Vermittler aus Pakistan und Katar treiben die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran voran, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vorläufige Pause bei den Luftangriffen angekündigt hat. Gleichzeitig warnt Teheran Nachbarstaaten vor einer Teilnahme an neuen Wirtschaftssanktionen, während in der strategisch wichtigen Straße von Hormus Gespräche über Routen und Mautgebühren laufen.
Die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des monatelangen Konflikts zwischen Washington und Teheran haben am Sonntag neuen Schwung erhalten. Islamabad und Doha intensivieren den Austausch von Botschaften, nachdem beide kriegführenden Seiten ihre Antworten auf eine gemeinsame Deeskalationsformel übermittelt haben. Dies teilten pakistanische Regierungssprachen mit (Mediators intensify US-Iran diplomacy after Trump orders ‚pause‘ in strikes: Sources).
US-Präsident Trump kündigt Gespräche für Montag an und setzt Angriffe aus
US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag vor Reportern an Bord der Air Force One, dass die Woche mit neuen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran beginnen soll. Er verzichtet demnach vorerst auf weitere Angriffe, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges auszuloten, der seit dem 28. Februar andauert (Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag). Trump gab an, dass Iran sowie regionale Partner wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate ihn um eine Aussetzung gebeten hätten. Iranische Medien widersprachen dieser Darstellung jedoch und betonten, Teheran habe eine solche Bitte nicht geäußert.
Berichte von Medien zeigten zudem, dass Überlegungen zu einer Ausweitung der Militäroperationen auch durch logistische Faktoren beeinflusst wurden. Demnach erwog das Weiße Haus den Verzicht vor dem Hintergrund schwindender Bestände an US-Luftabwehrraketen (Mediators intensify US-Iran diplomacy after Trump orders ‚pause‘ in strikes: Sources). Die bevorstehenden Gespräche sollen sich vor allem auf die Entnuklearisierung Irans und die Situation in der Straße von Hormus konzentrieren (Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag).
Reaktionen des Iran: Mohsen Rezaei warnt Nachbarstaaten vor US-Wirtschaftskrieg
Trotz der diplomatischen Öffnung bleibt der politische Ton in Teheran hart. Mohsen Rezaei, der neue Leiter des Oberen Nationalen Sicherheitsrats des Iran, äußerte sich in einem Interview mit dem staatlichen Sender IRIB scharf (Iran threatens neighbors against economic measures and Egypt tries to revive US-Iran talks). Er warnte die Nachbarländer davor, sich den neuen US-Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolierung anzuschließen.

We are telling all nearby countries not to join the U.S. Mohsen Rezaei, Leiter des Oberen Nationalen Sicherheitsrats via AP News
Rezaei kündigte an, dass Iran in diesem Fall die Interessen dieser Staaten sowie die Öllieferrouten außerhalb der Straße von Hormus ins Visier nehmen werde. Zugleich warf er den USA vor, durch monatelange Angriffe die globale nukleare Sicherheit zu gefährden, da die Einhaltung internationaler Überwachungspflichten keinen Schutz vor militärischer Aggression biete (Iran threatens neighbors against economic measures and Egypt tries to revive US-Iran talks).
Die umkämpfte Straße von Hormus und das bevorstehende Abkommen mit Oman
Die Straße von Hormus bildet den zentralen Streitpunkt des Konflikts. Während die US-Regierung auf freier Schiffahrt beharrt, kontrolliert Teheran die Wasserstraße seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Februar und erhebt nach eigenen Angaben Gebühren (Iran threatens neighbors against economic measures and Egypt tries to revive US-Iran talks). Außenministeriumssprecher Esmaeil Baqaei erklärte im Staatsfernsehen, dass eine Einigung mit dem auf der gegenüberliegenden Seite liegenden Oman über eine neue Schifffahrtsroute unmittelbar bevorstehe (Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag).

Ein solches Abkommen bedeute jedoch nicht die sofortige Wiederöffnung der Meerenge für den gesamten internationalen Verkehr. Nach Angaben der Regierungen in Teheran und Bagdad wurde Tankern mit irakischem Öl bereits geholfen, die Passage zu passieren (Iran threatens neighbors against economic measures and Egypt tries to revive US-Iran talks). Gleichzeitig unterstreicht ein Vorfall vom Sonntag, bei dem die Crew eines Tankers vor Oman eine Explosion in Schiffs Nähe meldete, die anhaltende Gefahr in der Region (Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag).
Ägyptens diplomatische Initiative und die Vermittlung aus Doha und Islamabad
Parallel zu den Gesprächen in der Golfregion versucht Kairo, die direkten Verhandlungen zwischen Teheran und Washington neu zu beleben. Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty beriet sich telefonisch mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi über Herausforderungen und Perspektiven der Diplomatie (Iran threatens neighbors against economic measures and Egypt tries to revive US-Iran talks). Die von Katar und Pakistan unterstützte Deeskalationsformel sieht vor, zu den Positionen vor dem 9. Juli zurückzukehren, die Blockade iranischer Häfen aufzuheben und die Öl-Sanktionen zu lockern (Mediators intensify US-Iran diplomacy after Trump orders ‚pause‘ in strikes: Sources).
Diplomaten warnen jedoch, dass die aktuelle Waffenruhe fragil ist. Beobachter verweisen auf die Gefahr durch Hardliner auf beiden Seiten, die den Waffenstillstand gefährden könnten (Mediators intensify US-Iran diplomacy after Trump orders ‚pause‘ in strikes: Sources). An den Rohölmärkten zeigten sich unterdessen erste Reaktionen: Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate gab zum Wochenauftakt in Asien um 4,7 Prozent auf 80,72 US-Dollar je Barrel nach (Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag).
Weiterlesen