US-Vizepräsident JD Vance bestätigt, dass das US-Militär Berichte über einen mutmaßlichen US-Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier in der iranischen Provinz Hormozgan untersucht. Bei dem Vorfall vom 1. September 2026 kamen nachsten Angaben mindestens vier Menschen ums Leben, während Dutzende weitere verletzt wurden.
Die Regierung in Washington prüft derzeit die genauen Umstände eines mutmaßlichen Angriffs auf eine Hochzeitsgesellschaft im südiranischen Dorf Kuhestak. Der Vorfall, der sich am 1. September 2026 ereignete, steht im Zentrum einer wachsenden diplomatischen und militärischen Konfrontation. US-Vizepräsident JD Vance bestätigte auf einem Briefing im Weißen Haus, dass das US Central Command (Centcom) Nachforschungen anstellt. Gleichzeitig äußerte er sich äußerst skeptisch gegenüber den Schilderungen der staatlichen iranischen Medien.
Opferzahlen und der mutmaßliche Beschuss in Kuhestak
Bei dem Einschlag in einem Wohngebäude während der Hochzeitsfeier wurden nachsten Angaben mindestens vier Menschen getötet. Unter den Todesopfern befinden sich zwei Kinder im Alter von vier und 16 Jahren. Die Getöteten wurden lokal als Zarkhatoon Taheri (50), Kolsum Mallahi Nazhdnia (43), Mohammad Mallahi (16) und der vierjährige Amirali Karimi namentlich identifiziert. Kurz nach dem Vorfall erlag eine 22-jährige Frau im Krankenhaus ihren Verletzungen, womit die Zahl der Toten auf fünf stieg.
Zudem erlitten nach offiziellen Angaben bis zu 68 Personen Verletzungen durch herabfliegende Trümmerteile. Iranische Stellen führten die Zerstörungen auf die Trümmer einer SLAM-ER-Rakete zurück, einer präzisionsgelenkten Stand-off-Waffe, die typischerweise von Flugzeugen der US-Marine eingesetzt wird. Die Region Hormozgan ist strategisch hochsensibel, da sie direkt an der Straße von Hormus liegt, über die ein signifikanter Teil der weltweiten Ölversorgung transportiert wird.
Reaktionen aus Washington und der Vorwurf von Kriegsverbrechen
Teheran reagierte scharf auf den Vorfall und forderte eine unabhängige internationale Untersuchung. Vertreter der iranischen Regierung werteten den Schlag als Beleg dafür, dass die amerikanischen Militäroktionen in der Region zivile Strukturen ins Visier nehmen. Im Gegensatz dazu betonte die US-Führung, dass die Streitkräfte zu keinem Zeitpunkt Zivilisten angreifen.

“What I can say with 100 percent confidence is that, unlike the IRGC, the United States never targets civilians in combat. We never will do that. We never have done that.”
JD Vance, Vice President
Vance räumte ein, dass bei militärischen Operationen Fehler und unbeabsichtigte zivile Verluste vorkommen können, betonte jedoch die Transparenz und den Lernwillen der US-Streitkräfte bei internen Fehlern. Ein Sprecher des Centcom, Commander Tim Hawkins, bestätigte ebenfalls die Kenntnisnahme der Berichte und verwies auf die strikte Doktrin gegen Angriffe auf zivile Ziele.
Militärische Eskalation rund um den Persischen Golf
Der Vorfall in Kuhestak reiht sich in eine monatelange, schwere militärische Konfrontation zwischen den USA und Iran ein. Die Spannungen im Seegebiet um die Straße von Hormus umfassen maritime Manöver, Luftschläge gegen iranische Militärstellungen sowie iranische Gegenangriffe auf US-Einrichtungen und alliierte Schifffahrt. Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurden im Zeitraum vom 30. August bis zum 2. September landesweit 18 Menschen getötet und 142 verletzt, darunter Opfer in Sirik, Chuzestan und bei Einheiten der Revolutionsgarde (IRGC) sowie der Basidsch-Miliz.

Die Untersuchung des Vorfalls durch das US-Militär soll nun klären, ob tatsächlich amerikanische Munition eingesetzt wurde, ob fehlerhafte geheimdienstliche Zielvorgaben vorlagen oder ob die geltenden Einsatzregeln verletzt wurden. Sollten die internen Prüfungen der USA die Vorwürfe entkräften, wird Teheran voraussichtlich über Gremien wie den UN-Menschenrechtsrat auf ein internationales Mandat drängen.
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