2024 als Reaktion auf studentische Proteste an der Columbia University veröffentlicht hatte. Der Titel erinnert an die sechsjährige Hind Rajab, die in Gaza getötet wurde. Bei der zweiten Show wandte sich der Rapper direkt an jüdische Konzertbesucher und betonte, dass seine Kritik an der israelischen Regierung und die Ablehnung von Apartheid und Kriegshandlungen keine Kritik an ihnen als Personen sei.

Die Aussagen riefen umgehend heftige Gegenreaktionen hervor. Unter anderem warf die Organisation StopAntisemitism dem Rapper vor, das Publikum mit einseitiger Propaganda zu konfrontieren. Die Pop-Sängerin Pink verbreitete den entsprechenden Beitrag weiter und erklärte später in einer Stellungnahme als jüdische Mutter, dass sie die Verwendung bestimmter Bilder und die Art der Performance als bedrohlich empfunden habe.

Die Entscheidung der Messina Touring Group und das Veto der Stadionbetreiber

Der Druck auf die Konzertveranstalter wuchs rasch. Der Israeli American Council hatte eine Petition gestartet, die Ed Sheeran dazu aufforderte, den Rapper von der Tour zu nehmen. Wie der US-Konzertpromoter Messina Touring Group in einer exklusiven Stellungnahme gegenüber Medien mitteilte, drohten zahlreiche Spielstätten mit der Absage der Konzerte, falls Macklemore weiterhin Teil des Line-ups bleiben sollte.

Macklemore nach Palästina-Äußerungen von Ed-Sheeran-Tour gestrichen
Photo: rollingstone.de

Zu den betroffenen Arenen zählten unter anderem das Lincoln Financial Field in Philadelphia, das Gillette Stadium in Foxborough, das Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, das Lucas Oil Stadium in Indianapolis, das Bank of America Stadium in Charlotte, das AT&T Stadium in Arlington sowie das Raymond James Stadium in Tampa. Laut dem Promoter hätte ein Festhalten am Rapper zur Absage von Konzerten geführt, die Hunderttausende Fans betroffen hätten.

Als Konzertpromoter der US-Loop-Tour von Ed Sheeran wurden wir von Venues der bevorstehenden US-Tourdaten darüber informiert, dass sie kein Konzert mit Macklemore im Line-up erlauben werden, was zur Absage der Tour führen und Hunderttausende Fans betreffen würde. Nach Gesprächen mit allen Beteiligten wird Macklemore bei den verbleibenden Support-Dates nicht mehr auftreten.

Ed Sheeran und Robert Kraft im Fokus der Gespräche

Macklemore und Ed Sheeran äußerten sich daraufhin in ausführlichen Instagram-Statements zu den Vorgängen. Macklemore schilderte, dass Sheeran ihm von schwierigen Gesprächen mit Stadionbesitzern berichtet habe. Darunter sei auch Robert Kraft gewesen, der als Besitzer der New England Patriots und des Gillette Stadiums klargemacht habe, dass ein Auftritt des Rappers dort ausgeschlossen sei. Kraft bestätigte seine Haltung und erklärte, die Entscheidung richte sich gegen antisemitische Rhetorik, ohne das Leid unschuldiger Palästinenser schmälern zu wollen.

Macklemore nach Palästina-Äußerungen von Ed-Sheeran-Tour gestrichen
Photo: swr3.de

Ed Sheeran betonte in seiner Stellungnahme, dass der Ausschluss nicht seine persönliche Entscheidung gewesen sei, sondern auf den unumstößlichen Beschlüssen der Veranstalter und Spielstätten beruhe. Er habe die gesamte Woche über versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln.

Solidaritätswelle und Absagen weiterer Vorbands

Der Ausschluss von Macklemore zog weitreichende Konsequenzen für das gesamte Tournee-Line-up nach sich. Mehrere musikalische Begleitacts erklärten ihren Rücktritt aus Solidarität mit dem Rapper und den palästinensischen Menschen.

Macklemore dropped from Ed Sheeran tour after 'Free Palestine' remarks
  • Finneas erklärte über Instagram, dass Künstler beim Eintreten für Unterdrückte nicht zum Schweigen gebracht werden dürften, und zog sich von seinen Auftritten als Support-Act zurück.
  • Die dänische Band Lukas Graham begründete ihren Ausstieg damit, dass man angesichts des Leids von Zivilisten und Kindern weltweit nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne.
  • Die Musiker Aaron Rowe und die traditionelle irische Band Beoga kündigten ebenfalls an, die Tour zu verlassen, und verwiesen auf Parallelen zur eigenen historischen Erfahrung mit Hungersnöten und gewaltsamer Besatzung.

Macklemore selbst zog trotz des Rauswurfs ein positives Fazit seiner kurzen Tournee-Präsenz. Er betonte, er habe seine Kernbotschaft vor Zehntausenden Menschen in Amerika platzieren können, auch wenn ihn dies letztlich die Bühne gekostet habe.

Macklemore dropped from Ed Sheeran's tour for saying 'Free Palestine'
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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