Österreichs Eishockey-Meister Graz99ers musste sich am Donnerstag bei der Rückkehr in die Champions Hockey League geschlagen geben. Vor 2.500 Zuschauern unterlag das Team dem Schweizer Titelträger Fribourg-Gotteron mit 2:4, während Ligakonkurrent KAC nach Verlängerung siegreich blieb und Red Bull Salzburg eine Heimniederlage hinnehmen musste.
Die Rückkehr der Graz99ers in die Champions Hockey League brachte am Donnerstagabend eine starke Leistung, die jedoch ohne zählbaren Erfolg blieb. Gegen den Schweizer Spitzenklub Fribourg-Gotteron kämpfte sich der österreichische Eishockey-Meister nach einem frühen Rückstand zurück in die Partie, musste sich am Ende jedoch mit 2:4 (1:1, 0:0, 1:3) geschlagen geben. Das Auftaktspiel in der Kontinentalliga vor 2.500 Zuschauern zeigte eine ebenbürtige Grazer Mannschaft, die den Favoriten phasenweise stark unter Druck setzte.
Fribourgs früher Start und die Grazer Aufholjagd
Die Schweizer Gäste erwischten den besseren Start in die Begegnung und übernahmen zunächst die spielerische Kontrolle. Minute in Führung. Die Grazer, die nach Angaben der Berichterstattung zuvor sieben Jahre lang nicht in der CHL vertreten waren, liefen in dieser Phase noch nicht in Bestbesetzung auf, fanden nach und nach jedoch besser in den Rhythmuss und boten dem Gegner Paroli.
Kurz vor der ersten Drittelpause schlugen die Steirer im Powerplay eiskalt zu. Nur 14 Sekunden vor dem Pausentignal stocherte Chris Collins den Puck über die Linie und glich zum 1:1 aus. Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels gestalteten die Gäste aus Österreich das Spielgeschehen völlig offen. Paul Huber scheiterte im Eins-gegen-Eins am gegnerischen Goalie Ludovic Waeber, und auch Routinier Manuel Ganahl ließ eine gute Möglichkeit zur Führung ungenutzt.
Späte Entscheidung durch Fribourgs Doppelschlag
Im Schlussabschnitt zog Fribourg das Tempo spürbar an und forderte Goalie Nicolas Wieser im Tor der 99ers gefordert. Zwar zählte ein Treffer der Schweizer nach einem Videostudium zunächst nicht, doch in der entscheidenden Phase schlugen die Gäste gnadenlos zu.
Die 99ers bewiesen Moral und verkürzten 64 Sekunden vor dem Spielende noch einmal durch Marcus Vela in Überzahl auf 2:3. Wenige Augenblicke später machte Anthony Richard mit einem Schuss ins leere Grazer Tor nach einem Patzer jedoch alles klar. Trotz insgesamt 33 Torschüssen Richtung Schweizer Gehäuse blieben die Grazer am Ende unbelohnt.
KAC siegt in der Verlängerung und Salzburger Niederlage gegen Köln
Während Graz den Kürzeren zog, feierte der KAC einen knappen Heimerfolg gegen die Boxers de Bordeaux. Die Klagenfurter rangen die Franzosen in der Verlängerung mit 2:1 nieder. Nick Petersen lenkte den Puck nach 1:49 Minuten der Overtime im Powerplay nach einem Zuspiel von Jan Mursak entscheidend in die Maschen. Der 37-jährige Petersen hatte zuvor bereits das 1:1 durch Thimo Nickl vorbereitet, nachdem Bordeaux im ersten Drittel in Führung gegangen war.

Weniger erfolgreich verlief der Abend für Red Bull Salzburg. Der CHL-Stammgast unterlag daheim den Kölner Haien mit 2:5. Die deutschen Gäste legten im ersten Durchgang mit einem Doppelschlag vor. Zwar brachten Peter Schneider mit einem platzierten Abschluss und Mario Huber nach Zuspiel von Michael Raffl die Salzburger heran, doch eine weitere Überzahltreffer der Gäste besiegelte die Niederlage.
Für Fribourg geht das Turnier am Samstag mit dem nächsten Auswärtsspiel in Österreich gegen den KAC weiter. Die Graz99ers treffen in ihrer weiteren Gruppenphase auf die nächsten Herausforderungen in der europäischen Königsklasse.
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