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FIFA zahlt Millionen für Infantinos Steuern

FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem interne Unterlagen eine zuvor nicht offengelegte WM-Zahlung in Höhe von 1,72 Millionen US-Dollar sowie eine Steuerausgleichsvereinbarung für seine US-Verpflichtungen nach seinem Umzug nach Miami enthüllt haben. Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, da Infantino im März 2027 inmitten wachsender Widerstände europäischer Fussballverbände die Wiederwahl anstrebt.

Der Weltverband FIFA steht im Zentrum neuer finanzieller Kontroversen um seinen Präsidenten. Interne Dokumente und US-Steuerunterlagen offenbaren, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino neben seinem regulären Gehalt zusätzliche Zahlungen und steuerliche Vergünstigungen erhalten hat. Die Enthüllungen werfen Fragen zur Transparenz der Verbandsfinanzen auf, während im Hintergrund bereits der nächste Führungsstreit an Fahrt gewinnt.

Millionenzahlungen für die WM-Organisation und verdeckte Steuernachlässe in Bangkok

Im Mai 2024 beriet ein dreiköpfiger Vergütungsausschuss in Bangkok über die finanziellen Rahmenbedingungen für den Umzug des FIFA-Chefs nach Miami. Da der Wohnsitzwechsel in die Vereinigten Staaten vor der Weltmeisterschaft 2026 mit höheren Steuerlasten verbunden war, schlug der Schweizer Treuhänder Bruno Chiomento vor, die entstehenden US-Steuern vollständig durch den Verband ausgleichen zu lassen. Die übrigen Komitee-Mitglieder stimmten dem Vorschlag ohne größere Diskussionen zu.

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Laut Berichten der englischen Times und Steuererklärungen des Verbandes erhielt Infantino im Jahr 2024 zudem eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 1,72 Millionen US-Dollar von der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation FWC2026, die von der FIFA zur Verwaltung und Durchführung der Weltmeisterschaft gegründet wurde. Das Geld floss zusätzlich zu seinem offiziellen FIFA-Gehaltspaket für 2024, das sich auf rund 4,9 Millionen belaufen hat, wobei der Gesamtbericht des Verbandes diesen Betrag ausließ.

Gemäß Artikel 43, Absatz 13 der FIFA-Statuten soll die individuelle Vergütung des FIFA-Präsidenten, der Ratsmitglieder und des Generalsekretärs öffentlich gemacht werden. Das Weglassen der Zusatzzahlung im offiziellen Finanzbericht könnte nach Medienberichten einen Verstoß gegen diese internen Regeln darstellen.

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Das Dementi des Weltverbandes und die Reaktion der Kritiker

Die Veröffentlichung der Unterlagen führte zu scharfer Kritik an der Verbandsspitze. Während der DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Tagesspiegel betonte, dass der Schweizer eine Kultur etabliert habe, die einen grundlegenden Wandel verlange, wies die FIFA die Vorwürfe entschieden zurück.

Die FIFA zahlt dem FIFA-Präsidenten kein zweites Gehalt und kommt allen Offenlegungspflichten in Bezug auf die Vergütung nach.

Sprecher der FIFA, via Fussball News

Die Finanzunterlagen würden unabhängig geprüft, und die Bezüge des Präsidenten unterlägen der Entscheidung eines unabhängigen Unterausschusses für Vergütungsfragen.

Machtkampf vor der FIFA-Präsidentenwahl im März 2027

Die Diskussionen über die Finanzen treffen den Weltverband zu einem brisanten Zeitpunkt. Gianni Infantino peilt für März 2027 seine Wiederwahl an, sieht sich jedoch mit wachsendem Widerstand konfrontiert. Nach mehreren Skandalen, darunter die Causa Balogun und die Pläne zur WM-Vermarktung wie der zwischenzeitlich verworfene Plan zum Verkauf eines 20-Prozent-Anteils an Private-Equity-Investoren, haben zahlreiche Verbände ihre Unterstützung zurückgezogen.

Es wird erwartet, dass die UEFA gemeinsam mit der AFC und der CONCACAF einen Gegenkandidaten ins Rennen schickt, wobei noch nicht feststeht, wer den amtierenden Präsidenten herausfordern wird. Der DFB hat bereits ausgeschlossen, den Amtsinhaber zu unterstützen. Neuendorf stellte klar, dass der Verband bei der anstehenden Wahl nicht für Infantino stimmen wird.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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