Granit Xhaka hat am Montagmorgen im Nati-Camp in Belek ein Covid-Geständnis abgelegt, nachdem zuvor Gerüchte über seine Absage wegen Ermittlungen kursierten. Laut dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) reist der Captain nicht zum Zusammenzug an die türkische Riviera, während die Mannschaft unter strahlendem Sonnenschein ihr Quartier im Kempinski Hotel bezog.
Am Montagmorgen herrschte an der türkischen Riviera bei blauem Himmel und Temperaturen um die 25 Grad zunächst Urlaubsstimmung, als laut Blick-Berichten in Belek von Weitem noch das Meeresrauschen zu hören war. Kurz nach 10 Uhr Ortszeit zog im Nati-Hotel im Kempinski Hotel jedoch spürbare Anspannung ein. Wenig später machten erste Gerüchte die Runde, wonach Granit Xhaka infolge von Ermittlungen gegen ihn die Reise zur Schweizer Fussball-Nationalmannschaft nicht antreten wird. Um 11.20 Uhr folgte die offizielle Bestätigung des Verbands: Der Captain wird nicht wie ursprünglich geplant um 19.45 Uhr in der Türkei landen.
Ankunft am Flughafen Antalya und veränderte WG im Hotel
Fast zeitgleich zur Absage-Ankündigung landete am Flughafen Antalya eine Edelweiss-Maschine mit den ersten Nationalspielern an Bord. Mit an Bord befanden sich laut den Berichten auch der neue SFV-Super-Boss Marinko Jurendic und Präsident Peter Knäbel. Gegen 12 Uhr stiegen die Delegation und die ersten Spieler aus dem Mannschaftsbus vor dem Kempinski Hotel, wo die Nati bis zum Freitag residiert. Nati-Goalie Gregor Kobel versuchte sich dabei erfolglos vor den wartenden Fotografen und Journalisten zu verstecken. Neben ihm stiegen auch Ardon Jashari, Michel Aebischer, Marvin Keller und Eray Cömert aus dem Bus.
Mit leichter Verzögerung folgten Xhakas enge Vertraute und Führungsspieler Manuel Akanji sowie Ricardo Rodriguez. Zwar zeigte sich den Anwesenden beim Grussen keine direkte Beeinträchtigung durch die kurz zuvor erfolgte Absage ihres Kumpels, doch organisatorisch hinterlässt der Ausfall Spuren: Die bisherige Führungsspieler-WG im Hotel-Bungalow, die Xhaka, Akanji und Rodriguez bewohnt hatten, muss neu besetzt werden. Eray Cömert übernimmt nun das freigewordene Zimmer des Captains.
Buggy-Spaß mit Ricardo Rodriguez und gute Laune bei Murat Yakin
Draussen sorgte derweil eine Gruppe neuer Spieler für aufgelockerte Stimmung. Mit Winsley Boteli in einem Glitzershirt, Johan Manzambi, Alvyn Sanches und Zachary Athekame wurde es deutlich lauter und es wurde viel gelacht. Ricardo Rodriguez, der bereits im Besitz der Zimmerkarte für den Bungalow war, schnappte sich kurzerhand einen Hotelbuggy und wollte gemeinsam mit Cömert und Akanji losdüsen. Ein Hotelangestellter machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung, woraufhin Rodriguez auf dem Beifahrersitz Platz nehmen musste. Neuling Winsley Boteli scherzte über seine Fahrkünste: Ich darf nicht, ich habe keinen Fahrausweis
, wie Blick berichtet.
Auch bei Trainer Murat Yakin gab es nach dem Mittag Grund zur Erleichterung, nachdem sein am Sonntag beim Hinflug abhandengekommener Koffer nachgeliefert wurde. Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die angekündigte Pressekonferenz von Pierluigi Tami wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, während für den Nachmittag ein kurzes Gespräch mit Präsident Peter Knäbel angesetzt wurde.
Peter Knäbel und die Neuausrichtung ohne den Captain
Mit der Einbindung von SFV-Präsident Peter Knäbel versuchte der Verband, dem Thema Wind aus den Segeln zu nehmen und es für den Moment des Zusammenzugs als erledigt zu betrachten. Ob diese Strategie aufgeht, sollen die kommenden Tage zeigen. Im Fokus stehen nun vor allem die neuen Shootingstars und Debütanten, die ins Rampenlicht rücken sollen. Zu einem Mannschaftskurs auf dem hoteleigenen Fussballplatz kam es am Montagabend allerdings nicht mehr; dieser wurde laut SFV komplett abgesagt. Stattdessen absolvierten die Spieler individuelle Programme im Hotel. Nationaltrainer Murat Yakin widmete sich seinem individuellen Programm beim Padel – an der Seite von Manuel Akanji, der von SFV-Seite für die kommenden vier Spiele als Nati-Captain bestimmt wurde.
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