Der FC Bayern München setzt langfristig auf sein bewährtes Führungstrio und verlängert die Verträge von Sportvorstand Max Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bis zum Jahr 2029. August 2026 die Personalentscheidungen für eine stabile sportliche und wirtschaftliche Zukunft.
Die Zukunft an der Spitze des FC Bayern München ist geklärt. Sowohl Sportvorstand Max Eberl als auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen erhalten neue Arbeitspapiere, die sie bis zum Jahr 2029 an den Verein binden. An der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung der Münchner nahmen unter anderem Vereinspräsident Herbert Hainer sowie die nach wie vor sehr einflussreichen Granden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge teil.
Bekenntnis zur Kontinuität: Herbert Hainer begründet die Entscheidung
Die bisherigen Verträge von Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen wären 2027 ausgelaufen. Mit der vorzeitigen Bindung bis 2029 will der Verein ein klares Zeichen für Stabilität in einem dynamischen internationalen Wettbewerb setzen. Der FC Bayern baut auch in Zukunft auf seine Führung mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen: Der mächtige Münchner Aufsichtsrat gab grünes Licht für eine Vertragsverlängerung bis 2029. Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue
, ließ Eberl mitteilen, Dreesen sagte: Wir haben noch viel vor.
Vereinspräsident und Aufsichtsratsschef Herbert Hainer sagte nach der turnusmäßigen Sitzung des Gremiums in der Allianz Arena: „Kontinuität sorgt für Orientierung, Stabilität verschafft Stärke: Beides brauchen wir, um den FC Bayern auf höchstem Niveau konsequent weiterzuentwickeln. Mit Jan-Christian Dreesen, Max Eberl und Rouven Kasper ist unser Vorstand hervorragend aufgestellt, um den FC Bayern sportlich wie wirtschaftlich weiter voranzubringen und seine Spitzenposition in Europa zu behaupten.“

Wenn man sich die letzte Saison anguckt: Wir haben das Double gewonnen, wir waren im Champions-League-Halbfinale, wir werden wirtschaftlich auch wieder ein gutes Jahr haben. Wir sind mit der Arbeit des Vorstands sehr zufrieden. Schon
Der Weg von Max Eberl: Von der Debatte zur hundertprozentigen Rückendeckung
März 2024 die Nachfolge von Hasan Salihamidzic angetreten hatte, gab es in den letzten Monaten immer wieder Spekulationen um eine Fortsetzung seiner Tätigkeit. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen noch im Mai auf „60:40taxiert, zuletzt war der Vereinspatron aber zurückgerudert und hatte von
100 Prozent“ gesprochen.

Um Max Eberl gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Diskussionen. Nun hat Uli Hoeneß ein deutliches Signal gesendet. Der Ehrenpräsident sieht die Chancen auf einen langfristigen Verbleib des Sportvorstands beim FC Bayern bei „100 Prozent. Angesprochen auf die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl ließ der Ehrenpräsident keinen Interpretationsspielraum. Die Chancen, dass Eberl über seinen bis 2027 laufenden Vertrag hinaus beim FC Bayern arbeiten werde, bezifferte Hoeneß
im Moment auf 100 Prozent“. Solche Aussagen sind beim Rekordmeister selten. Noch seltener kommen sie von Hoeneß, dessen Worte beim FC Bayern traditionell besonderes Gewicht haben. Wer beim deutschen Fußball-Rekordmeister Rückendeckung sucht, bekommt sie kaum deutlicher.
Dabei erhielt Eberl vom Ehrenpräsidenten deutlich mehr Rückendeckung als noch vor wenigen Wochen. Damals hatte Hoeneß die Chancen auf einen langfristigen Verbleib des Sportvorstands beim FC Bayern noch mit „60:40beziffert. Am Tegernsee wurden daraus nun
im Moment 100 Prozent“. Die Formulierung wirkt deshalb wie eine bewusste Botschaft an das Vereinsumfeld, die Fans und die Öffentlichkeit. Zuvor hatte Hoeneß bereits deutlich gemacht, dass er die Kritik Eberls an FIFA-Präsident Gianni Infantino nachvollziehen könne. Ich habe mitgekriegt, dass er es sehr stark kritisiert hat. Und damit kann ich gut leben
, sagte der Ehrenpräsident.

Uli Hoeneß gab zu, dass er sich im Anschluss unheimlich über mich selbst geärgert
habe: „Dass ich so naiv und der Meinung war, dass dieses Interview, das am Freitagabend in Berlin stattgefunden hat, die Woche drauf am Freitag herauskommt, weil der Spiegel ja normalerweise eine Woche Vorlauf hat. Aber offensichtlich haben ihnen meine Aussagen so gut gefallen, dass sie es am Samstagmorgen schon in die Öffentlichkeit gebracht haben. Und damit war natürlich Max vor dem Pokalfinale nicht gut behandelt von mir.“ Er habe sich bei Eberl entschuldigt, ergänzte Hoeneß, der am Rande des Testspiels gegen den FC Rottach-Egern auch das Gespräch mit dem Sportvorstand suchte. Eberl selbst hatte von einer Aussprache berichtet, das Verhältnis zu Patron Hoeneß sei sehr gut.
Unter seiner Führung wurden Spieler für insgesamt knapp 345 Millionen Euro verpflichtet und für 224 Mio. Euro abgegeben. Die Flügelstürmer Michael Olise, dem mit einem Marktwert von 170 Mio. Euro wertvollsten Profi der Bundesliga-Geschichte, und Luis Díaz haben sich dabei als absolute Volltreffer auf dem Transfermarkt entpuppt. Als Glücksgriff erwies sich auch das Engagement von Trainer Vincent Kompany, der im Sommer 2024 bei Weitem nicht die erste Wahl war. Teure Vertragsverlängerungen mit Jamal Musiala, Alphonso Davies oder auch Joshua Kimmich sorgten intern aber auch für Stimmen, dass Eberl dazu neige, zu viel Geld auszugeben. Deswegen hatte Ehrenpräsident Hoeneß am Tag des Pokalfinals noch gesagt, dass die Chancen auf eine Verlängerung mit Eberl gerade mal „60 zu 40“ stünden. Auch eine Blitz-Trennung stand zwischenzeitlich medial im Raum. Mittlerweile ist der 74-Jährige aber überzeugt vom Ex-Profi und lobte ihn nach den beiden 50-Mio.-Euro-Transfers des deutschen Nationalspielers Nathaniel Brown und des marokkanischen WM-Fahrers Ismael Saibari für „eine perfekte Transferperiode“. In dieser wurden zudem Spieler aus der zweiten Reihe für rund 37 Mio. Euro verkauft. Die Tendenz für ein neues Arbeitspapier schnellte laut Hoeneß auf „100 Prozenthinauf. Auch von Hainer soll Eberl auf der Asienreise in der Vorbereitung bereits positive Signale für eine weitere Zusammenarbeit erhalten haben.
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Jan-Christian Dreesen und die wirtschaftliche Stabilität an der Isar
Auch Dreesen bleibt. Eine Verlängerung von Max Eberl beim FC Bayern galt lange als kein Selbstläufer, ist nun aber offiziell. Der 52-Jährige erhält ebenso wie der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen einen neuen Vertrag bis 2029.
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