Das neue Samsung Galaxy Z Fold 8 kommt mit einem anpassen Passbild-Format im Seitenverhältnis 4:3 und einem deutlich weniger sichtbaren Knick auf den Markt.
Der Markt für faltbare Smartphones hat sich längst von einer kurzlebigen Modeerscheinung zu einem festen, wenngleich nischigen Segment entwickelt. Mittlerweile sind im Handel zahlreiche Modelle verfügbar, wobei die Hälfte davon im Jahr 2025 oder später auf den Markt gekommen ist.
Das Design des Samsung Galaxy Z Fold 8 im Test
Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold 8 ein Gerät im neuen Passbild-Format vorgelegt, das im geschlossenen Zustand etwas kleiner als ein herkömmlicher Reisepass ist. Mit einer Dicke von lediglich 9,7 Millimetern und einem Gewicht von 201 Gramm ist das Gerät leichter als viele herkömmliche Slab-Smartphones wie das iPhone 17 Pro Max oder das Galaxy S26 Ultra. Tester und Nutzer heben hervor, dass sich das Smartphone im geschlossenen Zustand bequem mit einer Hand bedienen lässt.
Erreicht wird diese Ergonomie durch ein kürzeres und breiteres Design, das beim Aufklappen ein Seitenverhältnis von 4:3 ermöglicht. Dieses Format erweist sich sowohl für die Medienwiedergabe als auch für das Arbeiten mit zwei Apps im Splitscreen-Modus als vorteilhaft. Wer vertikale Inhalte wie TikTok oder Instagram konsumiert, dreht das Gerät einfach um und erhält eine großzügige Porträtansicht.
Technische Kompromisse: Der Wegfall des Flex-Modus und Verbesserungen am Display
Um das schlanke Design und die technischen Verbesserungen zu realisieren, mussten Käufer jedoch Abstriche hinnehmen. Der bisher bekannte Flex-Modus, bei dem das Gerät in einem halboffenen Zustand arretiert werden konnte, wurde bei der neuen Generation gestrichen. Grund dafür ist ein straffer gespanntes Scharnier mit mehr Widerstand.

Im Gegenzug zeigt sich ein entscheidender Vorteil am Innendisplay: Der störende Knick in der Mitte des Bildschirms fällt deutlich unauffälliger aus als bei den Vorgängern. Die Mehrheit der Technik-Community auf Plattformen wie ComputerBase bewertet den sichtbaren Display-Knick traditionell als eines der größten Hindernisse beim Kauf eines Foldables. Neben diesem optischen Makel nennen Nutzer in Umfragen vor allem den Preis, die Angst vor mechanischer Abnutzung durch Wasser und Staub sowie den wahrgenommenen Nutzen als Barrieren für den Umstieg.
Kameraausstattung und Leistung im Alltag
Im Test zeigt sich, dass die Akkulaufzeit des Geräts zwar einen vollen Tag übersteht, aber nicht ganz an die Standards von Spitzenmodellen wie dem Galaxy S26 Ultra herankommt. Dafür unterstützt das neue Falt-Handy eine kabelgebundene Schnellladefunktion mit 45 Watt.

Bei der Kameraausstattung setzt Samsung auf zwei 50-Megapixel-Sensoren für Weitwinkel- und Ultraweitwinkelaufnahmen, die solide Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen liefern. Im Vergleich zu den absoluten Top-Smartphones fehlt dem Foldable jedoch ein optisches Teleobjektiv, weshalb Nutzer auf digitalen Zoom und Bildausschnitte zurückgreifen müssen. Zudem sorgt der Kamerabuckel auf der Rückseite dafür, dass das Gerät auf flachen Oberflächen leicht wackelt.
Marktentwicklung und Formfaktor-Parallelen seit 2021
Die Entwicklung hin zu kompakteren und breiteren Buch-Foldables hat eine Vorgeschichte. Bereits im Dezember 2021 brachte OPPO mit dem OPPO Find N den ersten kleineren Foldable-Formfaktor auf den Markt, der damals exklusiv in China erschien und ein quadratischeres Display bot. Während damals auch andere Hersteller wie Huawei mit dem im April eingeführten Pura X Max Alternativen präsentierten, sehen Beobachter im aktuellen Ansatz von Samsung die gelungene Umsetzung eines handlichen, kurz und breiten Geräts.
Mit Preisen ab 2049 Euro in der Eurozone bleibt die Anschaffung eine erhebliche Investition, die viele Käufer traditionell über Mobilfunkverträge abwickeln.
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