Ein 20-jähriger deutscher Wanderer ist am Sonntag beim Abstieg von der Choralmbahn-Bergstation in Westendorf auf nassem Untergrund ausgerutscht und rund 85 Meter über steiles Wiesengelände abgestürzt. Der junge Mann zog sich schwere Verletzungen am Brustkorb sowie einen Unterschenkelbruch zu und wurde nach einer schwierigen Rettungsaktion im dichten Nebel per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Absturz abseits befestigter Wege am Sonntagnachmittag
Der Alpinunfall ereignete sich am späten Sonntagnachmittag, den 11. Oktober 2026, gegen 15.15 Uhr. Der 20-jährige Wanderer war gemeinsam mit fünf weiteren Personen aus Deutschland als sechsköpfige Gruppe in den Tiroler Alpen unterwegs vor den Augen seiner Begleiter.
Die Gruppe befand sich auf dem Talgang von der Bergstation der Choralmbahn, die auf einer Höhe von 1.820 Metern liegt. Dabei nutzten die Wanderer keinen markierten oder befestigten Wanderweg, sondern stiegen direkt über wegloses Wiesengelände ab. Auf dem zu diesem Zeitpunkt nassen Wiesenboden verlor der junge Mann den Halt und stürzte etwa 85 Meter tief in das steile Gelände über steiles Wiesengelände. Seine fünf Begleiter reagierten umgehend und setzten einen Notruf ab.

Schwierige Rettungseinsätze bei dichtem Nebel
Die alarmierten Rettungskräfte standen vor extremen Herausforderungen, da sich unmittelbar nach dem Unfall dichter Nebel über das Berggebiet legte. Der Notarzthubschrauber konnte zunächst wegen der Wetterbedingungen nicht starten.
Als sich der Nebel für ein kurzes Zeitfenster etwas lichtete, nutzte die Besatzung des Notarzthubschraubers C4 die Gelegenheit sofort für eine sogenannte Crashbergung
aus dem Gelände holen.

Bei einer Crashbergung handelt es sich um eine schnelle Rettungstechnik bei Hubschrauber-Einsätzen, bei der eine verletzte oder gefährdete Person so schnell wie möglich aus der akuten Gefahrensituation geholt wird. Die medizinische Versorgung erfolgt erst danach, etwa an einem sicheren Zwischenlandeplatz oder im Hubschrauber selbst.
Quellenangabe der Bergrettung, via Merkur
Einlieferung in das Krankenhaus St. Johann in Tirol
Nach der erfolgreichen Rettungsaktion aus dem unwegsamen Gelände wurde der 20-Jährige zunächst im Tal medizinisch erstversorgt und von Rettungskräften versorgt. Er erlitt bei dem 85 Meter langen Sturz eine Thoraxverletzung sowie eine Unterschenkelfraktur schwer verletzt worden.
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