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Welt

Flughafen Riad: Toter und Verletzte bei neuem Huthi-Angriff

Ein erneuter Raketen- und Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen King Khalid nahe der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat am Sonntag ein Todesopfer und elf Verletzte gefordert. Die jemenitische Huthi-Miliz übernahm die Verantwortung für die Attacke, die sich nur einen Tag nach einem verheerenden Vorfall mit zahlreichen Opfern ereignete.

Ein Toter und elf Verletzte am King Khalid International Airport

Ein von der jemenitisch-iranisch unterstützten Huthi-Miliz abgefeuerter Flugkörper hat am Sonntag den internationalen Flughafen King Khalid in der saudi-arabischen Hauptstadt getroffen. Dabei kam ein pakistanischer Staatsangehöriger ums Leben, während elf weitere Menschen Verletzungen erlitten. Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde bestätigte den Vorfall über den Kurznachrichtendienst X, während Rettungskräfte und Sicherheitsbehörden den Brand in einer der Passagierhallen bekämpften.

Die Attacke vom Sonntag folgt auf einen weitaus blutigeren Angriff vom Vortag. Bei diesem ersten Einschlag an demselben Drehkreuz wurden nach Angaben der saudischen Zivilluftfahrtbehörde 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt. Unter den Opfern des Vortags befanden sich Staatsbürger aus Saudi-Arabien, Bangladesch, Palästina, den Vereinigten Staaten, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan sowie ein indischer Staatsangehöriger, wie unter anderem Abgeordneter Asaduddin Owaisi bestätigte.

Laut Berichten überlebten die Familienangehörigen den Angriff mit unterschiedlichen Verletzungen, darunter Eingriffe am Knie und chirurgische Behandlungen an den Füßen, während die diplomatische Vertretung vor Ort Amtshilfe leistete.

Smoke rises above King Khalid airport in Riyadh
Foto: bbc.co.uk

Militärische Eskalation und Reaktionen der Huthi-Miliz

Die Huthi-Miliz erklärte, sie habe den Flughafen mit einer Mischung aus ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen ins Visier genommen. Der militärische Sprecher der Gruppe, Brigadegeneral Yahya Saree, warnte Passagiere und Fluggesellschaften davor, saudi-arabische Flughäfen und den Luftraum zu nutzen. Die Miliz bezeichnete zivile und transitäre Einrichtungen im Königreich als potenzielle Ziele, mit Ausnahme der Heiligtümer in Mekka und Medina.

Neben dem Flughafen in Riad gerieten laut Angaben des Militärsprechers auch Ölanlagen sowie der Flughafen in Dammam im Osten des Landes ins Visier der Angreifer.

Huthi greifen offenbar Flughafen Riad an – was über die Eskalation bekannt ist | ZDFheute Live

Inmitten der anhaltenden Sicherheitslage verlängerten die Behörden die Schließung des betroffenen Flughafens um weitere 24 Stunden, während Fluggesellschaften wie Kuwait Airways ihre Verbindungen temporär strichen.

Internationale Verurteilung und politische Reaktionen

Die erneuten Angriffe riefen scharfe internationale Reaktionen hervor. Die Staaten bekräftigten ihre uneingeschränkte Solidarität mit Riad und stellten sich hinter alle legitimen Maßnahmen zur Abwehr weiterer Bedrohungen.

Unterdessen riefen Botschaften verschiedener Staaten, darunter Deutschland, die USA, Kanada und Spanien, ihre Bürger dazu auf, den Flughafen in Riad bis auf Weiteres zu meiden und sich in Sicherheit zu bringen.

Flughafen Riad: Toter und Verletzte bei neuem Huthi-Angriff
Foto: thesouthfirst.com

Diplomatische Vermittlungsversuche und die Haltung Tehrans

Mitten in die militärische Eskalation schaltete sich Iran ein, dessen Regierung traditionell als Unterstützer der jemenitischen Huthi gilt. Nach offiziellen Angaben der staatlichen Agentur IRNA signalisierte Teheran Bereitschaft, vermittelnd einzugreifen, um einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen in Gang zu setzen und laut IRNA einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und Jemen in die Wege zu leiten sowie die Erzielung einer politischen Lösung zu erleichtern.

Während Regierungen weltweit über militärische oder technische Unterstützung beratschlagen, bleiben unabhängige Bestätigungen für viele Frontverläufe vor Ort weiterhin schwierig zu erlangen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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