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Welt

Israel verstärkt Angriffe auf Hisbollah: Netanyahu kündigt „Vollgas“-Offensive an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Montagabend, dem 25. Mai 2026, den Befehl erteilt, die Militäroperationen gegen die Hisbollah im Libanon massiv zu verstärken. Mit dieser Ankündigung, die in einem Video auf Telegram veröffentlicht wurde, bricht Israel den vor einem Monat vereinbarten und kürzlich verlängerten „Waffenstillstand“ und signalisiert eine Eskalation, die weit über die bisherige Strategie hinausgeht. Die Hisbollah, die seit März 2026 in einen offenen Krieg mit Israel verwickelt ist, sieht sich mit einer neuen Phase der israelischen Militäroffensiven konfrontiert, die nach Netanyahus Worten darauf abzielt, die Organisation „zu zerschlagen“. Die Hisbollah reagiert mit Drohnenangriffen auf israelische Truppen, während Israel mit Luftangriffen auf Infrastruktur in der Bekaa-Ebene und in Beirut antwortet.

Netanyahus „Vollgas“-Befehl: Warum Israel den Waffenstillstand bricht

Netanyahu betonte in seinem Video, dass Israel den Fuß nicht vom Gas nehmen werde, sondern die Angriffe sogar noch verstärken müsse. „Wir sind im Krieg mit der Hisbollah, und wir werden die Angriffe intensivieren“, erklärte er. Diese Ankündigung fällt in eine Phase, in der die israelische Regierung unter Druck gerät, stärker auf die Angriffe der Hisbollah zu reagieren. Besonders die Drohnen der Hisbollah, die mit Sprengstoff gefüllt sind, haben in den letzten Wochen zu schweren Verlusten unter israelischen Soldaten geführt. Laut dem israelischen Militär wurde am selben Tag ein Soldat durch einen Drohnenangriff getötet und ein weiterer schwer verletzt.

Die Hisbollah ignoriert seit Wochen israelische Aufforderungen, die Angriffe einzustellen. Ein US-Beamter sagte gegenüber The Jerusalem Post, dass die Hisbollah „wiederholte Aufforderungen, das Feuer einzustellen, ignoriert habe, einschließlich eines jüngsten Ultimatums“. Die israelische Regierung unter Netanyahu zeigt sich zunehmend ungeduldig mit der passiven Haltung der USA unter der Biden-Administration. „Israel wird nicht passiv Angriffe auf seine Streitkräfte und Zivilisten hinnehmen“, heißt es in dem Statement.

Netanyahus „Vollgas“-Befehl: Warum Israel den Waffenstillstand bricht
Die Gruppe

Die Hisbollah hat ihre Stellungen in Südlibanon und in der Hauptstadt Beirut weiter ausgebaut. Israel reagiert mit gezielten Luftangriffen auf Infrastruktur in der Bekaa-Ebene, im Süden des Landes und in der Nähe von Beirut. Die National News Agency (NNA) des Libanon berichtete, dass die Angriffe zu einer Fluchtbewegung aus den südlichen Vororten von Beirut geführt haben, einem wichtigen Hisbollah-Hochburg. Gleichzeitig wurden in der Stadt Nabatieh Wohngebäude und ein Schiiten-Gemeinschaftszentrum beschädigt. Zudem setzten israelische Truppen Phosphormunition in der Region Qlailah ein, was zu Bränden in Zitrusplantagen und auf Ackerland führte. Phosphormunition ist in bewohnten Gebieten besonders umstritten, da sie bei Kontakt mit Sauerstoff entzündet und schwere Verbrennungen verursacht.

„Wir werden sie treffen. Richtig, sie schießen Drohnen auf uns ab, Faser-Drohnen. Wir haben ein spezielles Team, das sich damit beschäftigt, und wir werden das Problem lösen.

Die Hisbollah hat sich in den letzten Wochen zu einer direkten militärischen Bedrohung für Israel entwickelt. Die Gruppe schießt regelmäßig Drohnen und Raketen auf israelische Stellungen und Zivilisten ab. Netanyahu und seine Regierung stehen unter massivem Druck, die Hisbollah zu schwächen. Besonders die Drohnenangriffe haben zu einer neuen Dynamik geführt. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte in einem Statement, dass „für jede explosive Drohne zehn Gebäude in Beirut fallen sollten“. Er betonte, dass eine strategische Bedrohung nicht allein durch Verteidigung, sondern durch eine grundlegende Veränderung der Regeln und des Kräfteverhältnisses beantwortet werden müsse.

„Für jede Drohne zehn Gebäude in Beirut“: Die Forderungen der israelischen Hardliner

Die israelischen Hardliner, darunter Finanzminister Smotrich und Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, drängen Netanyahu zu einer noch härteren Linie. Ben-Gvir forderte in einem Post auf X/Twitter, dass Israel „die Elektrizität im Libanon abstellen, die Dahiyeh erobern und zu einem intensiven Krieg zurückkehren“ solle. Dahiyeh ist ein Vorort von Beirut, der als Hochburg der Hisbollah gilt. Beide Minister betonten, dass die Hisbollah nicht normalisiert werden dürfe und dass Netanyahu nun klare Signale an die internationale Gemeinschaft, insbesondere an die USA, senden müsse.

„Für jede Drohne zehn Gebäude in Beirut“: Die Forderungen der israelischen Hardliner
Benjamin Netanyahu Telegram Video Vollgas Offensive 25 Mai

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Smotrich hatte kürzlich einen Sonderhaushalt in Höhe von etwa 2 Milliarden Schekel (rund 692 Millionen US-Dollar) für technologische Lösungen zur Bekämpfung der Drohnenbedrohung bewilligt. Die Hisbollah nutzt Drohnen, um israelische Stellungen zu lokalisieren und anzugreifen. Die israelische Armee hat bereits erste Erfolge bei der Abwehr dieser Drohnen gemeldet, doch die Bedrohung bleibt bestehen.

Die Hisbollah hat sich in den letzten Wochen als besonders widerstandsfähig erwiesen. Die Gruppe kontrolliert weite Teile Südlibanons und hat ihre Stellungen in der Nähe der israelischen Grenze weiter ausgebaut. Die Hisbollah reagiert auf israelische Angriffe mit eigenen Raketen- und Drohnenangriffen, was zu einer Eskalationsspirale führt. Die Hisbollah hat laut Angaben der libanesischen Gesundheitsbehörden seit Kriegsbeginn im März 2026 mindestens 3.185 Menschen getötet, darunter viele Zivilisten.

„Es ist verboten, die Realität der explosiven Drohnen zu normalisieren.

Die Hisbollah als militärische Herausforderung: Warum Israel auf eine neue Strategie setzt

Die Hisbollah ist seit ihrer Gründung 1982 eine der mächtigsten nichtstaatlichen Milizen der Region. Die Gruppe wird von Iran unterstützt und hat enge Verbindungen zu anderen pro-iranischen Milizen im Irak und Syrien. Seit dem Rückzug Israels aus dem Südlibanon im Jahr 2000 hat die Hisbollah ihre militärische Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut. Heute verfügt sie über eine der größten Raketenarsenale der Welt und hat in den letzten Jahren ihre Fähigkeiten im Bereich der Drohnen- und Cyberkriegführung deutlich verbessert.

Netanyahu orders escalation of Lebanon offensive to “crush” Hezbollah

Israels neue Strategie zielt darauf ab, die Hisbollah nicht nur defensiv zu schwächen, sondern ihre militärische Infrastruktur gezielt zu zerstören. Die Angriffe auf die Bekaa-Ebene, wo die Hisbollah wichtige Nachschubrouten und Lager unterhält, sollen die Gruppe in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken. Gleichzeitig setzt Israel auf technologische Lösungen, um die Drohnen der Hisbollah abzufangen und zu zerstören.

Die Hisbollah als militärische Herausforderung: Warum Israel auf eine neue Strategie setzt
cluster (priority): The Jerusalem Post

Die Hisbollah hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie in der Lage ist, israelische Truppen mit präzisen Drohnenangriffen zu treffen. Die Gruppe nutzt dabei auch Faser-Drohnen, die besonders schwer zu erkennen und zu bekämpfen sind. Netanyahu betonte in seinem Video, dass Israel „Resilienz“ zeige, aber gleichzeitig klar sei, dass eine weitere Eskalation unvermeidbar sei. „Wir werden sie auf den Schienbein und Oberschenkel treffen“, sagte er und deutete damit auf eine gezielte Schwächung der Hisbollah hin.

This follows our earlier report, Israel-Hezbollah-Konflikt: Waffenstillstand gescheitert, Zivilistenleid steigt.

Die Hisbollah reagiert auf diese Angriffe mit eigenen Raketen- und Drohnenangriffen. Die Gruppe hat in den letzten Tagen mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Norden des Landes verübt. Die Hisbollah hat dabei auch zivile Ziele im Visier, was zu einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage führt.

Was kommt als Nächstes? Drei mögliche Szenarien für die nächsten Wochen

Die aktuelle Eskalation wirft die Frage auf, wie die Hisbollah und Israel aus diesem Konflikt herauskommen.

  • Weiterer militärischer Druck: Israel wird seine Angriffe auf die Hisbollah weiter verstärken, insbesondere auf Infrastruktur in der Bekaa-Ebene und in Beirut. Die Hisbollah wird wahrscheinlich mit eigenen Angriffen reagieren, was zu einer weiteren Eskalation führen könnte.
  • Diplomatische Initiativen: Die USA und andere internationale Akteure könnten versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden. Allerdings zeigt sich Netanyahu zunehmend ungeduldig mit der Haltung der USA unter Biden. Eine Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus könnte die israelische Position stärken.
  • Humanitäre Krise: Die Angriffe auf zivile Infrastruktur im Libanon könnten zu einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage führen. Die Hisbollah nutzt zivile Gebiete als Schutzräume, was die Angriffe für Israel noch schwieriger macht.

Die Hisbollah hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bereit ist, hohe Verluste in Kauf zu nehmen, um ihre Ziele zu erreichen. Die Gruppe wird wahrscheinlich weiter kämpfen, auch wenn dies zu einer weiteren Eskalation führt. Israel steht vor der Herausforderung, die Hisbollah militärisch zu schwächen, ohne dabei eine größere humanitäre Krise auszulösen.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Hisbollah bereit ist, ihre Angriffe einzustellen, oder ob Israel weiter auf eine militärische Lösung setzt. Die internationale Gemeinschaft wird dabei eine zentrale Rolle spielen, insbesondere die USA und die Vereinten Nationen. Die Hisbollah hat bereits angekündigt, dass sie ihre Angriffe nicht einstellen werde, solange Israel seine Militäroperationen fortsetzt.

Die Hisbollah hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie eine direkte militärische Bedrohung für Israel darstellt. Die Gruppe nutzt ihre Drohnen und Raketen, um israelische Truppen und Zivilisten anzugreifen. Israel reagiert mit gezielten Luftangriffen auf Infrastruktur und technologischen Lösungen zur Bekämpfung der Drohnen. Die Hisbollah wird wahrscheinlich weiter kämpfen, auch wenn dies zu einer weiteren Eskalation führt. Die internationale Gemeinschaft wird dabei eine zentrale Rolle spielen, insbesondere die USA und die Vereinten Nationen.

Die Hisbollah hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie bereit ist, hohe Verluste in Kauf zu nehmen, um ihre Ziele zu erreichen. Die Gruppe wird wahrscheinlich weiter kämpfen, auch wenn dies zu einer weiteren Eskalation führt. Israel steht vor der Herausforderung, die Hisbollah militärisch zu schwächen, ohne dabei eine größere humanitäre Krise auszulösen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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